Brandschutz und Entrauchung

VDMA 24188: Neuer Entwurf stärkt Rauchschutz in Gebäuden

Wie Rauch im Brandfall wirksam kontrolliert wird, entscheidet über sichere Fluchtwege. Der neue Entwurf der VDMA 24188 „Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen – Rauchableitung, Rauchverdünnung, Rauchfreihaltung“ bündelt aktuelle Anforderungen, präzisiert technische Parameter und stärkt die Planungsgrundlagen für Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen.

Rauchfreihaltung von Flucht- und Rettungswegen zählt zu den zentralen Anforderungen des baulichen Brandschutzes. Mit dem überarbeiteten Entwurf des Einheitsblatts VDMA 24188 legt der VDMA Fachverband Allgemeine Lufttechnik eine umfassend aktualisierte Grundlage für Planung, Auslegung und Betrieb von Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen vor. Der Entwurf steht ab Juni 2026 zur öffentlichen Kommentierung bereit. Stellungnahmen können bis zum 1. August 2026 eingereicht werden.

Klare Leitlinien für Planung und Betrieb

Beim Entwurf der VDMA 24188 können Stellungnahmen bis zum 1. August 2026 eingereicht werden.
Bild: VDMA

Beim Entwurf der VDMA 24188 können Stellungnahmen bis zum 1. August 2026 eingereicht werden.
Bild: VDMA
Das Einheitsblatt adressiert zentrale Maßnahmen zur Rauchfreihaltung, darunter Druckbelüftungsanlagen sowie natürliche Rauchableitungssysteme. Es beschreibt Schutzziele, systematische Grundlagen und wesentliche Randbedingungen für die Auslegung und Integration in ganzheitliche Brandschutzkonzepte. Damit bietet es Planenden und Betreibenden eine belastbare Orientierung für unterschiedliche Gebäudetypen und Anwendungsszenarien.

Die neue Fassung wird die bislang gültige Version VDMA 24188:2011-06 ersetzen und wurde im Arbeitskreis Brandschutz und Entrauchung unter Beteiligung von Expertinnen und Experten aus Industrie, Forschung und Prüfinstitutionen grundlegend überarbeitet. Sie berücksichtigt aktuelle bauordnungsrechtliche Vorgaben, insbesondere die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen, und integriert verstärkt europäische Normen.

Mehr Präzision bei technischen Anforderungen

Struktur und Inhalte wurden umfassend neu gefasst und erweitert. Neu hinzugekommen ist u. a. ein eigenes Kapitel zu Anforderungen an Komponenten von Druckbelüftungsanlagen sowie ergänzende Vorgaben zur Inbetriebnahme und messtechnischen Überprüfung. Zudem werden zentrale Auslegungsparameter – etwa Druckverhältnisse, Volumenströme, Strömungsgeschwindigkeiten und Türöffnungskräfte – deutlich präzisiert. Ziel ist es, die Funktionssicherheit unter realistischen Einsatzbedingungen zu erhöhen und insbesondere Einsatzkräften der Feuerwehr verlässliche Rahmenbedingungen zu bieten.

Fachöffentlichkeit zur Mitwirkung eingeladen

Mit der Veröffentlichung des Entwurfs startet der VDMA gezielt die Einbindung der Fachöffentlichkeit. Planende, Herstellende, Sachverständige, Behörden und weitere Interessierte sind eingeladen, ihre Expertise einzubringen. Die eingehenden Stellungnahmen werden ausgewertet und fließen in die finale Fassung ein – mit dem Ziel einer praxisgerechten und breit abgestimmten technischen Grundlage für den Rauchschutz in Treppenräumen.

Der Entwurf VDMA 24188:2026-06 „Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen – Rauchableitung, Rauchverdünnung, Rauchfreihaltung“ steht als Download auf der Webseite des VDMA zur Verfügung. Stellungnahmen können bis zum 1. August 2026 an und gesendet werden.

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