Strukturierung der Normen

Zur Umsetzung der EPBD in den Normen zur Energieeffizienz

Mit der Umsetzung der europäischen Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) [1] ergeben sich gegenwärtig eine Vielzahl von neuen EN-Normen, die in nationale Normen (DIN EN) überführt werden müssen. Dazu wurden zwei spezifische technische Spezifikationen (DIN SPEC 18048 (DIN CEN/TS 16628) [2] und DIN SPEC 18049 – DIN CEN/TS 16629 [3]) erarbeitet, die Grundlage für die zukünftige Normungssystematik zur Problematik der Energieeffizienz  von Gebäuden bilden sollen. Dies ist schon zum Teil in den Entwürfen der DIN EN 12831 [4], [5] sowie den Entwürfen zur DIN EN 15316 [6] und DIN EN 16282 [7] umgesetzt worden.

DIN SPEC 18048 (DIN CEN/TS 16628)

Die technische Spezifikation DIN SPEC 18048 (DIN CEN/TS 16628) [2] beschreibt die Grundsätze, die bei der Entwicklung von Normen für die Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden nach einem ganzheitlichen Ansatz zu befolgen sind.

Das Hauptziel ist, eine Reihe von Normen zur Gesamtenergie­effizienz von Gebäuden in Form eines systematischen, klaren und umfassenden Pakets zu er­halten, das Fachleuten und Regierungsstellen von Nutzen ist.

Sie enthält allgemeine Aussagen zur geforderten Qualität, zur Genauigkeit, zur Anwendbarkeit und zur Folgerichtigkeit...

DIN SPEC 18048 (DIN CEN/TS 16628)

Die technische Spezifikation DIN SPEC 18048 (DIN CEN/TS 16628) [2] beschreibt die Grundsätze, die bei der Entwicklung von Normen für die Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden nach einem ganzheitlichen Ansatz zu befolgen sind.

Das Hauptziel ist, eine Reihe von Normen zur Gesamtenergie­effizienz von Gebäuden in Form eines systematischen, klaren und umfassenden Pakets zu er­halten, das Fachleuten und Regierungsstellen von Nutzen ist.

Sie enthält allgemeine Aussagen zur geforderten Qualität, zur Genauigkeit, zur Anwendbarkeit und zur Folgerichtigkeit von Normen zur Gesamtenergie­effizienz von Ge­bäuden mit dem Ziel, einen Ausgleich zu erreichen zwischen

der Genauigkeit und dem Grad der Detailliertheit und
der Einfachheit und Verfügbarkeit von Eingabedaten.

Die Grundsätze für Normen zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden decken folgende Aspekte ab:

den Normungsprozess einschl. Zusammenarbeit und Beratung;
den Anwendungsbereich der Normen;
die allen diesen Normen gemeinsame Gliederung und ihre nationale Umsetzung;
die Rahmenstruktur für die Bewertung;
das (die) gemeinsame(n) Modell(e) und die Redaktions­regeln für alle diese Normen;
gemeinsame Qualitätsaspekte für jede Norm.

Die vorliegende technische Spezifikation befasst sich mit Aspekten des Normungsprozesses, die sich speziell auf die Normen zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden beziehen. Die energetische Bewertung von Gebäuden basiert auf dem durch die Pyramide (Bild 1) dargestellten ganzheitlichen Ansatz der Integration und Aggregation aller Elemente und Energieversorgungszwecke.

Ausführlich werden u. a. dargelegt: zentrale Koordination während der Entwicklung von Normen der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden; Anwendungsbereich der Normen zur Gesamt­ener­gieeffizienz von Gebäuden; Umsetzung und Anpassung auf nationaler Ebene; modulare Struktur der Rahmennormen für die energetische Bewertung; gemeinsame(s) Modell(e) und gemein­same Redaktionsregeln für all diese Normen; gemeinsame Qualitäts­aspekte.

Der normative Anhang A behandelt die parallelen Wege in nor­mativen Verweisungen und der informative Anhang B eine Über­sicht über maßgebliche Qualitätsaspekte.

DIN SPEC 18049 – DIN CEN/TS 16629

Diese technische Spezifikation gibt Anleitung in Form von detail­lier­ten technischen Regeln basierend auf den Grundsätzen für so­wohl die Rahmennorm als auch die einzelnen Normen inner­halb der Reihe zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.

Diese detaillierten technischen Regeln geben praktische Regeln für Normen zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

den Normungsprozess einschl. Zusammenarbeit und Beratung;
den Anwendungsbereich der Normen;
die allen diesen Normen gemeinsame Gliederung und ihre nationale Umsetzung;
die Rahmenstruktur für die Bewertung;
das (die) gemeinsame(n) Modell(e) und die Redaktions­regeln für alle diese Normen;
gemeinsame Qualitätsaspekte für jede Norm.

Ausführlich werden u. a. dargelegt: Normungsprozess; Anwendungsbereich; Umsetzung/Anpassung auf nationaler Ebene; modulare Struktur, gemeinsame Modelle/Redaktionsregeln, Qualitätsaspekte.

Der normative Anhang A weist eine Checkliste für die Anwendung der technischen Regeln aus. Bei den Redaktionsregeln wird eine modulare Struktur für den Anwendungsbereich der Normen zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ausgewiesen (Tabelle 1).

Die Struktur lässt sich besser erkennen in den Tabellenauszügen (Tabellen 2 und 3).

Obwohl es diese Vorgabe gibt, wurde in den o. g. Normentwürfen [4] bis [7] für die Untergliederung eine Bezeichnung „sub“ eingeführt, was für den Autor nicht nachvollziehbar ist.

Ein Beispiel für die Darstellung in [4] weist Tabelle 4 aus.

Schlussfolgerungen

Positiv zu bemerken ist, dass im Rahmen der Anpassung an die EPBD es zu einer Strukturierung der Normen kommt, wobei die gewählte Systematisierung plausibel, jedoch gewöhnungsbedürftig ist, wenn man sich die Übersichtstabelle in den jeweiligen Normen ansieht (i. A. in den Normen Bild 1 „Position der EN…. innerhalb der modularen Struktur“).

Der Begriff Modul ist noch verständlich, über den Begriff „sub“ in der deutschen Fassung sollte nachgedacht werden.

Es ist begrüßenswert, dass nun auch die SPEC-Normen nicht mehr erforderlich sein werden.

Wenn jetzt mit einer Strukturierung begonnen wird, dann sollte unter dem „sub 2 – Allgemeine Begriffe und Symbole, Einheiten und Indices“ in den jeweiligen Normen versucht werden, zumindest die heute international üblichen Symbole zu verwenden (siehe VDI 4700 Blatt 3 [Weißdruck in Kürze]).

Für viele Nutzer und Anwen­der der Normen wird es zu­min­dest in der nächsten Zeit schwierig werden, sich mit den Ände­rungen vertraut zu machen.

Literatur:

[1] EPBD 2010: Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden des Europäischen Parlaments und Rates der Europäischen Union (Neufassung), 19.05.2010, 2010/13/EU, Brüssel [2] DIN SPEC 18048 – DIN CEN/TS 16628: Energieeffizienz von Gebäuden – Grundlagen für das EPB-Normenpaket, 11/2014, Beuth-Verlag GmbH, Berlin [3] DIN SPEC 18049 – DIN CEN/TS 16629: Energieeffizienz von Gebäuden – detaillierte technische Regeln für das EPB-Normenpaket, 11/2014, Beuth-Verlag GmbH, Berlin [4] DIN EN 12831 Blatt 1 (Entwurf): Heizungsanlagen und wasserbasierte Kühlanlagen in Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast Bl. 1: Raumheizlast; veröffentl.: 11/2014; Einsprüche bis 31.12.2014; Ersatz für DIN EN 12831 von 08/2003, Beuth-Verlag GmbH, Berlin [5] DIN EN 12831 Blatt 3 (Entwurf): Heizungsanlagen und wasserbasierte Kühlanlagen in Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Energieanforderungen und Nutzungsgrade der Anlagen; Blatt 3: Trinkwassererwärmung, Heizlast und Bedarfsbestimmung veröffentl.: 11/2014; Einsprüche bis 21.01.2015; Ersatz für DIN EN 15316 Blatt 3-1 von 06/2008, Beuth-Verlag GmbH, Berlin [6] DIN EN 15316 (Entwurf) Heizungsanlagen und wasserbasierte Kühlanlagen in Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Energieanforderungen und Nutzungsgrade der Anlagen; Blätter 1, 2, 3, 4-1, 4-2, 4-3, 4-4, 4-8 und 5, 11/2014, Beuth-Verlag GmbH, Berlin [7] DIN EN 16282 (Entwurf) Großküchengeräte – Einrichtungen zur Be- und Entlüftung von gewerblichen Küchen; Blätter 1-9, 11/2014,Beuth-Verlag GmbH, Berlin

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