Personalberatung ist Vertrauenssache
Teil 2 – Das Unternehmen als attraktive ArbeitgebermarkeIn einer dreiteiligen Serie geht der Personalberater Ewald W. Schneider auf die Personalbeschaffung in der TGA-Branche ein. Im vorliegenden zweiten Teil geht es darum, wie ein Unternehmen zu einer Marke für interessierte Arbeitnehmer werden kann.
Wege der Kandidatenfindung
Bei der Suche nach geeigneten Kandidaten, schlagen professionelle Personalberatungen verschiedene Wege ein. Was sich heute Multi-Channel-Search nennt, beschreibt nichts anderes, als viele Kanäle und Quellen parallel zu nutzen. Daneben verfügen gute Personalberatungen ebenfalls über einen hohen Bekanntheitsgrad in den jeweiligen Branchen. Sie sind aus Bewerbersicht quasi selbst eine Marke – eine Personalberatermarke. Gute Personalberater begleiten die besten Talente über einen längeren Zeitraum – so wie es auch von engagierten Personalern bei Toparbeitgebern praktiziert wird. Profis auf Arbeitgeber- und Beraterseite stehen in regelmäßigen Kontakt mit interessanten Kandidaten, auch wenn es gerade keine dem Profil entsprechende Position zu besetzen gibt. Kurzum, man bemüht sich persönlich, intensiv und direkt um potentielle Mitarbeiter. Auf keinen Fall überlässtman diese sensible Kontaktpflege Hilfskräften – das ist bei Arbeitgebermarken und auch bei Personalberatermarken immer Chefsache.
Heathunting im Sinne eines gezielten Abwerbens von Mitarbeitern aus Wettbewerbsunternehmen lehnen gute Arbeitgebermarken als Methode der Personalsuche genauso ab wie das die Personalberatermarken tun. Wir als Personalberatermarke können unseren Mandanten das definitiv zusichern. Aber was noch wichtiger ist: Wir können garantieren, dass wir einmal vermittelte Kandidaten niemals direkt auf neue Mandate aktiv ansprechen. Hier gibt es dann schon fundamentale Unterschiede zu den immer mehr ins Kraut schießenden Vermittlern. Leider hat die Branche der Personalberater hier keinen einheitlichen Ehrencodex oder eine unabhängige Institution, die für Qualität und Seriosität garantieren würde.
Was bedeutet Arbeitgebermarke in der Praxis? Fakt ist, dass viele Unternehmen zunehmend um Bewerber buhlen müssen. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur Jobs auszuschreiben, sondern es gilt die Kandidaten davon zu überzeugen, dass genau Ihr Unternehmen die richtige Wahl für den beruflichen Einstieg oder die Weiterentwicklung ist. Die extrem knappe Ressource „qualifizierte Bewerber“ aus allen Fachbereichen hat ein sicheres Händchen für gute Unternehmen und macht es diesen Unternehmen relativ leicht Ihren Mitarbeiterbedarf trotz extrem ausgedünnten Bewerbermarkts abzudecken. Hinzu kommt, dass diese Unternehmensmarken nicht auch noch zusätzliches Geld investieren müssen, um Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Damit meinen wir die Investitionen in den externen Vermittler aber auch das Mehr an Einkommen, um aus Sicht guter Bewerber attraktiver als andere Unternehmen zu sein.
Eigene Arbeitgeberwerte ermitteln
Aber kennen Sie Ihre Arbeitgeberwerte, mit denen Ihr Unternehmen überzeugen kann? Mit dem Begriff „Employer Branding“ wird eine komplexe neue Situation beschrieben. Von uns einige Anregungen, wie der Weg zur Arbeitgebermarke aussehen könnte:
Erarbeiten Sie in professionell moderierten Workshops was die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Arbeitgebermarke für Ihr Unternehmen sind.
Prüfen Sie, wo Ihr Projekt zum jetzigen Zeitpunkt steht. Sie sollten sich hierzu externen Beratern öffnen, die in diesem Spezialgebiet Erfahrungen haben.
Verstehen Sie, welchen Mehrwert Employer Branding Ihrem Unternehmen bietet.
Mit welchen Inhalten und Ideen wollen Sie Bewerber motivieren, sich für Ihr Unternehmen zu interessieren?
Wie konsistent berichten Sie über moderne Medien und Netzwerke über Ihre Arbeitgebermarke?
Gibt es bei Ihnen eine Unternehmens-/ und Markenstrategie?
Werden bei Ihnen regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt?
Wenn mal jemand kündigt, wird diese Chance genutzt um zu hinterfragen, was das Wechselmotiv des ehemaligen Mitarbeiters war? Oder verfahren Sie wie viele Unternehmen nach dem bekannten Motteo: „Reisende sollte man nicht aufhalten!“
Werden Arbeitgeberrankingergebnisse veröffentlicht?
Gibt es bei Ihnen optimale Einarbeitungsprozesse für neue Mitarbeiter?
Gibt es bei Ihnen eine Karrierewebsite mit modern gestalteten Stellenanzeigen, die auch den modernen Netzwerker und vor allem Frauen anspricht?
Kennen Sie die Hauptgründe, warum Sie derzeit von Bewerbern noch nicht als Arbeitgebermarke wahrgenommen werden?
Sie müssen ein gemeinsames Begriffsverständnis entwickeln, um Relevanz, Chancen und Herausforderungen für Ihr Unternehmen herauszuarbeiten. Sie müssen die Schritte auf dem Weg zur Arbeitgebermarke klären, um die Effekte und Mehrwerte der Arbeitgebermarke kommunizieren zu können. Aber vor allem gilt eins: Sie müssen den Blick durchs Schlüsselloch machen! Und der lautet: Wie machen es andere?
Fazit
Wenn Sie alles richtig machen, werden Sie bei weiter andauernder Vollbeschäftigung in Deutschland wohl das wertvollste Projekt in Ihrem Unternehmen seit langem angestoßen haben. Profis sagen ja auch, dass sich mit intelligenter Energieeffizienz im Unternehmen die Umsatzrendite entscheidend verbessern lässt. Mit einer Arbeitgebermarke werden Sie diese Rendite noch einmal deutlich verbessern können. Wir helfen Ihnen gerne auf diesem komplexen Weg.
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