Mehr Platz für die Rettungskräfte
Neubau der Feuer- und Rettungswache in RatingenDie Platzsituation der Feuerwehr Ratingen zeichnete sich vor dem Umzug an den heutigen neuen Standort durch zahlreiche Einschränkungen aus. Seit 2009 sind die Zeiten, in denen sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ratingen auf dem Weg zum Fahrzeug durch enge Hallen zwängen mussten, vorbei.
Hier standen ein Verwaltungs- und ein Sozialgebäude aus den 1980er Jahren und mehrere Fertigungs- und Lagerhallen, die beginnend 1927 in den 1950er und 1980er Jahren angebaut wurden.
Bis auf das 3-geschossige Verwaltungsgebäude (FB1), welches entkernt wurde, wurden alle Gebäude und unterirdische Bauteile abgebrochen. Die neue Feuerwache...
Hier standen ein Verwaltungs- und ein Sozialgebäude aus den 1980er Jahren und mehrere Fertigungs- und Lagerhallen, die beginnend 1927 in den 1950er und 1980er Jahren angebaut wurden.
Bis auf das 3-geschossige Verwaltungsgebäude (FB1), welches entkernt wurde, wurden alle Gebäude und unterirdische Bauteile abgebrochen. Die neue Feuerwache gliedert sich in vier unterschiedliche Baukörper bzw. Funktionsbereiche (FB):
Östlich vom Gebäude FB4 wurde ein markanter 26 m hoher Schlauchturm, der auch als Steige- und Übungsturm genutzt werden kann, errichtet.
Das Bauwerk
Durch die Wahl von wirtschaftlichen Hallenkonstruktionen und den Verzicht auf aufwendige Materialien im Inneren der Gebäude wurde der Grundsatz einer wirtschaftlichen und sparsamen Bauausführung gewährleistet. Bei der Auswahl der Materialien wird den funktionellen Erfordernissen einer Feuer- und Rettungswache Rechnung getragen.
Die Gebäude wurden in Stahlbeton errichtet und besitzen ein Flachdach. Die Dachkonstruktion besteht aus einer Leichtbeton-Hohlkammerdecke mit einer aufliegenden Polystrol-Dämmschicht und Folienabdichtung.
Die Verkehrswege auf dem Grundstück sind mit Unter- und Oberbau auf Schwerlastfahrzeuge (SLW 30) ausgelegt.
In der Oberfläche kommt Betonpflaster zum Einsatz. Stellflächen der PKW erhielten andersfarbiges Pflaster bzw. Markierungen.
Konstruktion
Die Außenhaut des Altbaus (FB 1) bestehend aus Betonfertigteilen, Holzfenstern mit Holzbrüstungen und einem Flachdach der 3-geschossigen Massivkonstruktion mit tragendem Stahlbetonskelett in gleichmäßigem Grundraster und Unterkellerung wurde zurückgebaut und entsorgt.
Der Neubau wurde als 3-geschossige Massivkonstruktion in gleichmäßigem Grundraster mit Unterkellerung und durch eine Gebäudefuge vom Altbau getrennt errichtet. Teilweise wurden die Betonwände aus Filigranplatter hergestellt. Die Gründung besteht aus Einzel- bzw. Streifenfundamenten laut Bodengutachten und Statik in Ortbeton. Die Außenwände bestehen aus Sichtmauerwerk 11,5 cm, Luftschicht 4,5 cm, Wärmedämmung, nicht brennbar nach DIN 4102, 10 cm, Hintermauerwerk 24 cm Kalksandstein bzw. 30 cm Beton im KG.
Beim Tragsystem bestehen die Stützen aus Stahlbeton als Fertigteilstützen, die Geschossdecken aus Stahlbeton in Ortbeton bzw. Filigrandecken mit Aufbeton. Die Dachdecke besteht aus Stahlbeton in Ortbeton bzw. Filigrandecken mit Aufbeton. Innenwände als tragende Wände im KG bestehen aus 24 cm Kalksandstein. In Nassräumen und Sozialräumen erfolgte die Ausführung im Trockenbau, mit Steinzeug-Fliesen, im Spritzwasserbereich mit Abdichtung. Büroräume und Flure wurden im Trockenbau entsprechend den Anforderungen an Feuer- und Schallschutz ausgeführt. Als Tapete kam Malervlies mit Anstrich zum Einsatz. Als Bodenbeläge in den Büroräumen wurde Textilboden auf schwimmendem Estrich mit Hohlraumboden verlegt. Die Fenster bestehen aus einer Aluminiumkonstruktion, thermisch getrennt, Isolierverglasung mit Markisoletten, nach Erfordernis für Büroräume und Süd- und Westseite.
Hauptamtliche Feuerwehr (FB 4)
Die Hallenbereiche wurden in Skelettbauweise mit eingespannten Stützen in Fertigteilbauweise geplant. Die zweigeschossigen Sozial- und Werkstattbereiche wurden in Massivbauweise mit tragendem Stützenraster, massiven Wandscheiben in Ortbeton konstruiert.
Die Außenhaut der Mehrzweckhalle wurde mit Aluminiumpaneelen in fünf unterschiedlichen Gelb- und Grün-Farbtönen errichtet.
Der Schlauchturm wurde als Stahlkonstruktion mit außenliegender Industrieverglasung gebaut. Dazu kommt eine angebundene Stahlbetonwand als Übungswand mit Zugangspodesten.
Die im Werkstattgebäude installierten Tore bestehen aus Stahlrahmen-Schiebefalttoren mit Isolierverglasung und elektro-hydro-pneumatischem Antrieb.
Als Sonnenschutz wurden Markisoletten, nach Erfordernis für Büroräume und Süd- und Westseite, für die Werkstattgebäude nach Erfordernis für einzelne Räume, installiert.
Die Dachdichtung besteht aus einer Wärmedämmung lt. EnEV. Die Flachdachbereiche im 1. OG wurden, da aufsichtig, mit einer extensiven Dachbegrünung versehen. Vor Aufenthaltsbereichen wurden Dachterrassen mit einem Belag aus Betonwerksteinen ausgeführt.
Die Einzelräume im Gebäude, in denen wassergefährdende Stoffe gelagert werden, wurden mit einer Schwelle und einem ölundurchlässigen Oberbelag bzw. mit Regalen incl. Auffangwanne ausgestattet.
Einsatzzentrale
Das Herzstück der neuen Feuerwache ist die Einsatzzentrale, welche rund um die Uhr besetzt ist. Neben den Einsätzen, die im Regelfall mit der Notrufanlage in der Kreisleitstelle Mettmann eröffnet werden, wird hier die Telefonie der Feuerwehr disponiert und die gesamte Gebäudetechnik gesteuert. Alleine seitens der Gebäudetechnik laufen etwa 1600 Kontakte in der Einsatzzentrale auf. Die gesamte Technik ist neben der Regelbetriebsebene mit einer Rückfallebene und einer Notfallebene ausgestattet.
Eine weitere Aufgabe des neuen Systems ist die eher „klassische“ Geländeüberwachung an Türen, Toren und Schranken der Wache, wichtig beispielsweise nach der Ausfahrt von Einsatzfahrzeugen.
Die entsprechenden Informationen laufen im „Hausposten Feuerwache“ zusammen und werden durch Videobilder aussagekräftig. Es wurden zwölf Kameras installiert, die ihre Bilder an die Videosystemplattform schicken.
Heizungstechnik
Als Zentrale Heizungsanlage wurde eine Hackschnitzelheizung im UG des Gebäudes FB1 in einem separaten Heizraum installiert. Die Hackschnitzelheizung hat eine Nennwärmeleistung von 560 kW. In dem Hackschnitzel-Lagerraum wird ein maximales Schüttraumvolumen von ca. 90 m³ geschütteter Holzteile gelagert. Der Hackschnitzelkessel wird aus dem Hackschnitzel-Lagerraum automatisch über Fördereinrichtungen beschickt. Zur Vermeidung eines Feuerüberschlages ist der Füllschacht, vor der aufsteigenden Wand mit Fensteröffnung, mit einer mindestens 2,0 m breiten Betondecke in der Feuerwiderstandsklasse F 90-AB nach DIN 4102 geschützt.
Der Lagerraum für die brennbaren Feststoffe ist vom Heizraum durch Wände in der Feuerwiderstandsklasse F90-AB nach DIN 4102 abgetrennt. Der Zugang vom Lageraum zum Heizraum ist durch eine dicht- und selbstschließende Tür in der Feuerwiderstandsklasse T30 abgeschlossen.
Lüftungstechnik
Es wurden direkt getriebene Ventilatoren in den Zentralgeräten eingesetzt. Die Spannungsversorgung der Geräte erfolgt über Frequenzumformer. Hierdurch ist die exakte Anpassung auf die erforderlichen Luftmengen möglich, da wechselnde Luftmengen automatisch nachgefahren werden können.
Die vorgesehenen Wärmerückgewinnungsanlagen sind als Kreuzstromwärmetauscher, einmal in den Werkstatträumen im Bereich Schlauchpflege als Kreislaufverbundsystem im Lüftungsgerät vorgesehen. Bei einer Überlast der Anlagen regelt eine Bypassklappe die erforderliche Zulufttemperatur.
Als Regelung und Steuerung der Lüftungsanlagen in den einzelnen Gebäuden ist eine DDC-Technik installiert, die nach der Programmierung mittels einer Handbedienebene am Schaltschrank (Regler) teilweise die Sollwerte, Betriebszeiten etc. verändern kann.
Geänderte Programmabläufe sind bei Bedarf neu zu programmieren.
In der Einsatzzentrale des Gebäudes FB 1 im 2.OG wurde ein Störmeldetableau für die technischen Gewerke installiert, wo von den jeweiligen Schaltschränken die Sammelstörungen angezeigt werden.
Es wurden u.a. folgende Lüftungsanlagen vorgesehen:
a) Lüftungsanlage Sozialräume
Gesamtluftmenge ca. 5800/6000 m³/h für die Sozialräume im KG und EG. Das Zentralgerät steht im UG und besteht aus einem Zu- und Abluftanlage mit einer Wärmerückgewinnung (Kreuzstrom-Wärmetauscher). DieZuluftanlage ist mit einem Filter, Ventilator und Erhitzer, die Abluftanlage mit einem Ventilator, ohne Umluft, ausgestattet.
b) Lüftungsanlage Einsatzzentrale
Gesamtluftmenge ca. 6800 m³/h für die Leitzentrale. Das Zentralgerät ist als Außengerät ausgeführt, wurde auf dem Dach aufgestellt und besteht aus der Zu- und Abluftanlage mit einer Wärmerückgewinnung (Kreuzstrom-Wärmetauscher). Die Zuluftanlage ist mit einem Filter, Ventilator, Erhitzer, und Direktverdampfer, die Abluftanlage mit einem Ventilator mit nebenstehender Kältemaschine, 56 kW, ausgestattet. Die Verbindung geschieht über eine Kältemittelleitung. Die Außenluftrate beträgt ca. 30 %.
c) Lüftungsanlage USV und Fernmeldetechnik im KG
Die Split-Multikühlanlage ist auf dem Dach installiert und besteht aus zwei Innen-Wandgeräten mit jeweils 3,5 kW als sensible Kälteleistung und einer Außeneinheit mit 7 kW für die Außenaufstellung.
d) Lüftungsanlage Fernmeldetechnik im 2. OG
Die Splitkühlanlage ist auf dem Dach installiert und besteht aus einem Innen-Schrankgeräte mit 15 kW als sensible Kälteleistung und einer Außeneinheit mit 15 kW für die Außenaufstellung.
e) Lüftungsanlage NSHV und Batterieraum
Gesamtluftmenge 500 m³/h für die NSHV und Batterieraum im UG. Die Zuluftanlage besteht aus dem Wetterschutzgitter, einem Rohreinbauventilator, einem Schalldämpfer und den Zuleitungen mit den erforderlichen Brandschutzklappen.
Die Abluft der Anlage wird über die Anlage für die Heizzentrale geführt.
f) Lüftungsanlage Heizzentrale
Gesamtluftmenge ca. 3000 m³/h für die Heizzentrale. Die Abluftanlage ist im UG installiert und besteht aus dem Rohreinbauventilator, einem Schalldämpfer und den erforderlichen Abluft-Sammelleitungen mit den erforderlichen Brandschutzklappen.
g) Lüftungsanlage Nasszellen im Bereich der Ruheräume
Gesamtluftmenge für die drei Nasszellen je ca. 100 m³/h (Anlagen 107, 302 und 413). Der eingebaute Einzelraum-Ablüfter mit Zeitverzögerungsschaltung ist in der jeweiligen Nasszelle installiert.
a) Lüftungsanlage WC-Abluft
Gesamtluftmenge 1000 m³/h für die WC-Abluft. Das Gerät ist im 2. OG installiert und besteht aus dem Rohreinbauventilator mit dem erforderlichen Zubehör, einer Abluft-Sammelleitung und stufenweise schaltbar.
b) Lüftungsanlage Küche
Zuluftanlage: Gesamtzuluftmenge ca. 4300 m³/h für die Küche im 2. OG. Das Gerät ist im 1. OG, einem Zwischenpodest, installiert. Die Zuluftanlage versorgt auch die Vorraumbereiche und ermöglicht aus diesem Grunde eine mehrstufige Fahrweise. Eingestellt wird die Anlage über die gemessene Luftmengen und der zugehörigen Hz-Zahl am FU (immer im Unterdruckbetrieb).
Abluftanlage: Gesamtabluftmenge ca. 4000 m³/h für die Küche. Die Anlage ist auf dem Dach aufgestellt und besteht aus dem Dachventilator mit einem außerhalb der Luftströmung installiertem Motor und den erforderlichen Abluft-Sammelleitungen. Die Abluftanlage der Küche ist stufenschaltbar.
a) Lüftungsanlage Sozial- und Lagerräume
Gesamtluftmenge ca. 2800/3100 m³/h für die Sozial- und Lagerräume. Installationsort ist das 1.OG. Das Zentralgerät besteht aus der Zu- und Abluftanlage mit einer Wärmerückgewinnung (Kreuzstromwärmetauscher), einer Zuluftanlage mit Filter, Ventilator und Erhitzer, sowie der Abluftanlage mit Ventilator ohne eine Umlufteinrichtung.
b) Lüftungsanlage Desinfenktionshalle
Gesamtluftmenge ca. 2000 m³/h für die Anlage der Desinfektionshalle. Die Anlagen wurden auf dem Dach installiert. Die Abluftanlage besteht aus dem Dachventilator mit Zubehör, der Abluftsammelleitung mit eingebautem Sockelschalldämpfer.
a) Lüftungsanlage Werkstatträume
Gesamtluftmenge ca. 5400 m³/h für die Werkstatträume im Bereich Schlauch und Flaschen im EG. Die Zu- und Abluftanlage für den Bereich ist mit einem Kreislaufverbundsystem versehen. Ausgerüstet ist die Zuluftanlage mit Filter, einem Ventilator und Erhitzer. Die Abluftanlage mit einem Ventilator ohne Umluft.
Im Bereich der Vorreinigung ist eine Zu- und Abluft-Umschaltung installiert, die nach Betätigung des Spül-Abzuges auf höhere Stufe aufgeschaltet wird, damit die höhere Luftmenge beim Spülvorgang ausgeglichen werden kann.
b) Lüftungsanlage Wäscherei- und Umkleideräume
Gesamtluftmenge ca. 4300 m³/h für die Wäscherei- und Umkleideräume sowie die Lagerräume im EG und 1. OG. Aufstellungsort ist das 2.OG.
Das Zentralgerät besteht aus der Zu- und Abluftanlage mit einer Wärmerückgewinnung (Kreuzstromwärmetauscher). Die Zuluftanlage ist mit einem Filter, Ventilator und Erhitzer, die Abluftanlage mit dem Ventilator, keine Umluft, ausgestattet.
c) Lüftungsanlage Küche
Zuluftanlage: Gesamtluftmenge ca. 3700 m³/h für die Küche im 2.OG. Das Gerät ist im 2.OG an der Decke installiert. Das Gerät besteht aus Ventilator und Erhitzer mit entsprechendem Filter.
Abluftanlage: Gesamtluftmenge ca. 3900 m³/h für die Küche. Die Anlage ist auf dem Dach aufgestellt und besteht aus dem Dachventilator mit einem außerhalb der Luftströmung installiertem Motor und den erforderlichen Abluft-Sammelleitungen.
d) Lüftungsanlage Bettenspinde
Gesamtluftmenge ca. 1500 m³/h für die Bettenspinde im 2. OG. Die Abluftanlage besteht aus dem Dachventilator und den Abluftleitungen. Die Ansaugung erfolgt durch direkt das angeschlossene Abluftkanalnetz. Die Zuluft strömt über Dachansaugung und Wärmetauscher frei nach.
e) Lüftungsanlage O2-Flaschenfüllung
Gesamtluftmenge 300 m³/h für den O2-Faschenfüllungsraum im EG.
Die Abluftanlage besteht aus einem Dachventilator und den dazugehörigen Abluftsammelleitungen. Sie ist drehzahlgeregelt gesteuert und über eine Uhr und einem Not-Einschalter bedienbar.
f) Lüftungsanlage Kompressorraum
Gesamtluftmenge ca. 4500 m³/h für den Kompressorraum im EG. Die Abluftanlage besteht aus einem Kanaleinbauventilator mit Wetterschutzgitter und den erforderlichen Abluftleitungen, sowie der Außenluftansaugung welche aus einem Kanaleinbauventilator mit Wetterschutzgitter und dem Ausblaskanal mit erforderlichem Gitter besteht.
g) Lüftungsanlage Waschanlage
Gesamtluftmenge ca. 3000 m³/h für die Waschanlage im EG.
Die Abluftanlage besteht aus einem Dachventilator und den erforderlichen Abluftleitungen.
RWA-Anlagen
Die Rauchabführung aller Bereiche erfolgt durch Querlüftung über zu öffnende Fenster und Türen. Die Fahrzeughallen sowie die Kfz-Halle der Feuerwehr und die Hallen des Rettungsdienstes werden ohne Rauch- und Wärmeabzugsanlagen errichtet, da durch die großflächigen Hallentore im Brandfall große Wärmeabzugs- und Entrauchungs-Öffnungen geschaffen werden. Hierdurch wird die Brandbekämpfung im Vergleich zu geschlossenen Garagen erheblich erleichtert. Die auftretenden Abgasemissionen werden bei jedem Fahrzeug einzeln über die Abgasabsauganlage abgeführt.
Elektro- und
Sicherheitstechnik
Es wurde eine Sicherheitsstromversorgung über ein Notstromdieselaggregat entsprechend der VDE-Richtlinie 0108 installiert, an die auch Teile der für den Betrieb der Feuerwehr erforderlichen Einrichtungen, wie die Leittechnik, Alarmlicht usw. abgesichert sind.
Die Versorgung erfolgt teilredundant über eine stationäre NEA im UG FB 1 sowie über eine mobile NEA.
Die gesamten Gebäude erhalten eine Blitzschutzanlage nach den Anforderungen der VDE-0185-1.
Mit der ELA-Anlage können alle Personen innerhalb der Gebäude alarmiert werden. Die Meldung erfolgt über die Telefonanlage.
Die Alarmierungseinrichtung wird elektrisch betrieben und ist an die Ersatzstromquelle angeschlossen.
In einer Vielzahl von Räumen wurden funkvernetzte Rauchmelder installiert.
Unter Berücksichtigung der Brandentstehungsgefahr und des Brandpotentiales wurden in allen Bereichen Feuerlöscher, entsprechend der BGR 133, in ausreichender Zahl angebracht.
Im überwiegenden Teil der Werkstätten, Lager- und Fahrzeughallen kommen Feuerlöscher der Bauart „Pulverlöscher“ mit einem Löschinhalt von jeweils 12 kg zum Einsatz. In der Schreinerei und in den Spindräumen wurden Feuerlöscher als „Wasserlöscher“ mit einem Löschmittelinhalt von 9 l installiert.
Im Bereich der Büros, Sozial- und Ruheräumen wurden ausschließlich Wasserlöscher und in den Küchenbereichen für das Löschen von Fettbränden geeignete Feuerlöscher angebracht. In der Einsatzzentrale, in den EDV-Bereichen und in der Funkwerkstatt wurden Kohlendioxid-Feuerlöscher mit einem Löschinhalt von 5 kg deutlich sichtbar und griffbereit angebracht.
Brandschutzbetrachtungen
Für die Wache ist eine Löschwasserversorgung von 1600 l/min über einen Zeitraum von 2 h erforderlich. Öffentliche Hydranten mit ausreichender Dimensionierung befinden sich in unmittelbarer Nähe.
Entsprechend der Nutzung der Gebäude als Feuer- und Rettungswache waren Maßnahmen zur Löschwasserrückhaltung nicht erforderlich, da keine Stoffe in Mengen oberhalb der Grenzwerte nach Ziff. 2.1 LöRüRl gelagert werden.
Die WTG Leitstellentechnik hat in der Nachrichtenzentrale der Berufsfeuerwehr Ratingen das VoIP-Leitstellensystem „Euro Alert Plus“ installiert. Das System managt die gesamte Kommunikation der Nachrichtenzentrale, die integrierte Wachenalarmierung „Euro Alert Flex“ steuert die gesamte Haustechnik der Feuerwache.
Die Dienstleistungen der WTG Leitstellentechnik umfassten insgesamt:
Das VoIP-Leitstellensystem
Es ist besonders wichtig, dass Einsatzkräfte im Notfall schnell und zuverlässig Hilfe leisten können, denn oft kommt es auf Sekunden an. In den Leitstellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz, Werkfeuerwehren und Werkschutz laufen die Fäden zusammen. Leitstellensysteme der WTG sorgen dafür, dass in solchen Situationen die Alarmierung reibungslos abläuft und die Koordination optimiert wird. Die Anforderungen an die Leistung sind hoch: Kurze Reaktionszeiten und effektiver Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik sind Maßstab für Qualität und Geschwindigkeit, mit der eine Sicherheitszentrale auf einen Notfall reagieren kann.
Die WTG Leitstellentechnik bietet mit dem Produkt „Euro Alert Plus“ eine auf Voice-over-IP basierende Leitstellenlösung für alle notwendigen Kommunikationswege. Das System stellt eine umfassende Lösung für die Kommunikation in Leitstellen an. Durchgängig auf Voice-over-IP basierend wird die Kommunikation über analogen und digitalen Funk und alle weiteren Telekommunikationswege in einer einheitlichen Lösung integriert. „Euro Alert Plus“ besteht aus:
Das System ist für die Anschaltung des deutschen BOS-Digitalfunks (TETRA) gerüstet. Es sind bereits reale TETRA-Anschaltungen über E1/TCS-API und PEI in Betrieb.
Der Abfrageplatz „Euro Alert Plus“ besteht in der Regel aus folgenden Komponenten:
Die Komponenten werden wahlweise mit 230 VAC oder 12 VDC versorgt. Eine 48 VDC-versorgung erfolgt über Poe-fähige Netzwerkinfrastruktur (Power over Ethernet). Die Stromversorgungen können auch redundant ausgelegt werden.
Systemsteuerung für effiziente Bedienung
In Verbindung mit dem Selkom-Bridge-Client bildet der Media-Server die Steuersoftware und die Bedienoberfläche der „Euro Alert Plus“-Leitstellenlösung. Der Media-Server wandelt die in Voice-over-IP verpackten Sprachsignale in analoge Signale und steuert die angeschalteten Funktionsmodule. Der Selkom-Bridge-Client stellt die Bedienmasken dar und bildet
die Schnittstelle zwischen Operator/Bediener und den angeschalteten Kommunikationselementen.
Das Leitstellenmanagementsystem verfügt über Schnittstellen zu allen gängigen Herstellern von Leitstellenrechnern. Die WTG arbeitet seit Jahren erfolgreich mit den führenden Herstellern von Leitstellenrechnern zusammen und konnte so eine ganzheitliche Lösung nach den Anforderungen realisieren. Schnittstellen zu mehreren SPS-und ELA-Systemen sind ebenfalls verfügbar.
Zusammen mit „Euro Alert Flex“, der flexiblen Wachenalarmierung, konnten umfassende Lösungen für die Leitstelle realisiert werden. Die Bedienung und das Management
der notwendigen Kommunikation, die komfortable Steuerung von Haustechnik (ELA-Anlagen, Videosystemen, Gebäudetechnik etc.) in Leitstellen sowie die flexible Alarmierung von abgesetzten Feuerwachen sind von einem komfortablen „Euro Alert Plus“-Arbeitsplatz aus möglich. Ein Bestandteil von „Euro Alert Plus“ ist die flexible Wachalarmierung „Euro Alert Flex“. Egal ob örtliche Lautsprecherdurchsagen, Steuerung von Hallentoren, Beleuchtung, Schranken oder Ampelanlagen – sie managt die zentrale Alarmierung der Feuerwachen direkt von der Leitstelle aus. Für den täglichen Einsatz in Leitstellen oder zentralen Feuerwachen konzipiert, erlaubt „Euro Alert Flex“ eine flexible und sichere Steuerung der verschiedenen Techniken rund um die Infrastruktur von Feuerwachen.
Alarmsteuerung
auf den Punkt
Eine bedarfsgerechte, automatisierte Steuerung der Alarmierung in unterschiedlichen Ruheräumen der Feuerwache hilft dem Disponenten, im Einsatzfall schnell und sicher das richtige Personal zu alarmieren.
Die flexible Ruheraumbelegung dient einer effizienten Nutzung. Die Ruheräume werden fest einer Einsatzart oder Fahrzeugbesatzung zugeordnet. Dieser wird dann auch nur bei entsprechenden Alarmierungen angesprochen (ELA-Durchsagen, Alarmlicht).
Torsteuerung
Über einen zentral in der Leitstelle angeschalteten FMS-Auswerter können die FMS-statusabhängigen Schaltaktionen in den Wachen ausgeführt werden. Ein FMS-Auswerter pro Wache ist nicht mehr nötig.
Die Software-Komponenten
„Euro Alert Flex WAS“ – Wachenalarm-Server bildet die Basissoftware für die Leitstelle mit integrierter Schnittstelle zum ELR. „Euro Alert Flex WAC“ –
Wachenalarm-Client ist das Software-Paket für abgesetzte Feuerwehrwachen, das mit dem Wachenalarm-Server in der Leitstelle zusammenarbeitet und als Schnittstelle zur Steuerung von lokalen Funktionen und Komponenten fungiert.
Die Bausteine im Überblick
Hardware-Basis und Infrastruktur von „Euro Alert Flex“:
Facility Management
Die Feuerwehr Ratingen verbessert ihre Wirtschaftlichkeit durch möglichst hohe Eigenanteile bei der Unterhaltung und Wartung ihrer Liegenschaften. Dazu gehört die Wartung der Hackschnitzelheizung, der 43 Hallen- und Außentore und der Abgasabsauganlagen genauso wie die raumlufttechnischen Anlagen, die Gebäudetechnik und die klassischen handwerklichen Arbeiten. (Hier seidie Feuerlöschwerkstatt, Atemschutzwerkstatt, Wäscherei, die Funk- und Elektrowerkstatt, die Schlosserei und die Hydraulikwerkstatt genannt.)
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