Branddetektion im Hochregallager

Ansaugrauchmelder bieten optimale Brandfrüherkennung

Betreiber von Hochregallagern stellen hohe Anforderungen an die verbaute Brandschutzlösung, die folgende Schutzziele erfüllen muss: Lieferketten müssen erhalten bleiben, sensible Betriebsprozesse dürfen nicht gestört werden und letztlich muss Schaden von Mensch, Waren und Einrichtungen abgewehrt werden. Als Basis einer zuverlässigen Lösung dient eine frühestmögliche Branddetektion.

In Hochregallagern besteht aufgrund hoher Warendichte, leicht entzündlichen Verpackungsmaterials sowie des Betriebs elektrischer Anlagen eine erhöhte Brandgefahr. „Im Falle einer Entflammung sorgt der sogenannte Kamineffekt dafür, dass sich der Flammenbrand sehr rasch nach oben ausbreitet“, erklärt Dr. Oliver Linden, Experte der Wagner Group mit Sitz in Langenhagen bei Hannover. Durch die Strahlungswärme des entwickelten Brandes könne das Feuer wenig später auf benachbarte Regale überschlagen. Die Konsequenzen wären fatal: Rauchkontamination, Abbrand sowie Löschwasserschäden könnten zu immensem wirtschaftlichem Schaden bis hin zum Totalverlust von Lagergut und Infrastruktur führen. Neben den unmittelbaren Auswirkungen drohen in Folge eines Brandfalls auch immaterielle Schäden wie Verlust von Reputation, verpasste Marktchancen sowie der Verlust von Kunden.

Bei der Auswahl der geeigneten Brandmeldetechnik spielen neben der beschriebenen Brandgefahr die Vermeidung von Betriebsunterbrechungen sowie die Gesamtbetriebskosten eine entscheidende Rolle. „Titanus“-Ansaugrauchmelder wurden laut Experte Dr. Oliver Linden speziell daraufhin entwickelt, diese Anforderungen selbst bei schwierigen Umgebungsbedingungen in optimaler Weise zu erfüllen:

 

Zeitgewinn für eine sehr frühe Intervention

Geringste Rauchkonzentrationen reichen zur Alarmierung aus und ermöglichen den wertvollen Zeitgewinn für ein frühestmögliches Eingreifen. Brandereignisse können auf diese Weise meist in ihrer frühen Entstehungsphase entschärft werden, ohne die Bagatellgrenze zu überschreiten. Der Ansaugrauchmelder stellt dabei sicher, dass das Schutzniveau sogar bei sich allmählich verändernder Aerosolbelastung beibehalten wird.

 

Vermeidung von Betriebsunterbrechungen

Mit der Brandmustererkennung „Logic·Sens“ bietet das Brandfrüherkennungssystem ein Höchstmaß an Sicherheit gegen Täuschungsalarme und vermeidet so unnötige Betriebsunterbrechungen sowie Kosten für den Feuerwehreinsatz.

Die patentierte Luftstromüberwachung „Pipe·Guard“ sowie eine breite Zubehörpalette zur Anpassung des Ansaugrauchmelders auf nahezu jede Umgebungsbedingung sorgen für eine außerordentliche Störfestigkeit. Hierdurch entfällt die Notwendigkeit von Servicetätigkeiten am angeschlossenen Rohrsystem im Allgemeinen über die gesamte Lebensdauer.

Zudem bietet die Technologie des Ansaugrauchmelders den Vorteil, die Geräte ohne Betriebsunterbrechung an zentraler, gut erreichbarer Stelle warten zu können. Wie die Überwachung eines Hochregallagers mit „Titanus“-Ansaugrauchmeldern konkret aussieht, wird in Bild 2 deutlich.

 

Minimierung der Gesamtkosten

Das gesamte Konzept der Ansaugrauchmelder von Wagner ist in einzigartiger Weise auf die Minimierung der Gesamtkosten ausgerichtet: Der große Überwachungsbereich reduziert die notwendige Anzahl der Melder. Die Modularität von „Titanus“ erlaubt es, nur so viel Technologie einzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Der niedrige Stromverbrauch ermöglicht eine Pufferung der Ersatzenergieversorgung mit geringer Akkukapazität. Das Zubehör zur Anpassung auf die jeweiligen Umgebungsbedingungen schützt den Melder und verlängert damit die Lebensdauer. „Wartungsfreundlichkeit, Störfestigkeit und Täuschungsalarmsicherheit sorgen für entscheidende Vorteile hinsichtlich Wartungsaufwand, notwendiger Betriebsunterbrechungen sowie Instandhaltungskosten“, erklärt Dr. Oliver Linden.

In Tiefkühllagern bis -40 °C ermöglicht der Ansaugrauchmelder zudem den Betrieb innerhalb des Lagers, sodass die isolierende Wand für Rohrdurchführungen nicht, wie sonst üblich, durchbohrt werden muss. Durch Verzicht auf ein nach außen geführtes Ansaugrohr ist eine Beeinträchtigung der Funktion durch Bildung von Kondenswasser prinzipiell ausgeschlossen. „Die aus diesen Gründen üblichen technischen Maßnahmen sowie Instandhaltungsaufwände entfallen daher bei ,Titanus‘ grundsätzlich. Darüber hinaus werden Vereisungen der Ansaugöffnungen mittels Einspeisung von Druckluft in das Rohrnetz energiesparend vermieden“, so der Wagner-Experte.

 

Fazit

Ansaugrauchmelder bieten zuverlässig eine frühestmögliche Branddetektion. Darüber hinaus bildet das System zur Brandfrüherkennung die Basis für ganzheitliche Brandschutzlösungen mit aktiver Brandvermeidung. Eine solche Lösung realisiert Wagner mit dem VdS-anerkannten Brandvermeidungssystem „OxyReduct“. Dieses generiert Stickstoff aus der Umgebungsluft und führt diesen in den Schutzbereich ein. Dadurch wird dort der Sauerstoffgehalt auf ein zuvor definiertes Sauerstoffniveau unterhalb der Entzündungsgrenze der kritischsten Materialien gesenkt und kontinuierlich auf diesem Level gehalten.

„Eine Brandentwicklung oder Brandausbreitung kann durch die Kombination aus Brandfrüherkennung und Sauerstoffreduzierung fast vollständig ausgeschlossen werden – für ein Höchstmaß an Schutz für Hochregallager und dessen Betreiber“, fasst Dr. Oliver Linden abschließend zusammen.

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