Temporäre Stromlösungen können Europas Netze stabilisieren
09.06.2026
Ein neues Whitepaper von Aggreko analysiert Engpässe in europäischen Stromnetzen.
Bild: Aggreko
Aggreko, weltweit tätiger Spezialist für Energielösungen und Temperaturregelung, hat ein neues Whitepaper aufgelegt mit dem Titel „Stromnetze zukunftsfähig gestalten - Wie flexible Energielösungen die Netzstabilität und Versorgungssicherheit in Europa stärken“. Darin wird aufgezeigt, wie schwierig die Situation in Europa in Sachen Netzausbau derzeit ist und wie mobile, flexible Energielösungen Netzengpässe reduzieren und die Versorgung sichern können.
Engpässe bremsen Europas Energiewende
Für den Erfolg der Energiewende braucht Europa leistungsfähige Stromnetze. Das knapp 30 Seiten lange Whitepaper von Aggreko beleuchtet die strukturellen Herausforderungen, denen sich die europäischen Stromnetze angesichts von Energiewende und Dekarbonisierung gegenübersehen. So bleiben dem Whitepaper zufolge Engpässe und Verzögerungen bei der Netzanbindung zwei der größten strukturellen Hindernisse.
Temporäre Energielösungen können Netzengpässe überbrücken und die Stromversorgung stabilisieren.
Bild: Aggreko
Derzeit stecken in 16 europäischen Ländern rund 1.700 GW an Projekten im Bereich erneuerbare Energien in Netzwarteschlangen, während die Einspeisebeschränkungen bis 2040 auf bis zu 310 TWh pro Jahr ansteigen könnten, sollten die Engpässe bestehen bleiben.
Vom zentralen zum dezentralen Netz
Das Whitepaper zeigt auch, dass Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber künftig enger zusammenarbeiten müssen. Dezentrale Strukturen auf Basis erneuerbarer Energien werden zur neuen Realität. Dieser Wandel erfordere hohe Investitionen. Nötig sind die Modernisierung bestehender Anlagen, der Ausbau von Leitungen und ein Umbau der Netze, die ursprünglich für zentrale Großkraftwerke ausgelegt waren.
Temporäre Lösungen überbrücken Engpässe
Zudem unterstreicht der Bericht die Rolle temporärer Stromlösungen. Sie helfen, Engpässe in der Energieversorgung zu überbrücken. Dazu zählen Ausgleichsstrom, Überbrückungsstrom, saisonale Zusatzversorgung und Notstrom.
Ingo Rose, Geschäftsführer für Nordeuropa bei Aggreko.
Bild: Aggreko
Ingo Rose, Geschäftsführer für Nordeuropa bei Aggreko, erklärt hierzu: „Europas Pläne zur Modernisierung der Stromnetze sind dringend und komplex. Der Übergang zu einem dezentralen, von erneuerbaren Energien geprägten System erfordert Zusammenarbeit, Investitionen und Fachwissen vor Ort. Nur so lassen sich Projekte vorantreiben, während gleichzeitig neue Kapazitäten entstehen. Diese Veränderungen sind entscheidend für Sicherheit, Resilienz und Dekarbonisierung. Sie bringen aber auch praktische Herausforderungen mit sich. In den kommenden Jahrzehnten wird für alle Bereiche der Energiewende viel zuverlässige Energie benötigt. Erfolgreich werden vor allem die Projekte sein, die Zugang zu den richtigen Anlagen und dem nötigen Know-how haben.“
Das neue Whitepaper „Stromnetze zukunftsfähig gestalten“ können Sie unter diesem Link kostenfrei herunterladen.
