Wo Design auf rauen Schulalltag trifft
Sanierung der Sanitäranlagen in Mendener GrundschuleDie Sanitärbereiche vieler Schulen haben oftmals Jahrzehnte auf dem Buckel und befinden sich in einem entsprechenden Zustand. So auch in der Bischof-von-Ketteler-Grundschule im sauerländischen Menden. Nach dreimonatiger Planungsphase konnte Anfang 2011 innerhalb von vier Monaten eine Grundsanierung der Turnhalle und des Sanitärbereichs vorgenommen werden. Neben der energetischen Sanierung wurden in der Sporthalle auch die Duschanlagen und der Hausmeisterraum, sowie die Sanitäranlagen in der Grundschule erneuert.
Qualität als Standard
Die Turnhalle wird mit ihren knapp 650 m² sowohl von drei ortsansässigen Vereinen als auch von den fünf Schulklassen der Grundschule täglich genutzt. Mit einem Alter von knapp 40 Jahren war eine entsprechende Renovierung fällig. Oft wird dabei dem Planungsgedanken, Sanitärräume mit Armaturen auf hohem technischem Niveau auszustatten, das Kostenargument entgegengehalten. Allerdings stehen der Höhe der Investitionskosten die Argumente Wassereinsparung, Robustheit und geringerer Wartungsaufwand gegenüber. „Was die verwendeten Produkte angeht, haben wir uns auf einen gewissen Standard geeinigt, den wir in allen Mendener Schulen anwenden möchten“, so Anja Unglaube vom Immobilienservice Menden (ISM). Nach Analyse aller Gegebenheiten empfahl der Planer Dipl.-Ing. Michael Heering vom ortsansässigen Planungsbüro Heering der Stadt Armaturen und ein elektronisches Steuerungssystem der Rada Armaturen GmbH.
Die Stadt Menden als Bauherr war mit der Wahl der Produkte zufrieden. „Uns kam es vor allem auf Vandalismusbeständigkeit und Qualität an. Zudem war uns die regelmäßige thermische Desinfektion, um mögliches Legionellenwachstum zu bekämpfen, wichtig“, erläutert Anja Unglaube.
Auch Planer Michael Heering greift nach guten Erfahrungen schon seit vielen Jahren auf Armaturen von Rada zurück. „Aus Planersicht spielten die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Produkte eine große Rolle“, erläutert Michael Heering. „Bei den Duschpaneelen mit GFK-Schalen hat uns auch die Optik gefallen“, fügt der Ingenieur hinzu. Das Ingenieurbüro arbeitet bereits seit mehr als 25 Jahren mit der Stadt Menden zusammen. Aus diesem Grund vertraute Anja Unglaube dem Urteil des Planers.Dabei sind die Herausforderungen einer Grundschule vielfältig. Verschiedene Richtlinien (wie z. B. VDI Richtlinie 6000 oder DIN EN 806-2:2005-06) und Empfehlungen schreiben vor, wie Sanitäranlagen in öffentlichen Räumen und insbesondere in Schulen eingerichtet sein müssen. Sie sehen neben einer ausreichenden Anzahl an Sanitärobjekten auch robuste und vor Diebstahl geschützte Einrichtungen vor, die bestimmten Hygienestandards entsprechen. Darüber hinaus soll die Ausstattung funktionstüchtig und visuell ansprechend sein. Durch robuste Anlagen werden die Wartungs- und damit auch die Ausfallzeiten und deren Kosten auf ein Minimum reduziert. Sanitärbereiche in Schulen sind vor allem zu Stoßzeiten in den Pausen besonders hoch frequentiert. Deshalb wird eine Ausstattung benötigt, die diesem Ansturm von Schülern standhält.
Duschpaneele als Komplettlösung
Eine solide Komplettlösung für Duschanlagen in öffentlichen Sporthallen stellen Paneele dar. Bei diesen sind Selbstschlussarmatur, Wasserführung und Duschkopf weitgehend vandalensicher integriert. Durch den automatisch endenden Wasserlauf wird unnötiger Wasserverbrauch vermieden. Die Duschpaneele vom Typ „VA 2“ in der Turnhalle der Bischof-von-Ketteler-Schule haben als Sonderausstattung eine farbige Schale aus Glasfaserverbundwerkstoff (GFK). Diese weist eine besonders hohe Bruch- und Schlagfestigkeit auf. Die Gelcoat-Beschichtung in dunkelblau verleiht dem Duschelement eine glatte und optisch ansprechende Oberfläche, die sich sehr einfach reinigen lässt. Die Kanten der Paneele sind abgerundet, um die Benutzer vor Verletzungen zu schützen. Zusätzlich gibt es eine integrierte Ablage für Shampoo. Eine Besonderheit wurde im Hausmeisterraum der Sporthalle eingebaut: Die „Rada Sense“-Armatur verspricht als vollelektronische sensorgestützte Armatur eine optimale Hygiene, hohen Bedienkomfort sowie Energie- und Wasserersparnis. Eine Annäherung an den Sensor genügt, um den Wasserfluss zu starten und die Temperatur einzustellen. Entsprechend einer durch eine Bedienungssoftware programmierten Laufzeit stoppt der Wasserfluss automatisch. Um Verbrühungen zu vermeiden, lässt sich eine Maximaltemperatur einstellen. Die Armatur hat zudem die Aufgabe, eine Wasserstagnation im Wassersystem der Sporthalle zu vermeiden. „Über diese Entnahmestelle wird eine zeit- und nutzungsabhängige Spülung des als Ringleitung verlegten Trinkwassersystems gewährleistet“, erläutert Michael Heering.
Für die Steuerung der Urinale und Waschtische wurde ein „Rada Pulse“-System installiert. Das elektronische Steuerungssystem für Sanitäranlagen mit bis zu zehn Entnahmeplätzen ist für den Gebrauch in öffentlichen Einrichtungen geeignet, da es sich durch eine hohe Vandalismusbeständigkeit auszeichnet. Die einfache Programmierung erfolgt über einen Handprogrammierer. Die Spülung der Urinale wird durch einen berührungslosen Infrarotsensor betätigt. Das führt zu einer verbesserten Hygiene im Sanitärbereich. Die sekundengenaue Einstellung der Wasserlaufzeit an den Urinalen und den Waschtischen trägt zur Senkung des Wasserverbrauchs bei.
Fazit
Die Sanierung der Bischof-von-Ketteler-Schule ist ein Beispiel dafür, wie sowohl unter energetischen als auch unter kindgerechten Aspekten Funktionalität mit Design verbunden werden kann. Und so ziehen Bauherr und Planer ein positives Resümee: „Die ausgewählten Bauteile sind betriebssicher und für den manchmal auch rauen Schulalltag geeignet.“⇥n
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