Sanitärausstattung im Bürogebäude
Vorgaben und Hinweise für ArbeitsstättenWaschraum und WC gelten als Aushängeschilder eines Unternehmens und sollten daher nicht nur stets sauber und gepflegt, sondern auch entsprechend gestaltet sein. Dies ist sowohl für Firmenbesucher als auch die eigenen Mitarbeiter wichtig. Daher sollten die Sanitäranlagen in Bürogebäuden nicht nur robust, sondern auch hygienefreundlich und wartungsarm sein. Es gibt allerdings auch noch einige weitere Punkte zu berücksichtigen.
Bürogebäude sind Arbeitsstätten. Für die Einrichtung von Arbeitsstätten gibt die Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV) Vorgaben, deren Hauptziele die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sind. Konkretisiert werden die Vorgaben in den Technischen Regeln der Arbeitsstätten (ASR). Diese geben Unternehmen praktische Regeln an die Hand, wie eine Umsetzung der Vorgaben erfolgen kann und soll. Auch Sanitärräume in Arbeitsstätten müssen gewisse Voraussetzungen erfolgen, die in § 6 Absatz 2 ArbStättV festgehalten und in der ASR A4.1 konkretisiert werden.
Neben Begriffsbestimmungen...
Bürogebäude sind Arbeitsstätten. Für die Einrichtung von Arbeitsstätten gibt die Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV) Vorgaben, deren Hauptziele die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sind. Konkretisiert werden die Vorgaben in den Technischen Regeln der Arbeitsstätten (ASR). Diese geben Unternehmen praktische Regeln an die Hand, wie eine Umsetzung der Vorgaben erfolgen kann und soll. Auch Sanitärräume in Arbeitsstätten müssen gewisse Voraussetzungen erfolgen, die in § 6 Absatz 2 ArbStättV festgehalten und in der ASR A4.1 konkretisiert werden.
Neben Begriffsbestimmungen werden Verknüpfungen zu den Vorgaben bezüglich Beleuchtung in der ASR A3.4 und der Raumtemperatur in der ASR A3.5 hergestellt.
Raumtemperaturen
Auch für Sanitärräume gilt die Vorgabe, dass dort gesundheitlich zuträgliche Raumtemperaturen herrschen müssen. Neben Mindesttemperaturen von 19 °C, die in der Regel eingehalten werden, betrifft dies auch die Höchsttemperaturen. So sind Arbeitgeber angehalten, besondere Empfehlungen umzusetzen, wenn die Raumtemperaturen durch Sonneneinstrahlung 26 °C überschreiten. Zwar sind viele Toilettenräume innenliegend eingerichtet, dennoch ist bei einem Sommer, wie dem im Jahr 2018, wenn keine Klimatisierung erfolgt, durchaus mit hohen Raumtemperaturen zu rechnen. Die Umsetzung von Vorschlägen zur Verminderung der Raumtemperatur ist nicht mehr optional, wenn diese auf 30 °C ansteigt. Dann müssen effektive Maßnahmen ergriffen werden. Werden Raumtemperaturen von 35 °C überschritten, ist der Raum nicht mehr als Arbeitsraum zu gebrauchen. Allerdings betrifft dies dann selten einen Raum allein. Generell sind dann in einem Bürogebäude wohl aktive Maßnahmen notwendig.
Lüftung
In der ASR A4.1 gibt es konkrete Vorgaben zur Lüftung mit vorgegebenem freien Querschnitt der Lüftungsöffnung/en je Sanitäreinrichtung. Lüftungstechnische Anlagen sind so auszulegen, dass ein Abluftvolumenstrom von 11 m3/(h ∙ m2) erreicht wird. Selbstverständlich darf die Abluft aus Toilettenräumen nicht in andere Räume gelangen. Unterstützend können hier moderne WCs dienen, die über eine eigene Absaugung verfügen. Hier bieten sich Abluftanlagen an, die – wie auch die Beleuchtung – über Bewegungsmelder angesteuert werden können.
Auslegung und Ausstattung
Für die Auslegung eines Sanitärraums mit WC-Anlagen wird die Mitarbeiterzahl herangezogen. Hierfür gibt es in Tabelle 2 der ASR A4.1 konkrete Angaben. Konkrete Vorgaben gibt es auch für Abmessungen, Bewegungsflächen und Ausstattung.
Um sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Kunden einen guten Eindruck zu hinterlassen, sollten die Räume mehr als einmal am Tag gereinigt und zudem Wert auf eine hochwertige Ausstattung gelegt werden. So bieten sich insbesondere in größeren Bürogebäuden berührungslos nutzbare Armaturen an. Diese unterstützen Hygieneaspekte, sind langlebig und robust gehalten.
Für die Armaturen an den Waschbecken stehen üblicherweise Kalt- und Warmwasser zur Verfügung. Dabei empfiehlt sich meist die Anbindung mit Kaltwasser und, aus hygienischen Gründen sowie Energiesparaspekten, die Warmwasserbereitung per Durchlauferhitzer. Hier sind berührungslose Armaturen die Wahl.
Auch bei fest installierten Accessoires wie Handtuch- und Seifenspendern oder Abfalleimern lohnt es sich, auf eine Qualitätsausstattung zu setzen. Denn auch hier sorgen langlebige und robuste Produkte dafür, dass die Sanitärräume leichter zu pflegen sind und somit lange Zeit ihre Aufgabe erfüllen können.
Bei Urinalen bietet sich ebenfalls eine berührungslose Steuerung an, die sowohl der Hygiene als auch der Wasserersparnis dient. Ähnliches gilt für WCs. Aus Wasserspareffekten bietet sich hier eine Zwei-Mengen-Spültechnik an. Für das Reinigungspersonal ist es von Vorteil, wenn eine Wand-WC-Variante genutzt wird, die ein Wischen unter dem WC erlaubt.
Die hochwertigen WCs der „Cube“-Keramiklinie von Grohe beispielsweise verfügen über eine randlose Spültechnologie und einen WC-Sitz, der sich sanft sowie leise schließt und leicht vom WC lösen lässt. Die kraftvolle „Triple Vortex“-Spülung erzeugt durch drei Wasserzuläufe einen Strudel, der das komplette Innenbecken optimal reinigt. Die antibakterielle Hygienebeschichtung „PureGuard“ verhindert aufgrund spezieller Ionen ein Bakterienwachstum auf der Keramikoberfläche. Dies erleichtert dem Reinigungspersonal die Arbeit.
Die Vernetzung kommt
Zunehmend werden die technischen Einrichtungen miteinander vernetzt. Dies bietet Vorteile bei der Steuerung und der Wartung. So können Anlagen ihren (anstehenden) Ausfall an ein Leitsystem weiterleiten, defekte Spülungen sich melden, bevor Wasser ungenutzt verschwendet wird, oder auch Hygienespülungen in Urlaubszeiten bzw. an Wochenenden automatisiert veranlasst werden. Dabei sind der Fantasie für weitere Funktionen keine Grenzen gesetzt. So könnte etwa das Reinigungspersonal künftig per App mitteilen, welche Räume wann geputzt wurden.
Fazit
Mit einer guten Planung, der Berücksichtigung der entsprechenden Vorgaben und dem Willen einer guten Umsetzung mit hochwertigen, langlebigen Produkten können die Sanitärräume in einem Bürogebäude zu einem Aushängeschild eines Unternehmens werden.
Quelle
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