Problemlos montiert

Duscharmaturen für Flüchtlingsunterkünfte

Die Unterbringung von Flüchtlingen beschäftigte Kommunen im vergangenen Jahr in besonderer Weise. In Stuttgart etwa wurden gleich mehrere Gebäude errichtet, die für eine angemessene Unterbringung sorgen sollten. Dafür wurde Wert darauf gelegt, dass die Gebäude nicht nur rasch erstellt werden konnten, sondern die Haustechnik und insbesondere die Sanitärräume modernen Ansprüchen genügen.

Rasche Baufortschritte

Die Stadt Stuttgart stellte sich im vergangenen Jahr der Herausforderung, die Flüchtlinge in ihrem Verantwortungsbereich angemessen unterzubringen. Dies geschah zusammen mit dem Bauunternehmen Züblin, das als Planer und Generalunternehmer fungierte. So wurden in verschiedenen Bezirken der Stadt Bauten fertiggestellt, u.a. zwei zweigeschossige Gebäude an der Leypoldtstraße. 

Bei diesem Objekt wurden die tragenden Wände sowie die Decken mit Hilfe von Halbbetonfertigteilen gebaut. Die Innenwände hat man als Trockenbaukonstruktion erstellt. Die Fenster wurden nachträglich...

Rasche Baufortschritte

Die Stadt Stuttgart stellte sich im vergangenen Jahr der Herausforderung, die Flüchtlinge in ihrem Verantwortungsbereich angemessen unterzubringen. Dies geschah zusammen mit dem Bauunternehmen Züblin, das als Planer und Generalunternehmer fungierte. So wurden in verschiedenen Bezirken der Stadt Bauten fertiggestellt, u.a. zwei zweigeschossige Gebäude an der Leypoldtstraße. 

Bei diesem Objekt wurden die tragenden Wände sowie die Decken mit Hilfe von Halbbetonfertigteilen gebaut. Die Innenwände hat man als Trockenbaukonstruktion erstellt. Die Fenster wurden nachträglich eingebaut, wobei auf der Straßenseite Material der Schallschutzklasse 3 zum Einsatz kam, ansonsten wurde eine Zweifachverglasung genutzt. Der Standard im Wohnungsbau wurde eingehalten und die Gebäude jeweils nach dem zum Zeitpunkt des Baugesuchs aktuellen EnEV-Standard erstellt. Der Rohbau stand bereits nach knapp zwei Monaten. Geplant ist die Nutzung der Unterkunft für eine Dauer von fünf Jahren, für diesen Zeitraum gibt es eine Baugenehmigung.

Details der Gebäude 

Die Grundfläche eines Gebäudes beträgt jeweils 482,6 m², wobei insgesamt maximal 156 Plätze in 52 Zimmern vorhanden sind. Die Zimmer in der Größe von ca. 14 m² können mit bis zu drei Personen belegt werden. Zwischentüren zu Nachbarzimmern gewährleisten, dass auch Familien in zusammenhängenden Einheiten untergebracht werden können. Auf beiden Etagen befinden sich je zwei Gemeinschaftsküchen sowie vier Sanitärräume, in denen sich Kabinen mit Dusche, Waschbecken bzw. WC befinden. Die Wohnräume verfügen über Linoleumböden und tapezierte Wände, im Sanitärbereich wurden die Wände raumhoch verfliest. In einem der Gebäude hat man im Erdgeschoss einen Waschmaschinen- und ein Lagerraum eingerichtet, darüber hinaus wurden Büros und zwei Gemeinschaftsräume errichtet. Das andere Gebäude ist ein reines Wohnhaus. Ergänzt wird die Ausstattung mit Außenanlagen, u.a. mit Stellplätzen für Fahrräder, Spielplatz und Kinderwagenboxen.


Zeitgemäße Haustechnik

Bauherr und Planer sahen für die Gebäude die Versorgung mit Brennwerttechnik vor, allerdings nur für die Beheizung. Zum Einsatz kamen zwei Wärmeerzeuger „Calenta“ mit 25 kW von Remeha. Damit ist eine effiziente, am Bedarf orientierte Erwärmung sichergestellt.

Die Warmwasserversorgung erfolgt dezentral über elektrische Durchlauferhitzer. Dies ist im Hinblick auf die Hygiene die bessere Alternative im Vergleich zur Versorgung über die Heizungsanlage, vor allem im Hinblick auf den Schutz vor Legionellen. Die Waschbecken, die sich im Vorraum zu den Toiletten bzw. in abschließbaren Kabinen befinden, sind mit Einhebelmischern ausgestattet. Hier hat man keine Selbstschluss-Armaturen vorgesehen. In den Duschkabinen, die mit Platz zum Umkleiden versehen sind, wurden flache Duschtassen installiert, auf denen dreiteilige Kunststoff-Schiebetüren aufsitzen. Im Erdgeschoss wurde in beiden Gebäuden jeweils eine barrierefreie Dusche eingebaut, wobei die Größe eines solchen Sanitärraums mit WC und Waschbecken ca. 6,2 m² beträgt.


Duscharmaturen

Die Bewohner der beiden Gebäude finden Duschkabinen vor, die mit Thermostat-Selbstschlussmischern aus dem Hause Benkiser ausgestattet sind. Das Unternehmen aus Burglengenfeld hat sich auf die sanitäre Ausstattung vor allem öffentlicher und halböffentlicher Objekte spezialisiert. Die als Modell 193 bekannte Armatur weist gleich mehrere Pluspunkte auf: Erstens wird durch die Selbstschlussfunktion Wasser gespart. Ohne auf unterschiedliche Anwendungsgewohnheiten einzugehen, kann durch den Einsatz der Selbstschluss-Technik von einem um ca. 50 % geringerem Wasserverbrauch gegenüber einer Verwendung von Standardarmaturen ausgegangen werden. Die Laufzeit lässt sich stufenlos zwischen 10 und 40 s wählen. Zweitens verfügt sie über einen Schutz vor Verbrühungen. Wenn auf der linken Seite die Wassertemperatur eingestellt wird – zwischen 17 und 42 °C –, kommt der Verbrühschutz mit Sicherheitssperre zum Tragen.

Des Weiteren ist eine solche Armatur mit der „B’Cool“-Funktion ausgestattet. Diese Eigenschaft bewirkt, dass sich die Oberfläche weniger erwärmt. Das gelingt durch eine intelligente Wasserführung im Innern der Armatur. Rechts befindet sich der Druckknopf, um den Wasserfluss auszulösen. Er ist groß und leichtgängig, daher kann er mit wenig Kraftaufwand auch von Kindern bedient werden. Die Benkiser-Technik garantiert eine leichte Auslösung auch bei höherem Wasserdruck.

Ergänzt werden die Vorteile des Thermostat-Selbstschlussmischers um weitere Punkte: Die Armatur ist eigensicher durch Rückflussverhinderung und verfügt über Schmutzsiebe und Vorabsperrungen an den Wandanschlüssen. Die thermische Desinfektion wird manuell durchgeführt.

Praktisch sind auch die Anschlussmöglichkeiten: Benkiser kann die Armatur sowohl mit einem ½- als auch einem ¾-Abgang ausstatten, wahlweise oben oder unten. Auf diese Weise passt die Armatur zu Kopfbrausen und Brause-Sets ebenso wie zu Standbrausen. Damit bietet das Modell 193 vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Für die Gebäude in der Leypoldtstraße entschied man sich für die Kombination mit Brause-Sets, da dies eine einfache, flexible Nutzung ermöglicht. Die Entscheidung zugunsten des Benkiser-Modells fiel nicht zuletzt wegen seiner robusten Bauweise und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Auf die hochwertige Thermostat-Kartusche gewährt der Hersteller fünf Jahre Garantie. Bei Bedarf können Ersatzteile wie die Druckknopfgarnitur oder der Drehknopf geliefert werden.


Rasche Montage

Die Montage der Sanitärausstattung lag in den Händen der Firma Heima GmbH, die den Benkiser-Armaturen eine problemlose Montage attestierte. Durch die zügige Bauabwicklung konnten auch die Sanitärobjekte und die Armaturen im Zeitplan installiert werden. Die Brause-Selbstschlussmischer wurden in der Aufputzausführung mit einem Brause-Set eingebaut. Die Kalt- bzw. Warmwasseranschlüsse sind mit glatten, leicht zu reinigenden Rosetten abgedeckt. Mit den so ausgestatteten Sanitärräumen finden die Bewohner, die seit Frühsommer 2016 in die Gebäude an der Leypoldtstraße eingezogen sind, gute Wohn- und Lebensbedingungen vor.

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