Legionellenvorsorge im Tennisclub

Trinkwasserhygiene im Duschbereich

Öffentliche und halböffentliche Gebäude, damit insbesondere auch Sportanlagen, geraten immer wieder mit Meldungen über Legionellenbefall in die Schlagzeilen. Häufig mussten aufgrund von bakteriellen Untersuchungen des Trinkwassers oder wegen bereits akuter Krankheitsfälle unter den Besuchern komplette Anlagen geschlossen werden.

Da der Vorstand des renommierten Grossflottbeker Tennis-, Hockey- und Golfclubs – kurz GTHGC in Hamburg – als Betreiber der Sanitäranlagen gegenüber seinen Vereinsmitgliedern auch in der Verantwortung steht, Maßnahmen zur Erhaltung einwandfreien Trinkwassers und damit ebenfalls zur Erhaltung der Gesundheit zu unternehmen, sah sich der Verein in der Pflicht, sich aktiv mit dem Thema der Trinkwasserhygiene auseinander zu setzen.

Legionellenvorsorge ist Gesundheitsvorsorge

Umfangreiche Informationen wurden seitens des Vorstandes gesammelt, Experten wurden zu Rate gezogen. Schnell war klar, dass...

Da der Vorstand des renommierten Grossflottbeker Tennis-, Hockey- und Golfclubs – kurz GTHGC in Hamburg – als Betreiber der Sanitäranlagen gegenüber seinen Vereinsmitgliedern auch in der Verantwortung steht, Maßnahmen zur Erhaltung einwandfreien Trinkwassers und damit ebenfalls zur Erhaltung der Gesundheit zu unternehmen, sah sich der Verein in der Pflicht, sich aktiv mit dem Thema der Trinkwasserhygiene auseinander zu setzen.

Legionellenvorsorge ist Gesundheitsvorsorge

Umfangreiche Informationen wurden seitens des Vorstandes gesammelt, Experten wurden zu Rate gezogen. Schnell war klar, dass nicht zuletzt auch auf Grund der eindeutigen Gesetzeslage (Trinkwasserverordnung, Empfehlungen des Bundesumweltamtes) etwas geschehen muss. Die ohnehin anstehende Sanierung der Duschanlagen innerhalb der Tennishalle wurde daher genutzt, ein effizientes Konzept der Trinkwasserhygiene und wirksamen Legionellenvorsorge umzusetzen.

 

Sanierung zum Wohle der Club-Mitglieder 

Da die bereits über 20 Jahre alte Tennishalle mit ebenso überalterten Duschanlagen längst einen Renovierungsanlass gab, trat der Verein im Herbst 2010 an einen Experten der Trinkwasserhygiene heran: an das Unternehmen Kuhfuss, Spezialist für öffentliche Sanitäranlagen und kompetent in effektiven Maßnahmen der Trinkwasserhygiene.

Zunächst sorgte Kuhfuss dafür, dass die Hamburger Wasserwerke bakterielle Untersuchungen innerhalb der Hausinstallation vornahmen. Immerhin führten bislang über 200 m lange Wasserleitungen zu den Duschen, die Rohre waren veraltet, die Isolierung nicht vom Besten, und der lange Weg birgt das Risiko von Stagnationen im Leitungssystem.

Doch konnte dem Verein mit den Wasser­unter­suchungen bereits die erste Sorge ge­nommen werden, dass es in den vorhande­nen Leitungen bislang zu Legionellen ge­kom­men ist. Auch, wenn das System schon eini­ge Jahr­zehnte auf dem Buckel hat, war die Qualität des Trinkwassers ein­wand­frei.

Dennoch, alarmiert durch zahlreiche Fälle aus dem öffentlichen Sanitärbereich, wollte man sich seitens des Vereins nicht auf diese glückliche Situation verlassen, ohne weitere vorsorgliche Maßnahmen den Sanitärbereich in Zukunft zu betreiben. Zumal es offensichtliche Risiken gab.

Außerdem mahnen Experten der Hygieneinstitute immer wieder an, dass es gerade in Folge von Sanierungen anschließend zu Legionellen im Leitungssystem kommen kann. Dies kann zum einen daran liegen, dass während der Sanierung das Wasser in den Leitungen längere Zeit steht und damit Biofilme (die Nahrung und Keimherde der Legionellen) anwachsen können.

Zum anderen kann oft nicht komplett ausgeschlossen werden, dass z. B. bei Sanierungen des Leitungssystems kontaminierte Komponenten eingebaut werden. Aus diesem Grunde war die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Spezialisten der Trinkwasserhygiene umso dringlicher.

Mit der Marke Kuhfuss (www.kuhfuss-sanitaer.de) bot sich ein Partner an, der sich in der Trinkwasserhygiene einen guten Ruf erworben hat und hohe Erfahrungswerte vorweisen konnte und nicht zuletzt den Vorteil eines abgestimmten Lösungskonzepts vor und hinter der Wand bietet.

Die Duschbereiche – Mit aufrüstbarem Schutz vor Legionellen

Die vier Damen- und vier Herrenduschen innerhalb der Tennishalle wurden dazu mit Duschelementen von Kuhfuss ausgestattet.Der Besucher wird auf den ersten Blick zunächst nur zeitgemäße, ästhetische Brauseelementen erwarten, die die Bedienung vereinfachen. Hier geht es nicht nur um einen ansprechenden Blickfang. Was der Nutzer nicht sieht, ist die moderne Trinkwassertechnologie hinter den revisionsfähigen Elementen.

Effizient vom ersten Schritt an

Die Duschelemente „M Line Plus“ ausgestattet mit Piezotaster und Thermostat, bieten das erfolgreiche Konzept modular aufrüstbarer Maßnahmen der Trinkwasserhygiene. Was heißt das in der Praxis? Da sich nach der Untersuchung durch die Wasserwerke Hamburg herausstellte, dass bislang noch keine Legionellen im Leitungssystem vorhanden waren, empfahl das Unternehmen Kuhfuss eine Lösung der Trinkwasserhygiene, die – auf die Situation abgestimmt – zunächst mit den einfachsten, aber durchaus effizienten Maßnahmen der Legionellenprophylaxe arbeitet. Eine der grundsätzlich effektivsten Maßnahmen bietet ein System der automatischen Hygienespülung. Die Hygienespülungen vermeiden Stillstandszonen z. B. an wenig oder nur intervallmäßig genutzten Zapfstellen. Auf diese Weise wird die Verkeimungsgefahr minimiert.

Die zusätzliche Ausstattung des Duschelementes mit dem Brausekopf „AeroStop“ sorgt dank moderner Rotationstechnologie für eine besonders reduzierte Aerosolbildung beim Duschen.

 

Einfache und kosten­sparende Maßnahmen

Mit den geschilderten Maßnahmen wurde bereits ein für die meisten Fälle ausreichender, effizienterSchutz gegen Legionellen umgesetzt. Allerdings kann dank des Duschelements der Duschbereich für weitere Maßnahmen innerhalb einer Armatur, und zwar ohne baulichen Zusatzaufwand, aufgerüstet werden.

Da das Duschelement mit ei­nem weiteren Magnetventil aus­gestattet werden kann, kann ohne weiteres im Fall eines erhöh­ten Risikos die Armatur für die thermische Behandlung aufgerüstet werden.

Durch einen integrierten Bypass ist außerdem die Grundlage für eine automatische thermische Behandlung auch bei den Thermostatarmaturen geschaffen. Lediglich ein Leerrohr für eine Stromleitung musste vorgesehen werden, um im späteren Bedarfsfall die Aufrüstung vorzunehmen. Diese wäre dann ohne weitere bauliche Maßnahmen einfach über die Revisionsklappe des Duschelements durchführbar.

Nachrüstbare Lösung im Ernstfall

Noch eine dritte Maßnahme der Legionellenprophylaxe wäre im etwaigen Ernstfall einer auftretenden Kontamination, z. B. bei Legionellen in Kaltwasserleitungen, nachrüstbar. Das Duschelement bietet die Möglichkeit zur Aufrüstung mit einem Filtrationssystem.

Das System „UltraPipe“ ist eine Ultrafiltration, die die Möglichkeit zur Filterung von Trinkwasser warm (TWW) und Trinkwasser kalt (TWK) bietet.

Speziell für Bestandsgebäude, in denen eine Sanierung oft nur schwer oder kaum möglich ist, bietet die Ultrafiltration eine zuverlässige Lösung, um Legionellen auf mechanische Weise aus dem Wasser zu filtern. Der Filter wird jeweils auto­matisch gespült, so dass sich auch Schmutzpartikel nicht fest­setzen können.

In den neuen Sanitärräumen darf demnach wieder entspannt geduscht werden.

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