Trinkwasserhygiene in einer Kfz-Werkstatt

Systemtechnologie für halböffentliche Wasch- und Duschbereiche

Ein Beispiel moderner Sanierung unter den Aspekten der Trinkwasserhygiene wurde 2010 in der brandenburgischen Spargelstadt Beelitz durchgeführt. Kernobjekt der Renovierung waren die Wasch- und Duschbereiche einer KFZ-Werkstatt.

Die KFZ-Werkstatt in Beelitz gehört zu einer Kaserne und ist nur für die Reparatur und Wartung der eigenen Fahrzeuge zuständig. Besucherverkehr oder Betreuung fremder Fahrzeuge findet hier nicht statt.

Aufgabe war es, die modernen Aspekte einer effizienten Trinkwasserhygiene umzusetzen, um in Zukunft einen größtmöglichen Schutz vor Legionellen und Pseudomonaden zu bieten. Außerdem sollten die neuen Anlagen mit praxisgerechten, funktionellen Vorteilen und mit einem ästhetischen Gesamtbild ihre Nutzer ansprechen.

Renovierungen wurden zunächst in den Werkstatt-Waschräumen durchgeführt. Hier...

Die KFZ-Werkstatt in Beelitz gehört zu einer Kaserne und ist nur für die Reparatur und Wartung der eigenen Fahrzeuge zuständig. Besucherverkehr oder Betreuung fremder Fahrzeuge findet hier nicht statt.

Aufgabe war es, die modernen Aspekte einer effizienten Trinkwasserhygiene umzusetzen, um in Zukunft einen größtmöglichen Schutz vor Legionellen und Pseudomonaden zu bieten. Außerdem sollten die neuen Anlagen mit praxisgerechten, funktionellen Vorteilen und mit einem ästhetischen Gesamtbild ihre Nutzer ansprechen.

Renovierungen wurden zunächst in den Werkstatt-Waschräumen durchgeführt. Hier mussten die veralteten Waschrinnen weichen. Neu eingebaut wurden: Waschtischreihen aus der Systemlinie „Akzept“ aus Mineralguss von Kuhfuss (www.kuhfuss-sanitaer.de ) mit komfortablen, großzügigen Einzelbecken. Der Vorteil für die Mitarbeiter und Nutzer des Waschraums: Die Becken sind so konzipiert, das die Körperhygiene für Arme und Oberkörper besonders einfach und angenehm wird. Durch den Einsatz von Waschtischreihen anstelle der Waschrinnen wird jedem Mitarbeiter die Nutzung eines „eigenen“ Beckens ermöglicht, damit ergibt sich selbst im Gemeinschaftswaschraum ein Stück Privatatmosphäre. Die Armatureneinheit mit Thermostat und Piezo-Taster-Auslösung und Zirkulation gibt zusätzlich Bewegungsfreiheit am Becken. Hier können auch ohne Umstände mal der Kopf unter den Wasserhahn gehalten und die Haare gewaschen werden. Entsprechende Legionellenprophylaxe bietet die Ausstattung der Armatureneinheit mit der Hygienespülung. Auf diese Weise werden Stagnationen im Leitungsnetz wirksam verhindert, Legionellen können sich kaum ansiedeln. Durch den integrierten Bypass kann an jedem Waschplatz zusätzlich zur aktivierbaren Hygienespülung eine thermische Behandlung (in diesem Fall manuell durch Schlüsselschalter) durchgeführt werden. Die Armatureneinheiten bieten allerdings noch einen weiteren Vorteil:

Im abklappbaren Gehäuse ist die gesamte Wassertechnik gut verstaut. Eventuelle Wartungsarbeiten können dank der durchdachten Revisionsklappenmechanik einfach durchgeführt werden.

Die „Perfekt Plus“-Thermostat-Armatur mit den beiden Magnetventilen (1 x für Waschen, das 2. für die thermische Behandlung) ist ausgestattet mit Piezo-Taster, Elektonik-Bausteinen sowie Spannungswandler für externe Stromversorgung.

Die Armatureneinheiten sind so konzipiert, dass sie beliebig, entsprechend der Raum- und Nutzungssituation miteinander gekoppelt werden können.

Kopplung zweier Armatureneinheiten

In einem weiteren Sanitärbereich, einem Toilettenvorraum der Werkstatt, waren bislang Einzelbecken aus Keramik mit Einhebelmischern montiert. Diese nutzten den vorhandenen Platz wenig ökonomisch. Außerdem sollten auch hier im Rahmen der Sanierung effiziente Maßnahmen der Trinkwasserhygiene durchgeführt werden.

Nach der Sanierung werden die individuell gefertigte Waschtischreihen „Variant“ mit runden Mulden aus Mineralguss zur Visitenkarte. Die neuen optoelektronischen Standarmaturen „Perfekt“ mit Untertischthermostat ermöglichen dank berührungsfreier Technologie eine hygienische Wasserentnahme – inklusive der Systemtechnologie einer abgestimmten Legionellen- und Pseudomodenadenpropylaxe per aktivierbarer Hygienespülung sowie der Möglichkeit einer manuellen thermischen Behandlung.

Auch in den Duschbereichen der Werkstatt wurden einschneidende Renovierungsarbeiten vorgenommen. Die ehemals vorhandenen acht Brauseelemente mit Eingriff-Selbstschluss-Mischern wurden durch vier moderne Unterputz-Brausebatterien „Perfect Plus“ mit Thermostat und Piezo-Taster-Auslösung ersetzt.

Der Einsatz von aerosolarmen Brauseköpfen „AeroStop“ ergänzt dabei sinnvoll die Ausstattung zur optimalen Legionellenprophylaxe. Auch bei den Unterputz-Brausearmaturen gehören die aktivierbare Hygienespülung sowie das Bypass-Magnetventil zur thermischen Behandlung zum Maßnahmenpaket der modularen Trinkwasserhygiene. Um bei den Armaturen die thermische Behandlung individuell und unter Aufsicht durchzuführen, erfolgt diese manuell über einen Schlüsselschalter.

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