Kindgerecht von A bis Z

Umbau zur barrierefreien Kindertagesstätte

In der Rekordzeit von sechs Monaten wurde der städtische Kindergarten in Bad Salzungen nach einem aufwendigen Gesamtkonzept erweitert und saniert. Farbenfroh zeigt die Ganztagesstätte „Regenbogenland“ ihr neues Gesicht – mit zahlreichen Auf­enthaltsbereichen im Freien und modernen Innenräumen. Auf die Gestaltung der Sanitärräume legten die Planer ein besonderes Augenmerk: Elektronische Selbstschluss-Armaturen ermöglichen eine kindgerechte Nutzung der Waschtische.

Mit der Eröffnung der KiTa Regenbogenland im Juni 2010 setzte die thüringische Kurstadt Bad Salzungen bewusst auf ein zeitgemäßes Betreuungsangebot, das die Förderung von Sprache, körperlicher Bewegung und Sozialkompetenz einschließt. Neu ist auch die integrative Ausrichtung und das umfassende Angebot für unter Dreijährige. Die Leistungsstärke der neuen Kindertagesstätte eröffnet vielen Familien und Alleinerziehenden nunmehr die Chance, Kinderbetreuung und Beruf besser miteinander zu ver­einbaren.

Schon früher wurde das ur­sprüng­lich triste Plattengebäude als Kindergarten genutzt....

Mit der Eröffnung der KiTa Regenbogenland im Juni 2010 setzte die thüringische Kurstadt Bad Salzungen bewusst auf ein zeitgemäßes Betreuungsangebot, das die Förderung von Sprache, körperlicher Bewegung und Sozialkompetenz einschließt. Neu ist auch die integrative Ausrichtung und das umfassende Angebot für unter Dreijährige. Die Leistungsstärke der neuen Kindertagesstätte eröffnet vielen Familien und Alleinerziehenden nunmehr die Chance, Kinderbetreuung und Beruf besser miteinander zu ver­einbaren.

Schon früher wurde das ur­sprüng­lich triste Plattengebäude als Kindergarten genutzt. „Mär­chen­land“ hieß er damals. Seinem Namen wurde es vom Gebäude her nicht annähernd gerecht. In enger Zusammenarbeit realisierten das Architekturbüro Pollner aus Bad Salzungen, der Designer-Innenarchitekt Jens Thasler aus Bad Langensalza und das Inge­nieurbüro Kirchner aus Bad Salzungen die Kindertages­stätte „Regenbogenland“. Sie bietet heute eine verlässliche Ganztagesbetreuung. In 14 Gruppen ist ausreichend Platz für 200 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt.

Nutzungskonzept und Gebäudestruktur

Wie bei allen Plattenbauten war die Raumstruktur durch die Deckenplatten und Wandscheiben aus Betonfertigteilen weitgehend vorgegeben. Deshalb konzentrierten sich die Um­baumaßnahmen im Wesent­lichen auf die barrierefreie Gestaltung, die Schaffung neuer Türöffnungen und die Verände­rung der Wegeführung. So wurden Nutzungsveränderungen möglich. Es entstanden neue gemeinschaftliche und integrative Therapieräume – für blinde und gehörlose Kinder, für musikalische Zwecke, für Logopädie und für Spieltherapie. Ein halbkreisförmiger Anbau als Turnraum kam hinzu. Unbedingt erneuerungsbedürftig waren die sanitären Einrichtungen, die Rohrleitungen sowie die gesamte Elektroinstallation in den Gebäuden. 900 m2 Dachfläche wurden saniert und eine Solar­anlage installiert, die ganzjährig für die Warmwasserbereitung zur Verfügung steht.

Nachhaltigkeitsaspekte

Auf eine nachhaltige Innenausstattung, die technisch, energetisch und funktionell durchdacht ist, legte der Bauherr besonderen Wert und holte den Designer-Innenarchitekt Jens Thasler mit ins Boot. Sein Team arbeitete mit einem differenzierten Farbkonzept, mit langlebigen und naturbezogenen Materialien, mit Lichteffekten und mit speziellen Möbelkonstruktionen. Wände strahlen mal in kühlen, mal in warmen Farben – die Bildung von Farbpaaren benachbarter Wände basiert auf der Kombination von Komplementärfarben. Kein Raum gleicht in der Farbgebung einem anderen. Kräftiger ist die Farbgestaltung der Flure: Bunte Flächen, Muster und Linien prägen die Einrichtung.

Wesentliche Kriterien bei der Einrichtung waren die Vermeidung kalkulierbarer Unfallrisiken sowie eine hohe Belastbarkeit und gute Pflegeeigenschaften. Die Möblierung ist zudem raumsparend gewählt, Einbauschränke, Garderoben, Sitzbänke und Waschtische sind durchgängig schlicht und mit maximaler

Bodenfreiheit konzipiert. Die jeweiligen Sanitärbereiche sind altersgerecht auf die kleinen Nutzer abgestimmt und entsprechen der kindlichen Anatomie. „Es ist wichtig, dass für jede Altersgruppe Größe, Höhe und Handhabung stimmen – um die Betreuerinnen zu entlasten, aber vor allem, damit die Kinder Selbstständigkeit erlernen“, berichtet die KiTa-Leiterin.  

Wasser – ein erzieherisch wertvolles Element

An den bewussten und schonen­den Umgang mit Wasser sollten Kinder frühzeitig heran­geführt werden. Erfahrungen sammeln die Kleinen meistens auf die spielerische Art: einen Wasserstrahl mit der Hand auffangen, mit einem Finger unterbrechen oder ihn in seiner Fließform verändern. Ganz nebenbei erlernen sie so den Zusammenhang zwischen Wasser und Körperpflege.

Für die Waschtische in der KiTa „Regenbogenland“ – pro Kindergruppe stehen acht Waschplätze zur Verfügung – entschieden sich Planer und Bauherr für die kleinste Auslaufarmatur vom Armaturenhersteller Schell. Die elektronische Selbstschluss-Armatur „Tipus P“ ist robust und kompakt dimensioniert. Magnetventil und Batteriefach werden im nicht sichtbaren Bereich unter dem Waschtisch montiert. „Tipus P“ überzeugte die Entscheider vor allem durch ihre einfache Handhabung. Sie funktioniert durch leichtes Antippen des Armaturenkopfs.

Auch ganz kleine Hände kommen sehr gut mit dieser piezogesteuerten Schell-Armatur zurecht. Wasser fließt mit voreingestellter Wassertemperatur präzise und konstant. Nach vorprogrammierter Zeit stoppt der Wasserfluss selbsttätig. Größere Kinder und Betreuer können zusätzlich Wasser sparen, indem sie per zweiten Fingertipp den Wasserlauf vorzeitig unterbrechen. Die eingestellte Laufzeit endet auch bei Dauerbetätigung automatisch, um unerwünschten Wasserverbrauch zu vermeiden.

Auch in punkto Trinkwasserhygiene sicherte TGA-Fachplaner Harald Kirchner die Zukunft der Kindertagesstätte ab: Die zuschaltbare Stagnationsspülung der „Tipus P“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Hygiene. Alle 24 h nach der letzten Nutzung wird der Wasserfluss für 20 s ausgelöst, um eine eventuelle Keimbildung in den Rohrleitungen zu unterbinden. Mit der Installation und Inbetriebnahme der Schell „Tipus P“ kam der ausführende Fachbetrieb Bohnwagner aus Bad Salzungen problemlos zurecht. „Die automatische Selbstschluss-Technik ist für Kindertagesstätten geradezu ideal: Kleine Jungen und Mädchen wollen alles mit den Händen untersuchen und sollten deshalb die Möglichkeit zur manuellen Betätigung haben. Die Piezoautomatik stellt dabei stets sicher, dass kein Wasser unkontrolliert fließt bzw. Wasser nicht verschwendet werden kann. Weil wir die Armatur „Tipus P“ in diesem Objekt erstmals installiert haben, hat uns Roger Küchling vom Schell-Außendienst in allen Angelegenheiten und Fragen zur Montage und Einstellung hervorragend unterstützt.“

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