Innovationsschau auf der glasstec

Werkstoff Glas im Rampenlicht

Auf der glasstec 2014 wird die „glass technology live“ wieder einen weit reichenden Blick in die Glaszukunft eröffnen. Auf der vom 21. bis 24. Oktober 2014 in der Messe Düsseldorf veranstalteten internationalen Fachmesse bietet die Innovationssschau unter dem Motto „Intelligente Gläser“ einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bei Glasprodukten und -anwendungen, von denen einige für die TGA-Branche von besonderem Interesse sind.

Auf rund 2500 m2 zeigt die glass technology live (gtl) unter dem Motto „Intelligente Gläser“ zukunftsweisende Glasprodukte und -anwendungen. Themenschwerpunkte mit Relevanz für die TGA-Branche sind u.a. „Intelligente Gebäudehülle“ sowie, „Fassade + Energie“. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen präsentieren ihre aktuellen Projekte rund um den Werkstoff Glas.


Intelligente Gebäudehüllen

Der Schwerpunkt „Intelligente Gebäudehüllen“ beleuchtet Aspekte, die für zukunftsweisende, energetisch effiziente und nachhaltige Gebäudehüllen aus Glas maßgeblich sind. Die „glass technology...

Auf rund 2500 m2 zeigt die glass technology live (gtl) unter dem Motto „Intelligente Gläser“ zukunftsweisende Glasprodukte und -anwendungen. Themenschwerpunkte mit Relevanz für die TGA-Branche sind u.a. „Intelligente Gebäudehülle“ sowie, „Fassade + Energie“. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen präsentieren ihre aktuellen Projekte rund um den Werkstoff Glas.

Intelligente Gebäudehüllen

Der Schwerpunkt „Intelligente Gebäudehüllen“ beleuchtet Aspekte, die für zukunftsweisende, energetisch effiziente und nachhaltige Gebäudehüllen aus Glas maßgeblich sind. Die „glass technology live“ zeigt, wie moderne Wärmeschutz- und Sonnenschutzgläser sowie schaltbare Verglasungen sehr effizient und mit höchstem ästhetischen Anspruch in Gebäudehüllen verbaut werden können.

Eines der Highlights der diesjährigen Sonderschau ist nach Aussage von Dipl.-Ing. Architekt Stefan Robanus, Mitglied des Organisationsteams um Prof. Stefan Behling und seinem Team des Instituts für Baukonstruktion der Uni Stuttgart, die modular aufgebaute Glasfassade „seele iconic skin“. Die Entwicklung des deutschen Unternehmens seele, einem Spezialisten für außergewöhnliche Glasfassaden, wird erstmals dem Fachpublikum präsentiert. Die äußere und innere Fassadenoberfläche der „seele iconic skin“ erscheint vollständig homogen, ohne sichtbare Pfosten, Querträger oder Befestigungen. Der Doppelhaut-Aufbau mit integrierten Profilen ist mit einem patentierten, selbstregelnden Druckausgleichssystem (SCF – self conditioning facade) bestückt, das durch Interaktion mit dem Außenklima eine passive Belüftung sicherstellt. Die neue Glas-Sandwich Elementfassade bietet exzellente Wärme- und Schallisolation und ermöglicht die Integration von Sonnenschutzelementen. Maximale Elementgrößen von 3,20 m x 15 m verbinden mehrere Stockwerkhöhen zu einer vertikalen optischen Einheit. „seele iconic skin“ ermöglicht laut Hersteller maximale Individualität in Arrangement, Form und Größe der transparenten Bereiche sowie bei der Bedruckung und Farbgebung der äußeren und inneren Glasflächen.

Ein anderer Typ einer funktional eigenständigen Fassade wurde von der Josef Gartner GmbH entwickelt. Die Besonderheit der CCF-Fassade (Closed Cavity Facade) des zur italienischen Permasteelisa-Gruppe gehörenden Fassadenbauers ist der integrierte Hohlraum zwischen den Glaselementen. Der Raum zwischen Innen- und Außenhaut ist komplett geschlossen. Um Kondensat an der Fassade zu vermeiden, werde konstant trockene, saubere Luft zugeführt, erläutert Jutta Albus die Funktionsweise. Der Energieverbrauch der Fassade reduziert sich damit auf ein Minimum. Die gtl zeigt ein 2,70 m x 3,50 m großes Mock-up der CCF-Fassade.

Hoch aktuell in der modernen Architektur sind nach wie vor die Themen Lichtlenkung und Lichtstreuung. Die Sonderschau demonstriert, welche Effekte mit entsprechenden Spezialgläsern erzielt werden können. Darüber hinaus widmet sie sich Gläsern mit elektronischen Funktionen, zukunftsweisenden Verschattungssystemen und dem aktuellen Entwicklungsstand beim Vakuumglas.

 

Fassade und Energie

Im Themenfeld „Fassade + Energie“ dreht sich alles um die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Solarstrom und Solarwärme. Die Fachbesucher erwartet hier ein breites Spektrum an zukunftsweisenden Produkten für die effiziente Nutzung der Solarenergie. Neben Präsentationen aus den Bereichen der Dünnschicht-Photovoltaik und organischen Photovoltaik spielen hier auch PV-Module in Groß- und Sonderformaten mit maximalen Wirkungsgraden und das Moduldesign eine tragende Rolle.

Angesichts ihrer weitreichenden architektonischen Möglichkeiten und positiven Auswirkungen auf die Energieeffizienz von Gebäuden steht auch das Thema „Building Integrated Photovoltaics“ in der „glass technology live“ wieder im Blickfeld des Interesses. Anwendungsbeispiele zeigen wie diese zukunftsträchtige Technologie die Architektur der Zukunft entscheidend mitgestalten kann. Ebenfalls nachhaltig, aber mit gänzlich anderem Ansatz ist die bioreaktiven Fassade (Algen-Fassade) konzipiert. Durch den Einfluss von Sonnenlicht wachsen in ihrem Scheibenzwischenraum Mikroalgen. Sie werden geerntet und dienen über die Zwischenprodukte Biomasse und Biogas der Erzeugung von elektrischem Strom. Neben weiteren Exponaten können die Fachbesucher diese außergewöhnliche Fassade in der gtl in Augenschein nehmen.

 

Rahmenprogramm mit Symposium und Konferenzen

Neben der Sonderschau „glass technology live“ und dem begleitenden Fachsymposium bietet das Rahmenprogramm der glasstec 2014 (www.glasstec.de) ein Reihe weiterer hochkarätiger Angebote. So bietet das „Fassaden Center“ mit dem „Kompetenzzentrum Glas + Fassade“ Einblicke und Ansprechpartner rund um Entwicklungen der Fassadentechnik. Abgerundet wird das Rahmenprogramm mit drei hochkarätigen Fachkonferenzen: Am 21. und 22. Oktober thematisieren die TU Dresden und die TU Darmstadt als Partner der Messe im Rahmen der Fachkonferenz „engineered transparency“ den konstruktiven Glasbau mit all seinen Facetten und Möglichkeiten. Am 22. Oktober stehen beim Architekturkongress unter dem Motto „Glas 5.0 – Design, Funktion, Emotion“ u.a. die Leistungsfähigkeit des Werkstoffs auf dem Themenplan. Am 20. und 21. Oktober widmet sich die Fachkonferenz „Solar meets Glas“ den Schnittstellenthemen der Glas- und Solarbranche.

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