Flächentemperierung im Innenhof

Revitalisierung des Helaba-Bürohauses

Im Jahr 2017 erwarb die Helaba den bestehenden Gebäudekomplex am Main und entschied sich für eine grundlegende Revitalisierung und eine Erweiterung des Bauwerks mit mehr Gemeinschaftsflächen, einer verbesserten Inhouse-Logistik und weiteren Büroräumen, die zudem energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden sollten. Einer von zwei neu entstandenen Innenhöfen erhielt eine Überdachung mit Flächentemperierung, da er als ganzjährig nutzbarer Treffpunkt dienen soll.

Die Helaba baut ihr 2017 erworbenes Verwaltungsgebäude „Main Park“ in Offenbach aus und schafft mit rund 27.000 m2 Nutzfläche Platz für rund 1.500 Arbeitsplätze. Nach der Modernisierung und Erweiterung zieht dann das Personal in das Gebäude um. Im Rahmen des Bauprojekts wird der Gebäudekomplex mit seinem kammförmigen Grundriss um zwei neue Baukörper erweitert. Es entstehen zwei vierseitig umbaute Innenhöfe. Einer der neuen Höfe erhielt eine Überdachung und wird auf diese Weise zu einem neuen Treffpunkt inklusive gastronomischem Angebot ausgebaut. 

Für die technisch anspruchsvolle ganzjährige...

Die Helaba baut ihr 2017 erworbenes Verwaltungsgebäude „Main Park“ in Offenbach aus und schafft mit rund 27.000 m2 Nutzfläche Platz für rund 1.500 Arbeitsplätze. Nach der Modernisierung und Erweiterung zieht dann das Personal in das Gebäude um. Im Rahmen des Bauprojekts wird der Gebäudekomplex mit seinem kammförmigen Grundriss um zwei neue Baukörper erweitert. Es entstehen zwei vierseitig umbaute Innenhöfe. Einer der neuen Höfe erhielt eine Überdachung und wird auf diese Weise zu einem neuen Treffpunkt inklusive gastronomischem Angebot ausgebaut. 

Für die technisch anspruchsvolle ganzjährige Temperierung dieser neu entstandenen Halle inklusive Forum hat sich das Planungsteam für eine „cuprotherm“-Flächentemperierung von Wieland entschieden. Insgesamt kommen auf rund 1.000 m2 15.000 m ummanteltes CTX-Kupferrohr zum Einsatz.

Das System heizt im Winter und kühlt den neu überdachten, geschlossenen Innenhof im Sommer. Die Flächentemperierung wird von „Sanco“-Anbindeleitungen von Wieland versorgt, ebenfalls in Kupfer ausgeführt. Das System ermöglicht ganzjährig angenehme Temperaturen und ein behagliches Raumklima in den neuen Aufenthaltsbereichen.

 

Ressourcenschonende Gebäudetechnik

Dabei spielte ein möglichst ressourcenschonender und umweltfreundlicher Betrieb eine zentrale Rolle. Dies gilt besonders für die neue, nun überdachte Halle inklusive Forum – geplant als zentraler Empfangsbereich, Meeting-Areal und neu geschaffene Gastronomie-Zone. 

Die Energieversorgung des Gebäudekomplexes erfolgte bereits vor dem Umbau per Fernwärme durch die EVU Offenbach. Aufgrund dieser Energiequelle und den technischen Vorzügen einer Flächentemperierung fiel die Wahl des TGA-Planungsbüros ITR Timmer Reichel GmbH auf ein System zur Flächenheizung und -kühlung – und im Zuge der Ausschreibung dann auf das „cuprotherm“-System von Wieland.

„Unsere ummantelten, flexiblen CTX-Kupferrohre kommen in der Dimension 20 x 2 mm zum Einsatz“, sagt Oliver Hattemer, der für das Helaba-Projekt zuständige Wieland-Berater im Außendienst. „Das ausführende Unternehmen Sperber GmbH kombinierte den ‚cuprotherm‘-Fußbodenaufbau mit ‚Sanco‘-Anbindeleitungen aus dem Hause Wieland. Diese sind ebenfalls aus dem Werkstoff Kupfer gefertigt.“ Die Flächenheizung hat als Niedertemperatursystem den Vorteil, dass nur eine geringe Vorlauftemperatur von maximal 40 °C benötigt wird und es somit sehr energieeffizient betrieben werden kann.

Heizen und Kühlen: ganzjährig behagliches Raumklima

„Die Heizfunktion hat zwar Vorrang, jedoch profitieren die Nutzer auch von der angenehmen Kühlwirkung der Flächentemperierung im Sommer. Diese senkt die Raumtemperatur merklich, um ein angenehmes Klima zu erreichen“, erklärt TGA-Fachplaner Frank Kastner vom Planungsbüro Timmer Reichel. „Aufgrund des hohen Anteils an Glasfassaden ist die Temperierung über ein im Fußboden installiertes System der beste Weg, in der Halle, besonders im Sommer, ein behagliches Raumklima zu schaffen.“ Über die WRG-Anlagen der Lüftungs- und Kältetechnik kann die Abwärme in den Sommermonaten zur Nacherwärmung der entfeuchteten Zuluft genutzt werden, um das Gesamtsystem ressourcenschonend zu betreiben. „Aufgrund von hohen, turbulenten Strömungen im Rohrsystem der Flächentemperierung ist hierbei ein Rohrwerkstoff mit einem perfekten Wärmeübergang erforderlich – hier hat sich Kupfer angeboten“, erläutert Frank Kastner, der bereits gute Erfahrungen mit der Wieland-Flächentemperierung gemacht hat. Die im Kellergeschoss verbauten „Sanco“-Anbindeleitungen versorgen nicht nur die Flächenheizung und -kühlung, sondern auch Konvektoren, die in die Fassadenkonstruktion integriert sind.

 

Zusammenhängende Estrichfläche, Minimierung der Fugen

Die Flächentemperierung in der neuen Halle des „Main Park“ bietet nicht nur technische Vorzüge im Betrieb, sondern auch optische und handwerkliche Vorteile bei der Installation: Die zusammenhängende Estrichfläche auf den 1.000 m2 Nutzfläche kommt mit wenigen Fugen aus. Zudem bestand keine Notwendigkeit für den Einbau von Konvektoren im Fußbodenbereich. Nach der Einbringung eines Spezialestrichs wurde der Bodenaufbau mit der Verlegung eines hochwertigen, ansprechenden Terrazzo-Bodenbelags komplettiert. 

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