Duschkomfort in den Patientenbädern

Chirurgische Wahlleistungsstation im St.-Josefs-Hospital Hagen

Niemand liegt gerne im Krankenhaus, und keiner möchte sich mit den Sorgen und Ängsten konfrontiert sehen, die mit einer Krankheit und einem damit verbundenen Klinikaufenthalt einhergehen. Daher ist es besonders wichtig, dass Patienten der Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm wie möglich gestaltet wird. Um dies zu erreichen, wurde die chirurgische Wahlleistungsstation des St.-Josefs-Hospitals in Hagen, einer Betriebsstätte der Katholischen Krankenhaus gem. GmbH, komplett saniert und mit modernsten Ausstattungen und Services versehen. Als Ergebnis der mehrmonatigen Umbauphase präsentiert sich die Station jetzt in frischen Farben sowie mit eleganten Böden und zeitgemäßen Bädern.

Seit seiner Gründung durch Pfarrer Philipp Theile im Jahr 1893 als private Krankenanstalt ist das St.-Josefs-Hospital darum bemüht, seinen Patienten einen Aufenthalt in persönlicher Atmosphäre zu bieten. Um die optimale medizinische Versorgung der Hagener Bevölkerung mit den heutigen hohen Standards eines modernen und kostenintensiven Gesundheitssystems sicherzustellen, fusionierten 1990 und 1998 nacheinander die Hospitale St.-Marien, St.-Josefs und St.-Johannes zu einem Krankenhaus mit drei Betriebsstätten. Das St.-Josefs-Hospital in Hagen-Alten­hagen, als Teil der Katholischen Krankenhaus...
Seit seiner Gründung durch Pfarrer Philipp Theile im Jahr 1893 als private Krankenanstalt ist das St.-Josefs-Hospital darum bemüht, seinen Patienten einen Aufenthalt in persönlicher Atmosphäre zu bieten. Um die optimale medizinische Versorgung der Hagener Bevölkerung mit den heutigen hohen Standards eines modernen und kostenintensiven Gesundheitssystems sicherzustellen, fusionierten 1990 und 1998 nacheinander die Hospitale St.-Marien, St.-Josefs und St.-Johannes zu einem Krankenhaus mit drei Betriebsstätten. Das St.-Josefs-Hospital in Hagen-Alten­hagen, als Teil der Katholischen Krankenhaus Hagen gem. GmbH, verfügt über Fachkliniken mit chirurgischem Schwerpunkt. Von Allgemein- bis Visceralchi­rurgie, ob als Gefäß- oder Plastische Chirurgie, versteht sich das Hospital besonders als Zentrum für Ambulantes Operieren.

Station 32

Um den Ansprüchen und Bedürfnissen der Patienten von heute gerecht zu werden, entschied sich der Träger, die Katholische Krankenhaus Hagen gem. GmbH, dazu, die chirurgische Wahlleis­tungsstation in einem auf­wen­digen Prozess komplett zu sa­nie­ren. Das Ergebnis der 1,6 Mio. € Euro teuren Maßnahme wurde im August 2011 in Betrieb genommen und bietet den Patien­ten echtes Wohlfühlambiente. Verschiedene Zusatzleistungen, wie etwa ein Reinigungs- und Wäscheservice oder Wahl- und Zusatzverpflegungen inklusive Getränke runden das Angebot ab.

Architekt Sven Hein vom Generalplaner atriumill aus Büren war Projektleiter der Komplettsanierung. Er verweist auf die elegante Ausstattung der zehn Einzel- und acht Zweibettzimmer der Krankenhausabteilung mit der neuen Bezeichnung „Station 32“ und betont: „Wir haben hier definitiv einen Hotelcharakter geschaffen, der einige Sterne verdient. Im hinteren Teil der Sta­tion wurde eine gemütliche Lounge eingerichtet, die sowohl von den Patienten als auch von deren Besuchern genutzt werden kann.“ Der dunkle Edelfußboden in Holzoptik und die bewusst gesetzten Farbakzente in frischen Rot- und Grüntönen sorgen auf der ganzen Station für eine natürliche Atmosphäre. Zusätzlich wird ein optimaler Service geboten, wie grundgebührenfreie Telefonnutzung, TFT-Bildschirme mit integriertem Video/DVD-Geräten, elektrische Vorhangs- und Verdunkelungssteuerung und im Nachttisch integrierte Kühlschränke. „Außerdem verfügen die Zimmer nun über eigene direkt angeschlossene Bäder“, erklärt der Architekt weiter. „Die Zeit der Gemeinschaftsnasszellen auf dem Flur ist passé und entspricht nicht mehr dem heutigen Standard.“

Innovativer Badkomfort

Die Badezimmer der neuen Wahlleistungsstation sind so genannte elementierte Fertigbäder, also aus frei geplanten Grundmodulen zusammengefügte Bäder, deren einzelne Komponenten an die Bedürfnisse und Ansprüche eines Krankenhauses angepasst worden sind. Fliesenlegermeister Bernhard Büngeler, Geschäftsführer der Bernhard Büngeler GmbH aus Büren, die sich auf die Herstellung elementierter Fertigbäder spezialisiert hat, erklärt den Prozess: „Die Bäder wurden zunächst bis ins Detail geplant, dann die einzelnen Module angefertigt und anschließend vor Ort verbaut. Dort erhielten sie den Feinausbau mit der Sanitärausstattung.“ Durch dieses Verfahren werde eine Menge Zeit gespart, was die Renovierungsphase der Station mit nur sieben Monaten in­klusive Planung und Ausführung sehr kurz gehalten hat. Die Mo­dule seien zudem wasserfest und hygienisch einwandfrei. Ein großer Vorteil dieser aus FixFoam-Leichtbetonelementen gefertigten Bauteile bestehe darin, dass hier kein Silikon zur Abdichtung eingesetzt werden müsse.

Die komfortable Sanitärausstattung der Patientenbäder umfasst innovative und zeitgemäße Elemente. Dazu gehören auch großflächige Spiegel und kleine Kosmetikspiegel sowie Haar- und Handtuchtrockner. Darüber hinaus wurden moderne und funktionale Sanitärkeramiken installiert, wie Waschtische der Serie „Dejuna“ von Keramag, die so konzipiert sind, dass sie sich auch für die Nutzung im Sitzen eignen. Ihr flaches Design ermöglicht dem Benutzer viel Beinfreiheit und unterstützt ein hohes Maß an Selbstständigkeit. Die wandhängenden WCs aus der Sanitärserie „Renova Nr. 1 Plan“ harmonieren optisch mit der geradlinigen Formgebung der Waschtische und sind mit wenigen Handgriffen höhenverstellbar, was vor allem für Patienten nach Hüft-OPs eine wesentliche Erleichterung darstellt.

Mehr Freiraum durch Falteckduschen

Stationsleiterin Silke Schlitt-Überall gefällt vor allem der neu gewonnene Bewegungsraum in den Patientenbädern: „Durch die Wahl einer bodengleichen Variante können nun auch Patienten mit einem Handicap selbstständig die Duschen nutzen.“ Als Duschabtrennung sind hier Falttüren der Serie „Koralle S500“ installiert, die das geradlinige Design der Keramik aufgreifen. Die hochtransparente Optik sorgt in Verbindung mit schmalen Dichtungen aus durchscheinendem Material für Leichtigkeit sowie Eleganz und sorgt auch im Bad für echten Hotelkomfort. Die zweiteiligen Falttüren bieten darüber hinaus völlige Flexibilität bei der Raumgestaltung. Durch Herstellung einer Wandnische mit den individuell geplanten und angepassten Wandelementen konnten Handlauf, Duschstange und Armatur optimal in den Duschbereich eingepasst werden. Die Duschabtrennung lässt sich so vollständig nach innen an die Wand klappen. Damit bietet sie einen großzügigen Zugang sowie bei Nichtgebrauch eine zusätzlich nutzbare Bewegungsfläche.

„Gerade im Krankenhaus spielt Barrierefreiheit eine wichtige Rolle“, betont Architekt Hein. „In Hagen sind Bäder mit einer Grundfläche von etwa 4 m2 entstanden, welche auch von Patienten im Rollstuhl selbstständig genutzt werden.“ Daher hätten sich insbesondere hier die praktischen Falt-Duschabtrennungen angeboten. So könne die Dusche einerseits gänzlich geschlossen und andererseits auch bei Hilfe durch eine Pflegekraft mit teiloffenen Türen genutzt werden. „Die Duschen sind nun breit genug, so dass man bequem mit einem Rollstuhl hineinfahren kann“, bestätigt die Stationsleiterin. Das erleichtere die Pflege erheblich. „Die Falttüren gefallen mir auch vom hygienischen Aspekt her sehr gut“, ergänzt Sven Hein, da dies insbesondere im Krankenhaus erhöhte Bedeutung habe. So würden durch die rahmenlose Gestaltung viele Ecken und Kanten, an denen sich Schmutz und Bakterien sammeln können, wegfallen. Dies erleichtert auch die Reinigung.

Die Duschabtrennung „Koralle S500“ verfügt darüber hinaus über einen integrierten Hebe-Senk-Mechanismus in den Scharnieren, der die Türen beim Öffnen an- und beim Schließen in die Bodendichtung absenkt. So wird auch geschwächten Patienten ein einfacher, komfortabler Zugang ermöglicht.

Komfort und Arbeitserleichterung

„Insgesamt gefallen mir an der neuen Station die Patientenbäder am besten“, betont Silke Schlitt-Überall. „Und das in erster Linie, weil nun alle Zimmer eigene Bäder haben. Aber auch die vielen unterschiedlichen Details, wie bodenebene Duschen, sinnvoll verteilte Rufknöpfe, zusätzliche Wandhaken für Waschlappen und Handtücher sowie unterfahrbare Waschtische, tragen mit dazu bei, dass sich die Patienten wohlfühlen und wir unsere Arbeit leichter erledigen können.“

Auch Bernhard Büngeler ist mit dem Ergebnis der Sanierung zufrieden: „Die neue Wahlleistungsstation im St.-Josefs-Krankenhaus und speziell die Bäder der Patientenzimmer werden ausgezeichnet angenommen. Man muss auch den Mut haben, einmal andere Wege zu gehen. Ein Krankenhausbad sollte heute eher wie ein Privat- oder Hotelbad aussehen.“ Es gebe mittlerweile Studien, die beweisen, dass sich ein Patientenzimmer, das mehr als den geforderten Standard aufweist, positiv auf den Heilungsverlauf auswirkt. „Die neue Wahlleistungsstation in Hagen ist nicht nur funktional und strukturell optimiert, sie ist eine echte Komfortstation.“

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