Basis für Spitzenleistungen

Energieliefer-Contracting im Sportcentrum Kamen-Kaiserau

Das Sportcentrum im westfälischen Kamen-Kaiserau ist nicht nur Trainingslager für viele national und international bekannte Fußballmannschaften. Es setzt zukünftig auch auf eine hocheffiziente und moderne Energieerzeugungsanlage. Ziel des Sport­centrums ist, eine nachhaltige, ökologische und sichere Wärmeerzeugung zu gewähr­leisten.

Ob SV Rinkerode oder Real Madrid, ob SV Nordhorn oder die spanische Nationalmannschaft – im Sportcentrum Kamen-Kaiserau treffen sich Sportler von der Kreisklasse bis zur Champions League. Sie alle nutzen das vielfältige Angebot der Trainings- und Weiterbildungsstätte des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen e.V. in Kamen. Mehrere Rasen- und Kunstrasenplätze, zahlreiche Fußball-, Freizeit- und Gymnastikhallen, Krafträume, Schwimmbad und Wellnessbereich locken jährlich tausende Sportler an, um in Kamen zu trainieren oder sich weiterzubilden. Früher bekannt unter dem Namen Sportschule...
Ob SV Rinkerode oder Real Madrid, ob SV Nordhorn oder die spanische Nationalmannschaft – im Sportcentrum Kamen-Kaiserau treffen sich Sportler von der Kreisklasse bis zur Champions League. Sie alle nutzen das vielfältige Angebot der Trainings- und Weiterbildungsstätte des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen e.V. in Kamen. Mehrere Rasen- und Kunstrasenplätze, zahlreiche Fußball-, Freizeit- und Gymnastikhallen, Krafträume, Schwimmbad und Wellnessbereich locken jährlich tausende Sportler an, um in Kamen zu trainieren oder sich weiterzubilden. Früher bekannt unter dem Namen Sportschule Kaiserau, erfolgte 2006 eine Neuorientierung in ein Sport- und Kongresszentrum, was durch die Umbenennung in Sportcentrum Kamen-Kaiserau auch nach außen dokumentiert wird. Im Zuge der Neuorientierung wurde ein Sport-Hotel eröffnet und das Kongresscenter umgebaut. Insgesamt 22 Mio. € wurden in Neu- und Umbauten investiert. Dabei kam auch die Heizungstechnik auf den Prüfstand, die teilweise noch aus den 80er Jahren stammte.

Veraltete Heizkessel durch BHKW ausgetauscht

Die zentrale Heizungsanlage der Sportschule wurde 1981 installiert und seitdem immer wieder erweitert, umgebaut, repariert und in Teilen ausgetauscht. Es handelte sich um eine Gasheizung mit 2,5 MW Leistung und einem Wirkungsgrad von unter 80 %, die den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit nicht mehr genügte. Für Carsten Jaksch-Nink, den Leiter des Sportcentrums Kamen-Kaiserau, war daher klar: Flickschusterei half nicht mehr weiter; die Heizungsanlage musste komplett erneuert werden. Als kompetenten Partner holte sich Herr Jaksch-Nink die RWE Energiedienstleistungen GmbH (RWE ED, www.rwe.de) an Bord, die den Auftrag erhielt, die Heizungsanlage im Rahmen einer Contracting-Lösung zu erneuern. Die Anforderungen des Kunden lauteten: Schaffung einer modernen und sicheren Energieversorgung, verbrauchs- und kostenoptimierte Wärmeversorgung und CO2-Einsparung. Da auch in der Sportförderung die öffentlichen Mittel nicht mehr so üppig fließen wie früher, ist das Sportcentrum im Kamen darauf angewiesen, möglichst wirtschaftlich agieren und verlässlich planen zu können. Hier bot sich das Energieliefer-Contracting geradezu an. Die Laufzeit des Contracting-Vertrags beträgt zehn Jahre; in dieser Zeit sind die Räume der Heizzentrale an RWE ED vermietet.

Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Sportanlage um das Sport-Hotel wurde von RWE ED die Anlagentechnik neu ausgelegt, geplant, gebaut und wird seither im Contracting betrieben. Die alte Gas-Heizung wurde im Frühjahr 2013 durch einen Erdgaskessel mit einer Leistung von 1635 kW und ein BHKW mit 50 kWel und 100 kWth ersetzt. Der Einsatz des BHKW eignet sich in diesem Objekt besonders, da ganzjährig durch das Hotel und die Bäder ein hoher Wärmebedarf besteht, so dass sowohl die elektrische als auch die thermische Leistung des BHKW genutzt werden kann. Neben der Erneuerung der Wärmeerzeuger wurde ein hydraulischer Abgleich der Anlage vorgenommen. Im Vergleich zur vorherigen Anlagentechnik kann durch die Modernisierung eine CO2-Einsparung von 200 t/a realisiert werden. Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht, da in der Heizzentrale durch den noch fälligen Austausch von veralteter Pumpentechnik und die Erneuerung der Heizungsverteilung weiteres Optimierungspotential steckt.

RWE Energiedienstleistungen als Partner

Das Geschäftsmodell Contracting ist Kerngeschäft der RWE ED und damit Bestandteil der Gesamtstrategie der RWE Deutschland Gruppe. Um dies zu verdeutlichen, nutzte der Vorstand der RWE das Sportcentrum Kamen-Kaiserau zu einer Klausurtagung und anschließender Pressekonferenz, in dessen Rahmen die neue Heiztechnik präsentiert wurde. Am realen Objekt, dem neuen BHKW im Sportcentrum, konnte so ein wesentliches Geschäftsfeld der RWE Deutschland AG visualisiert werden. Gegenwärtig erzielt RWE mit derartigen Energiedienstleistungen einen Umsatz von rund 600 Mio. € im Jahr und ist damit nach eigenen Angaben der größte Anbieter in Deutschland.

„Wir stellen uns den Herausforderungen der Energiewende sowie den veränderten Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden. Wir bieten partnerschaftliche Lösungen bei der Umsetzung von innovativen Produkten und Dienstleistungen an. Nur gemeinsam werden wir die Energiewende erfolgreich gestalten können“, verdeutlichte Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG. Er mahnte auch, die Energiewende nicht überstürzt bewältigen zu wollen. „Die Energiewende ist eine Mammutaufgabe für Generationen. Wir haben die Zeit und sollten sie uns auch nehmen, die nötigen Maßnahmen in Ruhe zu überdenken und umzusetzen. Dabei sollte man sich übrigens nicht fragen, was das Ganze kostet, sondern wo es uns hinführt.“ Für Deutschland erwartet er durch die Energiewende einen Inno­va­tionsschub, da alle re­levanten Technologieführer im Lande ansässig seien. „Wir spüren überall eine enorme Kreativität.“

Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der RWE Vertrieb AG, ergänzte: „Zunehmend haben Kunden den Anspruch, ihre benötigte Energie selbst zu produzieren, um so unabhängiger zu werden und die Zukunft ihrer Energieversorgung selbst zu gestalten. Das Sportcentrum Kamen-Kaiserau ist nur eines von vielen Beispielen. Es zeigt, wie Energie effizient genutzt werden kann, wie Geldbeutel und Umwelt nachhaltig geschont werden und wie die einzelnen Bausteine der Energiewende ineinander greifen können. Das Projekt zeigt deutlich, dass Energie sehr effektiv dezentral erzeugt werden kann; aber auch, dass man kundenindividuelle Lösungen erarbeiten muss. Anlagen wie in Kamen gibt es halt nicht von der Stange.“

„Die Themen sind sehr komplex. Alle Angebote der RWE ED sind individuell. Es gibt kaum ein Projekt, das wir nicht realisieren können“, so Dr. Markus Mönig, technischer Geschäftsführer der RWE ED. Jörn-Erik Mantz, kaufmännischer Geschäftsführer der RWE ED, ist überzeugt: „Dezentrale Versorgungslösungen mit hocheffizienter Technik und dem Einsatz regenerativer Energiequellen werden ein Kernbestandteil zur Realisierung der Energiewende sein. Die RWE ED ist als mittelständisches Unternehmen in einem Konzernverbund ein Dienstleister, der auf Augenhöhe mit seinen Partnern agieren kann.“

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