2024: Krise oder Chance für die TGA-Branche?
Im gerade beginnenden Jahr dürfen ein Blick auf die Konjunkturaussichten der kommenden zwölf Monate gerichtet und ein Ausblick gewagt werden. Der Ausblick fängt aber mit einem Blick in den Rückspiegel an.
Die politische Situation im Land, mit dem Fokus auf die Umweltpolitik und vor allem die CO2-Einsparung, versprach von Anbeginn an eine gute Konjunktur für die TGA-Branche, sind wir doch ein unverzichtbarer Teil der angestrebten Energiewende.
Ideologische und kopflose Weichenstellungen
Leider sind viele Weichenstellungen der Ampel-Koalition eher ideologisch denn durch Sach- und Fachkenntnis...
Im gerade beginnenden Jahr dürfen ein Blick auf die Konjunkturaussichten der kommenden zwölf Monate gerichtet und ein Ausblick gewagt werden. Der Ausblick fängt aber mit einem Blick in den Rückspiegel an.
Die politische Situation im Land, mit dem Fokus auf die Umweltpolitik und vor allem die CO2-Einsparung, versprach von Anbeginn an eine gute Konjunktur für die TGA-Branche, sind wir doch ein unverzichtbarer Teil der angestrebten Energiewende.
Ideologische und kopflose Weichenstellungen
Andreas Cloer, Vorsitzender des Zentralen Wirtschaftspolitischen Ausschusses (ZWA) des BTGA.
Bild: Boris Golz
Leider sind viele Weichenstellungen der Ampel-Koalition eher ideologisch denn durch Sach- und Fachkenntnis geprägt gewesen. Gerade unsere Branche hat das frühzeitig reklamiert. Durch diese Weichenstellungen ist Stück für Stück aus einer Chance für Deutschland ein Risiko geworden. Das tritt nun überdeutlich zutage: Die Industrie ist überwiegend schwer, wenn nicht schwerst betroffen von der Vielzahl der Fehlsteuerungen der Politik in den vergangenen beiden Jahren. Aber auch der Anlagenbau spürt zunehmend die konjunkturelle Abkühlung und die ersten Sorgenfalten treten zutage. Der Wohnungsbau ist nahezu zum Erliegen gekommen, obwohl dringend neuer Wohnraum benötigt wird. Er ist trotz gegenteiliger Beteuerungen der politischen Entscheidungsträger von diesen völlig unnötigerweise lahmgelegt worden. Nicht zuletzt durch eine hohe, staatlich nicht ausreichend bekämpfte Inflation und durch Preisdruck sind viele Projektbeteiligte in Insolvenz gegangen oder zumindest stark insolvenzgefährdet. Wie soll dort ein Re-Start erfolgen? Fragen über Fragen, auf die die Politik keine Antworten gibt.
Aber auch im übrigen Klimaschutz, den unsere Branche wesentlich mitgestaltet, herrscht vielfach Ratlosigkeit und Kopfschütteln. Wie können die gesetzlichen Anforderungen umgesetzt, wie finanziert werden? Wer fördert, wer hilft? Das BAFA, die KfW? Zurzeit eher noch nicht.
Wissen die politisch Verantwortlichen eigentlich, was unsere Branche benötigt, die eine gesellschaftlich gewollte Aufgabe umsetzen soll, nämlich die Transformation unserer fossilen Gesellschaft in eine dekarbonisierte Zukunft? Offenbar nicht, denn ansonsten wäre die viel beschworene Energiewende niemals in der Art und Weise angegangen worden. Vieles ist kopflos und ideologisiert – ohne Sinn und Verstand. Fachwissen, gerade unserer Branche, war leider viel zu selten gefragt.
Fazit: Totalschaden!?
Als Pessimist könnte man denken: Das war es. Aber unsere Branche ist resilient und innovativ – auf allen Wertschöpfungsstufen. Von daher kann der Appell nur lauten: Lasst uns machen! Das rate ich allen Verantwortlichen. Gebt die Ener-giewende in die Hände, in die sie gehört – die der Ingenieure! Wir schaffen das.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes Jahr 2024 – wohl mit Herausforderungen, aber eben auch mit Chancen und nicht nur Risiken.
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