Eines der größten Bauvorhaben Deutschlands

Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität startet

Für das umfassende Sanierungs- und Neubauvorhaben der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr wurde mit der Vertragsunterzeichnung aller Bau- und Planungspartner der erste große Meilenstein erreicht.

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Stärkung der Bundeswehr kommt dem Projekt „Campus DOK“ eine wichtige Rolle zu.
Bild: HSU - UniBwH

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Stärkung der Bundeswehr kommt dem Projekt „Campus DOK“ eine wichtige Rolle zu.
Bild: HSU - UniBwH
Eines der größten Bauvorhaben Deutschlands startet in die Planungsphase – die Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Am Mittwochvormittag unterzeichneten sämtliche Bau- und Planungspartner sowie die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertretung den Mehrparteienvertrag. Dieser bildet die Grundlage einer kollaborativen Zusammenarbeit aller Partner über den gesamten Planungs- und Bauprozess hinweg. Die Unterzeichnung stellt einen wichtigen Meilenstein im Projekt dar: Damit beginnt nach einem europaweiten, umfangreichen Vergabeverfahren nun das Projekt.

Das Bauprojekt der Campusentwicklung auf der Douaumont-Kaserne „Campus DOK“

Für die Campusentwicklung stellt die Bundeswehr Finanzmittel in Höhe von etwa einer Mill. € zur Verfügung. Damit soll nahezu der gesamte Campus der Douaumont-Kaserne (DOK) in Hamburg-Jenfeld neu entwickelt werden: Auf einem Areal von 205.000 m² werden Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 m², sowie die zugehörige Infrastruktur und Freianlagen realisiert. Das Ziel: ein klimaneutraler, innovativer und moderner Wissenschaftsstandort, der alle derzeit ausgegliederten Fachbereiche der Universität auf dem Campus wieder zusammenführt.

Eine innovative Methode der Zusammenarbeit

Mit der Vertragsunterzeichnung aller Bau- und Planungspartner wurde der erste große Meilenstein erreicht.
Bild: Gelhausen - HSU - UniBwH

Mit der Vertragsunterzeichnung aller Bau- und Planungspartner wurde der erste große Meilenstein erreicht.
Bild: Gelhausen - HSU - UniBwH
Die Gesamtkomplexität des Bauvorhabens mit großem Bauvolumen, einer geplanten Laufzeit von rund 10 Jahren, den Anforderungen aus dem laufenden Universitätsbetrieb und dem Denkmalschutz erfordert eine andere Herangehensweise an die Projektabwicklung. Deshalb haben sich der Bauherr Bundeswehr und die Bundesbauabteilung für eine innovative Abwicklungsmethode entschieden: die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Alle Bau- und Planungspartner sowie der Auftraggeber bilden dabei von Anfang an eine gleichberechtigte Allianz, die gemeinsam die Verantwortung übernimmt – inkl. der Chancen und Risiken. Diese kollaborative Zusammenarbeit soll einen zügigen und effizienten Planungs- und Bauprozess gewährleisten im Sinne „Best for Project“.

Bundesweite Bedeutung des Bauvorhabens

Auf einem Areal von 205.000 m² werden Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 m², sowie die zugehörige Infrastruktur und Freianlagen realisiert.
Bild: HSU - UniBwH

Auf einem Areal von 205.000 m² werden Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 m², sowie die zugehörige Infrastruktur und Freianlagen realisiert.
Bild: HSU - UniBwH
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Stärkung der Bundeswehr kommt dem Projekt „Campus DOK“ eine wichtige Rolle zu. Die Bundeswehr tätigt mit der Campusentwicklung eine wichtige Investition in die Zukunft der universitären Ausbildung ihres Führungskräftenachwuchses als elementaren Bestandteil der Offizierausbildung. Auch für die Stadt Hamburg ist das Projekt von enormer Bedeutung, da der neue Campus den Forschungs- und Wissenschaftsstandort stärken wird.

Die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertreterin hat folgende Bau- und Planungspartner für das Projekt gewinnen können:

Objektplanung Gebäude:

Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB

MO Architekten - Moritz + Krause PartGmbB

Wetzel & von Seht - Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB

Erweiterte Objektplanung/ Freianlagen Ingenieurbau:

WES GmbH LandschaftsArchitektur

Glück Landschaftsarchitektur GmbH

BPR Dr. Schäpertöns Consult GmbH & Co.KG

Fachplanung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

RMN Ingenieure GmbH

Fachplanung Technische Ausrüstung HLSM (Heizung, Lüftung, Sanitär & Maschinentechnik):

Buro Happold GmbH

Ausführung Abbruch, erweiterter Rohbau und Fassade:

HOCHTIEF Infrastructure GmbH Building Hamburg

Ausführung Ausbau und Laborbau:

Lindner SE

Ausführung Tiefbau, Abbruch, Außen- und Verkehrsanlagen:

WIWA Wilko Wagner GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

Rud. Otto Meyer Technik GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung HLS (Heizung, Lüftung, Sanitär):

ENGIE Deutschland GmbH, NL Hamburg

Thematisch passende Artikel:

Vergabeverfahren für Milliarden-Sanierung der Bundeswehr-Universität in Hamburg gestartet

Es ist eines der größten Bauvorhaben in der Bundesrepublik – Die Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg soll saniert werden und dafür stellen Bundeswehr und Bundesbau ein Bauvolumen von etwa einer...

mehr

Bundeswehr-Campus Hamburg: Sanierung und Neubauten nach IPA-Modell mit BIM-Einsatz

tab: Herr Appel, von wie vielen Neu- und Bestandsgebäuden sprechen wir? Und wie sind die Größenverhältnisse der Gebäude? Donald Appel: Die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg...

mehr
Ausgabe 02/2016

CAFM-System an Elite-Universität

Neubauprojekt zur Einführung genutzt

Der neue Campus der Universität umfasst sechs Gebäude auf einer Grundstücksfläche von rund 100.000?m², die sowohl in architektonischer Hinsicht als auch in Bezug auf ihre technische Ausstattung...

mehr
Ausgabe 11/2017 Gebäudetechnik für Institutsneubau

Das Haus der Erde in Hamburg

Apleona Wolfferts Gebäudetechnik ist mit dem Einbau von Kälte-, Sanitär- und Lüftungsanlagen in das neue Institut für Geowissenschaften und Klimaforschung der Universität Hamburg beauftragt. Das...

mehr