Zur Lüftung in Kindergärten

Gründe für einen mechanisierten Luftaustausch

Viele kennen automatische Lüftungssysteme hauptsächlich aus einem Bad ohne Fenster, wie sie meist in Hotels zu finden sind. Immer, wenn das Licht angeht, surrt der Lüfter los, den man für gewöhnlich nur anhand der Schlitze in der Wand erkennt. In Gebäuden mit Tageslichtbad fehlen die Lüfter völlig. Nur in Neubauten werden sie mittlerweile häufiger eingebaut – und das mit gutem Grund.

Wer auch im Sommer erträgliche Temperaturen im Inneren eines Gebäudes haben möchte, muss die Räume zunächst einmal regelmäßig lüften. Und das auch, wenn die Temperaturen draußen hoch sind, denn ohne geöffnete Fenster heizt sich die Luft im Innenraum immer mehr auf, sie wird stickig und kann kaum noch Feuchtigkeit aufnehmen. Begünstigt wird dies vor allem bei Gebäuden mit Flachdach – also bei vielen Kindertagesstätten. Der Luftaustausch ist somit dringend notwendig und kann entweder über manuelles Lüften oder über automatische Lüftungssysteme erfolgen.

 

Manuelles und automatisches Lüften

Der Nachteil beim manuellen Lüften: Es wird oft zu selten, zu kurz oder ohne richtigen Durchzug gelüftet, der Straßenlärm dringt ungehindert herein und auch sämtliche Schadstoffe aus der Außenluft sowie Pollen kommen mit der Luft in die Räume. Für Allergiker, Asthmatiker und lärmempfindliche Personen ist manuelles Lüften somit eine unkomfortable und belastende Lösung. Für Kindergärten und Kitas, die nicht nur auf zwei bis drei Bewohner, sondern auf ganze Gruppen Rücksicht nehmen müssen, ist es noch einmal zusätzlich kompliziert.

Anders stellt es sich bei automatischen Lüftungssystemen dar: Sie durchlüften die Räume regelmäßig und von den Bewohnern meist unbemerkt, da sie kaum eigene Geräusche verursachen – anders als die meist alten Lüfter in Hotelbädern. Dank effektiver Schallschutzblenden können also auch lärmempfindliche Personen entspannt ihrem Alltag nachgehen. Darüber hinaus filtern Schadstoff- und Pollenfilter alles aus der Atemluft, was da nicht hingehört.

Neben diesen generellen positiven Eigenschaften machen automatische Lüfter jedoch auch im tiefsten Winter und Hochsommer eine gute Figur. Wie das? Wer neben der Zufuhr von Außenluft auch die Raumtemperatur konstant halten möchte, also im Winter warm und im Sommer kühl, muss seine Räume lediglich mit Lüftern mit Wärmerückgewinnung ausstatten. Et voilà: Die Luft ist nicht nur frisch und sauber, sondern hat auch die exakt richtige Temperatur zum Wohlfühlen.

Erreicht wird diese Temperaturstabilität durch einen Speicherstein aus Keramik, der mitten im Lüfter verbaut ist. Auf dem Weg nach außen gibt die Innenluft ihre Temperaturinformation an den Stein weiter – der Speicherstein lädt sich mit der Wärmeenergie der Innenluft auf. Zeitglich gibt er sie an die auf der anderen Seite vorbeiströmende Außenluft wieder ab. Kalte Winterluft wird somit gewärmt, heiße Sommerluft gekühlt.

Mit dieser simplen Methode erreichen Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung eine nahezu gleichbleibende Temperatur im Inneren trotz stark schwankender Temperaturen außen. Der Verlust beträgt gerade einmal rund 10 %. Und auch die Klimabilanz kann sich für gewöhnlich sehen lassen. Wichtig sind die Qualität der eingebauten Lüfter und die Aussagekraft der durchgeführten Tests.

 

ASB-Kindertagesstätte Tollhaus am Wald

Die Kindertagesstätte „Tollhaus am Wald“ in Falkensee, Brandenburg
Foto: Lunos

Die Kindertagesstätte „Tollhaus am Wald“ in Falkensee, Brandenburg
Foto: Lunos

Genug von heißen und stickigen Räumen hatte auch die ASB-Kindertagesstätte Tollhaus am Wald in Falkensee, Brandenburg. Sie ist eine von acht Einrichtungen des Arbeiter-Samariter-Bundes Falkensee und wurde von Lunos, mit einem kompletten Lüftungssystem ausgestattet. Insgesamt 23 Lüftungsgeräte durchlüften jetzt die Kindertagesstätte, je nach Nutzung und Auslastung der Räume kommen unterschiedliche Lüftertypen zum Einsatz. Was jedoch allen gemeinsam ist: Sie ergeben zusammen ein System, das genau auf die Bedürfnisse der Kita zugeschnitten wurde. Während die Aufenthalts- und Büroräume der Kindertagesstätte dank Wärmerückgewinnungsgeräten nun über konstant frische Luft ohne Temperaturschwankungen verfügen, können die klassischen Ablufträume wie Bäder und Küche kosteneffizient bei Bedarf entlüftet werden. Sämtliche Lüfter wurden außerdem mit zusätzlichen Pollenfiltern ausgestattet.

Zum ersten Mal gehören gekippte Fenster und gleichzeitiges Zuwedeln von kühlerer Luft der Vergangenheit an. „Das Lüftungssystem von Lunos lüftet jetzt permanent, ohne dass wir das richtig mitbekommen. Es bleibt in den Räumen schön kühl und die Kinder können bei bester Raumluft spielen“, berichtet Peggy Richter, Leiterin der Kita Tollhaus. „Selbst wenn ich die Kita nach einem heißen Wochenende aufschließe, begrüßt mich drinnen nicht mehr stickige, heiße Luft, sondern kühle und frische. Das macht einen unglaublichen Unterschied.“

Dass man sich an diesen neuen Komfort schnell gewöhnt, zeigt die Tatsache, dass auch an heißen Nachmittagen die Fenster jetzt geschlossen bleiben. „Wenn die Luft drinnen frisch und kühl ist, kommt man gar nicht mehr auf die Idee, die Fenster zu öffnen“, stellt eine der Erzieherinnen fest. Das bringt auch auf vielen anderen Ebenen eine Erleichterung für das Personal. „Wir können jetzt unbeschwert mit den Kindern von drinnen nach draußen wechseln, ohne uns um die Einbruchsgefahr Sorgen machen zu müssen. Und wenn mal ein Gewitterguss niedergeht, müssen wir nur noch die Kinder rechtzeitig ins Trockene bekommen, ohne eine Person abzustellen, die hektisch durchs Haus rennt und alle Fenster schließt.“

Einbau des „Nexxt“ im Aufenthaltsraum 
Foto: Lunos

Einbau des „Nexxt“ im Aufenthaltsraum 
Foto: Lunos

Auch im vergangenen Winter war das Lüftungssystem von Lunos bereits im Einsatz. „Es war wunderbar“, erinnert sich Leiterin Peggy Richter. „Die Luft war frisch und trotzdem warm. Keine Spur mehr von zu trockener Heizungsluft. Und die Rückzahlung bei den Wärmekosten war ein nettes Extra.“ Doch nicht nur die hohe Einsparung bei den Heizkosten sorgt für Freude bei der Kitaleitung. Für Frau Richter, die seit Jahren an einer Pollenallergie leidet, sind die Pollenfilter ein weiteres Highlight: „Endlich kann ich ohne Probleme durchatmen. Am liebsten würde ich ins Büro ziehen.“


Lüftungsgeräte für nahezu jeden Gebäudetyp

Diese rundum positive Erfahrung mit automatischen Lüftern lässt sich auf nahezu jeden Gebäudetyp übertragen. Egal ob Kita, Schule, Büro oder Wohngebäude, von einer regelmäßigen und bedarfsgerechten Lüftung profitieren alle. Wichtig ist jedoch, dass das Lüftungssystem exakt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt wird. Neben der Lektüre von Flyern und Broschüren schadet deshalb im Vorfeld auch das Gespräch mit Fachleuten nicht, weiß Michael Merscher, Technischer Leiter und Teil der Geschäftsführung von Lunos: „Jeder Mensch definiert Behaglichkeit ein wenig anders. Bei manchen geht es nur um die Temperatur, wieder andere benötigen eine pollenfreie Luft oder möglichst wenig Betriebsgeräusch. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Anforderungen pro Raum, denn ein Gästezimmer muss nicht so intensiv belüftet werden wie das Wohnzimmer, in dem die ganze Familie zusammenkommt. Bei Kitas und Büros sehen wir dieselben unterschiedlichen Nutzungsintensitäten je Raum. Es lohnt sich also, im Vorfeld genau zu planen und sich exakt das Lüftungssystem einbauen zu lassen, das allen Bedürfnissen gerecht wird.“

 Der „Lunomat“
Foto: Lunos

 Der „Lunomat“
Foto: Lunos

Durch seine Arbeit leistet das Unternehmen schon per se einen hohen Beitrag zum Klimaschutz, denn durch die sparsamen Lüfter lassen sich sowohl hohe Verbräuche beim Strom (Stichwort Klimaanlage) als auch bei der Heizung deutlich reduzieren. Darüber hinaus bildet das Unternehmen aber auch ganz nebenbei die Generationen von morgen.

„Kinder können vielleicht nicht auf Anhieb den Unterschied zwischen einer Klimaanlage und einem Lüfter benennen“, sagt Michael Merscher. „Aber den Kindern der Kita Tollhaus am Wald ist natürlich aufgefallen, dass sich die Erzieherinnen immer wieder über das tolle neue Lüftungssystem unterhalten haben. Auf Nachfragen wurde dann erklärt, dass jetzt immer automatisch frische Luft in die Räume kommt und dass das deutlich besser funktioniert als heizen oder Fenster öffnen. Und das merken sich die Kinder bis ins Erwachsenenalter.“

Und die Eltern der Kinder vom Tollhaus am Wald? Auch hier gibt es nichts als Zustimmung. „Wir sind alle richtig begeistert. Von Anfang an lagen Flyer aus, die uns über die Änderungen informiert haben. Und meine Tochter kommt endlich ohne rotgejuckte Augen aus der Kita“, freut sich ein Vater, dessen Tochter genau wie die Kitaleitung allergisch auf Pollen reagiert.

Ende gut, alles gut, heißt es also für die Tollhaus-Kita. Die ersten Monate nach dem Einbau des Lüftungssystems haben alle überzeugt. Nach einigen Jahren, so die Rechnung der Kitaleitung, werden die reduzierten Heizkosten die Ausgaben für Lüfter und Installation wettgemacht haben. Die Kosten für den Betrieb der Kita konnten also dauerhaft gesenkt werden – neben den vielen weiteren Vorteilen ein weiterer Punkt auf der Haben-Seite. Und wenn mal ein Pollenfilter gewechselt werden muss? „Das machen wir dann einfach selber“, sagt Frau Richter. „Es ist nicht schwierig und wurde uns beim Einbau genauestens erklärt. Auch das wird uns also nicht mehr zum Schwitzen bringen.“

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