Temporäre Schulgebäude klimatisieren

Erstellung isolierter Lüftungskanäle auf der Baustelle

Derzeit müssen – bezogen auf ganz Frankfurt am Main – jährlich zusätzliche Plätze für ca. 2.000 Schüler geschaffen werden. So eröffnete in Riedberg zu Beginn des neuen Schuljahres 2019/2020 die insgesamt dritte Stadtteil-Grundschule. Obwohl als tempo­rärer Bau geplant und errichtet, setzte der Bauherr auf eine hochwertige Klima- und Lüftungstechnik.

Es musste schnell gehen: Die zusätzlichen Grundschulplätze für insgesamt 200 Schüler sollten auf jeden Fall noch zum neuen Schuljahr bereitgestellt werden. Da der eigentliche Standort für die neue Grundschule Riedberg 3 derzeit noch von einer anderen Schulgemeinde genutzt wird, setzte die Stadt Frankfurt auf eine temporäre Lösung. An der Hans-Leistikow-Straße im Stadtteil Riedberg wurde innerhalb einer elfmonatigen Planungs- und Realisierungszeit ein Übergangsquartier aus 166 Stahlmodulen errichtet, das für die kommenden zwei Jahre das zeitweilige Zuhause der neuen Grundschule sein wird. Die...

Es musste schnell gehen: Die zusätzlichen Grundschulplätze für insgesamt 200 Schüler sollten auf jeden Fall noch zum neuen Schuljahr bereitgestellt werden. Da der eigentliche Standort für die neue Grundschule Riedberg 3 derzeit noch von einer anderen Schulgemeinde genutzt wird, setzte die Stadt Frankfurt auf eine temporäre Lösung. An der Hans-Leistikow-Straße im Stadtteil Riedberg wurde innerhalb einer elfmonatigen Planungs- und Realisierungszeit ein Übergangsquartier aus 166 Stahlmodulen errichtet, das für die kommenden zwei Jahre das zeitweilige Zuhause der neuen Grundschule sein wird. Die schnelle Lieferung und Installation der Module in nur zwei Monaten legte den Grundstein für die Einhaltung des äußerst knappen Zeitplans, von dem auch Werner Hutner, Inhaber der Hutner Kälte-, Klima & Lufttechnik, betroffen war.

„Wir waren für die Montage sämtlicher Klimaaggregate und Lüftungskanäle am und im Gebäude verantwortlich“, so Werner Hutner. „Die größte Herausforderung bestand sicherlich in dem ambitionierten Zeitplan. Wir hatten für alle Arbeiten nur rund zwei Wochen Zeit. Darüber hinaus ergaben sich bestimmte Anforderungen durch das Gebäude selbst, insbesondere hinsichtlich des Platzes, der für Installationen zur Verfügung stand.“ Insgesamt errichtete das Team um Werner Hutner Lüftungskanäle mit einer Oberfläche von rund 400 m2.

 

Komplettsystem für Lüftungskanal und Isolierung

Vor dem Hintergrund der bauspezifischen Gegebenheiten vertraute Werner Hutner für die Umsetzung der Kanäle auf die Stärken des „Climaver“-Systems von Isover. Mit diesem Komplettsystem entstehen Lüftungskanal und Isolierung in einem Arbeitsschritt. Möglich macht dies die spezielle Systemplatte „Climaver A2 neto“. Diese hochwärmedämmende Glaswolle-Platte (Wärmeleitfähigkeit
bei 10 °C: λ = 0,032 W/(m*K)) verfügt auf der Außenseite über eine besonders stabile, diffusionshemmende Alukaschierung. Die patentierte Innenseite besteht aus einem hochreißfesten Glasseidengewebe, welches die Hygieneanforderungen gemäß VDI 6022 erfüllt und Schimmelpilzen sowie Bakterien keinen Nährboden bietet.

 

Keine Vorfertigung notwendig

Die Herstellung der Lüftungskanäle kann in wenigen Arbeitsschritten direkt auf der Baustelle erfolgen. Eine Vorfertigung ist nicht notwendig. „So konnten wir flexibel und schnell auf bauliche Änderungen vor Ort reagieren. Das sparte sowohl bei der Installation als auch bei der Abnahme Zeit“, so Werner Hutner weiter.

Die Verarbeitung erfolgt denkbar einfach: Auf der Innenseite der „Climaver A2 neto“-Platte wird entsprechend der geforderten Kanalgeometrie zunächst ein Stufenfalz hergestellt, dann der Lüftungskanal zusammengefaltet. Danach werden die Überlappungsstreifen der Alukaschierung angetackert und die Plattenstöße mit dem „Climaver“-Aluminium-Klebeband luftdicht verklebt. Ein weiterer Vorteil des Systems: Die Montage kann äußerst platzsparend, mit geringem Abstand zu angrenzenden Bauteilen erfolgen. „Dies war besonders in den Fluren und im Küchenbereich der Schule von Vorteil. Dort konnten wir die Lüftungskanäle mit nur 50 mm Abstand zur Decke montieren, so dass die Raumhöhe nicht allzu stark eingeschränkt wurde“, berichtet Werner Hutner.

Neben den innenliegenden Lüftungskanälen verlaufen einige Kanäle auch außerhalb der Stahlmodule. Für die temporäre Nutzung über zwei Jahre hinweg wird der Witterungsschutz der eingesetzten Kanäle ausreichend sein. Das im Fassadenbereich angebrachte Fassadensegel schützt die Kanäle zusätzlich vor Witterungseinflüssen. Die Verarbeitung konnte entsprechend analog zu den Innenräumen durchgeführt werden.  

 

Wichtig für den Schulbetrieb: Ruhe!

Für den Schulbetrieb nicht minder von Bedeutung waren die schallschutztechnischen Eigenschaften aller verbauten Anlagen. Der Einsatz des „Climaver“-Systems leistete auch hier einen signifikanten Beitrag zur Schaffung einer lärmfreien Umgebung. Störende Vibrationen sind so gut wie ausgeschlossen, und der über die Kanäle übertragene Schall wird auf ein nahezu nicht mehr wahrnehmbares Niveau reduziert (Schallabsorptionsgrad αP = 0,75 bei 500 Hz gemäß EN ISO 354 und 11654). „Climaver“ bietet so einen weit besseren Schallschutz als herkömmliche, gedämmte Lüftungsleitungen aus Stahlblech. „In Riedberg konnte dadurch auf den Einsatz von zusätzlichen Schalldämpfern verzichtet werden. Auch dies zahlte sich natürlich wiederum positiv auf die vorhandene Raumhöhe aus.“

Die in der neuen Grundschule entstandenen Lüftungskanäle erfüllen damit höchste Anforderungen in Sachen Schallschutz. Gleichzeitig sind die „Climaver A2 neto“-Platten nicht brennbar (Euroklasse A2-s1, d0), erfüllen die Anforderungen gemäß M-LüAR und sind ohne Weiteres im Bereich von Flucht- und Rettungswegen einsetzbar. Da Lüftungskanäle mit „Climaver“ darüber hinaus deutlich ressourcenschonender sind als herkömmliche, isolierte Klimakanäle aus Metall, stellt das System eine besonders nachhaltige Lösung dar – gerade auch für Gebäude, die nur temporär genutzt werden sollen, ein zusätzlicher Vorteil.

„Sicherlich gibt es, im Vergleich zum herkömmlichen Lüftungskanalbau, die eine oder andere Umstellung bei der Verarbeitung. So entfallen z.B. die sonst üblichen Rundbögen, dafür können aus den „Climaver“-Platten aber leicht passende Formstücke hergestellt werden. An den Verbindungsstellen werden die Kanäle nicht wie üblich verschraubt, sondern durch den vorhandenen Stufenfalz ineinandergesteckt und mit „Climaver“-Aluminium-Klebeband verklebt. Dies ist vor allem in beengten Bereichen ein großer Vorteil. Dank des geringen Gewichts der Platten gehen die Arbeiten einfach wesentlich schneller von der Hand, so dass auch ambitionierte Bauablaufpläne präzise eingehalten werden können“, so das Fazit von Klimaprofi Werner Hutner.

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