Rohrsysteme aus Kupfer

Einsatzbereiche in der Trinkwasserinstallation

Bis das Trinkwasser beim Verbraucher aus dem Zapfhahn kommt, müssen stets die strengen Grenzwerte der aktuellen Trinkwasserverordnung eingehalten werden. Denn Wasser ist ein essentielles Lebensmittel, das zu jeder Zeit hygienisch einwandfrei, gesundheitlich unbedenklich und genusstauglich sein muss. Mit dem Werkstoff Kupfer in der Hausinstallation stehen die Verantwortlichen auf der sicheren Seite.

Von der Wasseraufbereitung über die Wasserverteilung bis zur Übergabestelle im Haus liegt die Verantwortung in Bezug auf Trinkwasserinstallationen beim Wasserversorger. Für die Erhaltung der Trinkwasserqualität in der Hausinstallation ist dagegen der Hausbesitzer oder der Betreiber der Installation verantwortlich. Doch Fachplaner und Ausführende haben bereits im Vorfeld dafür zu sorgen, dass der Anlagenbetreiber diesen Pflichten später auch nachkommen kann – durch die Auswahl der richtigen Materialien, eine fachgerechte Planung und Installation sowie eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung...
Von der Wasseraufbereitung über die Wasserverteilung bis zur Übergabestelle im Haus liegt die Verantwortung in Bezug auf Trinkwasserinstallationen beim Wasserversorger. Für die Erhaltung der Trinkwasserqualität in der Hausinstallation ist dagegen der Hausbesitzer oder der Betreiber der Installation verantwortlich. Doch Fachplaner und Ausführende haben bereits im Vorfeld dafür zu sorgen, dass der Anlagenbetreiber diesen Pflichten später auch nachkommen kann – durch die Auswahl der richtigen Materialien, eine fachgerechte Planung und Installation sowie eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung während der gesamten Lebensdauer der Trinkwasseranlage. So muss z. B. die Einrichtung von speziellen Ventilen zur Probeentnahme von vornherein mit einbezogen werden. Denn nur so ist deren Betriebssicherheit, Funktionstüchtigkeit und Gebrauchstauglichkeit zu gewährleisten.

Verzinkter und nichtros­tender Stahl oder (innenverzinntes) Kupfer

Alle mit Trinkwasser bestimmungsgemäß in Berührung kommenden Anlagenteile können mit diesem reagieren – mit Auswirkungen auf das verwendete Material und die Wasserbeschaffenheit. Die einzusetzenden Werkstoffe müssen daher den technischen und hygienischen Anforderungen genügen. Grundsätzlich sind die vorgesehenen Werkstoffe auf Eignung in Bezug auf die Wasserbeschaffenheit zu prüfen. Die Werkstoffauswahl hat so zu erfolgen, dass Korrosionsschutzmaßnahmen durch eine Behandlung des Trinkwassers nicht erforderlich sind. Es dürfen nur solche Werkstoffe für Trinkwasserinstallationen eingesetzt werden, die den Anforderungen nationaler Normen oder dem DVGW-Regelwerk entsprechen. Auf der „Positivliste der trinkwasserhygienisch geeigneten metallischen Werkstoffe“ des Umweltbundesamtes (UBA) wird die trinkwasserhygienische Eignung von metallenen Werkstoffen in den folgenden drei Pro­dukt­gruppen festgestellt:

1. Rohre,

2. Armaturen, Rohrverbinder, Apparate sowie Pumpen und

3. Komponenten, deren wasserberührte Fläche in der Summe nicht mehr als 10 % der gesamten Bauteilfläche in Armaturen, Rohrverbindern, Apparaten sowie Pumpen einnimmt

Als gesundheitlich-hygienisch geeignete Rohrwerkstoffe werden schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe (Einsatz nur in Kaltwasser-Installationen und definierten Trinkwasserqualitäten), nicht rostender Stahl, Kupfer und innenverzinntes Kupfer gelistet.

Der Werkstoff Kupfer

Kupfer und Kupferlegierungen gelten als ein optimaler Werkstoff für die Hausinstallation: Lange Lebensdauer, vielseitige Einsatzmöglichkeiten sowie einfache Verarbeitung zeichnen Kupfer als Material für Installationsrohre aus. Kupferrohre sind universell einsetzbar: warmes und kaltes Trinkwasser, Heizungswasser, Öl, Gas und Flüssiggas, Regenwasser und Solaranlagen. Auch die Kälte- und Klimatechnik würde ohne den Werkstoff Kupfer nicht funktionieren. Die Werkstoffeigenschaften sowie die geradezu ideale Verbindungstechnik von Kupfer – von Löten über Pressen bis hin zu Schweißen haben zu seiner Verbreitung beigetragen.

Wie bereits angesprochen, ist die Werkstoffauswahl für Trinkwasserinstallationen unter Berücksichtigung der örtlich zur Verfügung stehenden Trinkwasserqualität durchzuführen. Des Weiteren müssen Erfahrungen, die gegebenenfalls beim Wasserversorger, den Installationsunternehmen oder beim Rohrhersteller bekannt sind, berücksichtigt werden. Kupferinstallationsrohre, einschließlich der bewährten Verbindungstechnik aus Kupfer, können in nahezu allen Trinkwässern, die in Deutschland zur Verfügung stehen, eingesetzt werden. Einsatzbeschränkungen bestehen lediglich bei Trinkwässern mit einem niedrigen pH-Wert. Rohre und Fittings aus Kupfer können uneingeschränkt für Trinkwasser verwendet werden, wenn der pH-Wert bei 7,4 oder höher liegt oder wenn bei pH-Werten zwischen 7,0 und 7,4 der TOC-Wert (die Gesamtmenge an organischem Kohlenstoff) von 1,5 mg/l nicht überschritten wird. Laut Trinkwasserverordnung darf der pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 liegen.

Grundsätzlich ist allen Baubeteiligten anzuraten, sich bereits in der Planungsphase über die Ausgangslage zu informieren und das Material für die Hausinstallation entsprechend zu wählen. Auch bereits bestehende Trinkwasserinstallationen aus Kupfer lassen sich problemlos auf den nach der aktuellen Trinkwasserverordnung geforderten Stand bringen, da sie mit sämtlichen nach DVGW zugelassenen Systemkomponenten kompatibel sind. Auf der sicheren Seite sind hier alle Verantwortlichen mit den Produkten der KME Germany GmbH & Co. KG.

Universell einsetzbares, blankes Kupferrohr

„Sanco“-Kupferrohre bieten für alle Einsatzbereiche eine gleichbleibend hohe Qualität. Sie sind mit dem Gütezeichen RAL sowie dem DVGW-Zeichen gekennzeichnet und als Stangen oder Ringrohre konfektioniert. Sämtliche in der Hausinstallationstechnik üblichen Verbindungstechniken können bei „Sanco“-Rohren angewendet werden. Sie lassen sich weichlöten, hartlöten, pressen, schweißen, klemmen oder stecken; weiche, halbharte und harte Rohre können kalt gebogen werden. Wer nur mit Meterpreisen kalkuliert und diese bei unterschiedlichen Rohrsystemen vergleicht, vergisst die Verbindungstechnik einzubeziehen und kann bei der Rechnung möglicherweise unangenehm überrascht werden. „Sanco“ istuniversell in der Haustechnik einsetzbar und mit Fittings aller führenden Hersteller kompatibel.

Mit veredelter Oberfläche

Auf der „Liste der trinkwasserhygienisch geeigneten metallischen Werkstoffe“ ist als gesundheitlich-hygienisch geeigneter Rohrwerkstoff innenverzinntes Kupferrohr genannt. Mit „Copatin“ rundet KME das Lieferprogramm für die Trinkwasserinstallation in diesem Bereich ab.

In einem patentierten Herstellungsverfahren wird das nahtlos gezogene Kupferrohr innen mit einer hochwertigen Zinnschicht versehen – die Oberfläche wird veredelt. Auf diese Weise entsteht ein Qualitätsrohr, das auch hohen mechanischen Belastungen standhält und nicht altert. Gleichzeitig vereint „Copatin“ die guten Verarbeitungsmöglichkeiten von Kupfer mit den hervorragenden Hygieneeigenschaften von Zinn.

Bei innenverzinntem Kupfer gibt es keine Einschränkungen im Anwendungsbereich für den Kontakt mit Trinkwasser. Es eignet sich daher uneingeschränkt für alle Trinkwasserqualitäten; es ist ein offenes System mit kompatibler Verbindungstechnik gemäß DVGW-GW 2 bzw. DIN 1988-200.

Das bedeutet, diese Rohre können mit allen DVGW-zugelassenen Fittings verbunden werden. Das vereinfacht die Verfügbarkeit, da jeder Großhändler und Installateur Kupferfittings bevorratet und kein Systemzwang besteht. Auch was die Verarbeitbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit betrifft, ist das System bestens positioniert. „Copatin“-Installationsrohre gibt es als Ringrohr (12 bis 22 mm) und als Stangenware (12 bis 108 mm), die weich gelötet oder gepresst verbunden werden kann.

KME Germany bietet auf das System – „Copatin“ und DVGW-zugelassener Fitting – eine Garantie an, je nach Rechtsgrundlage über einen Zeitraum von vier bzw. fünf Jahren.

Erhältlich ist also nicht nur ein offenes System, sondern auch ein Kontakt im Gewährleistungsfall und damit Rechtssicherheit. Denn in allen Detail- sowie Schadensfragen steht das Unternehmen als Ansprechpartner sowohl für das Rohr als auch für die Verbindungstechnik zur Verfügung.

Fazit

Trinkwasser ist ein kostbares Gut, dessen Reinhaltung lebenswichtig ist. Hier stehen vom Wasserversorger über den Fachplaner und Ausführenden bis hin zum Verbraucher alle Beteiligten in der Verantwortung. Rechtssicherheit und eine Garantie, dass die hohen Ansprüche der Trinkwasserverordnung eingehalten werden, erhalten alle Verantwortlichen, wenn sie auf Kupfer als Material setzen.

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