Nur eingeschränkt enttäuscht

„Nichtergebnisse“ auf dem Weltklimagipfel

Hatte man von der Weltklimakonferenz 2009 noch große, zukunftsweisende Vereinbarungen der Staatengemeinschaft erwartet, wurden die Erwartungen auf den Folgeveranstaltungen Jahr für Jahr zurückgeschraubt. Wer weiß heute noch, dass 2010 eine Weltklimakonferenz in Cancn in Mexiko und 2011 in Durban in Südafrika stattfand. Die Weltklimakonferenz 2012 reiht sich nahtlos in die beiden Vorgängerveranstaltungen ein. Es wurde debattiert und diskutiert, aber erneut wurden keine Fortschritte erzielt. So konnte es bereits als Erfolg verkauft werden, dass das Kyoto-Protokoll bis 2020 fortgeführt wird. Dass weitere Staaten aus dieser Vereinbarung ausgestiegen sind, wird nur noch zur Kenntnis genommen. Lautstarke Proteste gibt es nicht.

Ob eine Temperaturerhöhung bis 2100 für unseren Planeten Erde nun 3, 4 oder 5 K betragen wird, scheint nicht mehr so relevant. Dass die Staatengemeinschaft sich mit verpflichtenden Vereinbarungen schwer tut, hat sie die Jahre zuvor schon deutlich bewiesen. Dies sollte aber keineswegs dazu führen, nun den Kopf in den Sand zu stecken. Mit der Technik am und im Bau ist unsere Branche zumindest einer der Schalthebel, die zwar nicht das Weltklima im Alleingang retten kann, doch durch eine Verbesserung der Technischen Gebäudeausstattung vor allem im Bestand kann sie dafür sorgen, dass Gebäude ohne Komforteinbußen weniger Energie für ihren Betrieb benötigen. Die TGA als Vorbild ist vielleicht ein Stück weit Vision, aber auch ein Beispiel dafür, dass kleine Schritte etwas bewirken können. Das zeigen die vielen bereits sanierten Gebäude, bei denen deutliche Energieeinsparungen erreicht werden konnten.

So sollte man trotz der „Nicht­ergeb­nis­se“ auf dem Weltklimagipfel 2012 zuversichtlich in das Jahr 2013 einsteigen, das für Sie hoffentlich viele interessante Aufträge und Aufgaben bereit hält. Mit der ISH in Frankfurt/Main im März erwarten wir dazu neue Anregungen und Produkte, die zum erfolgreichen Gelingen der Projekte in diesem Jahr beitragen können. Die Infor­mationen hierzu stellen wir mit der tab auch im 44. Jahr ihres Bestehens gerne für Sie zur Verfügung.

Das Weltklima ist nicht mit Konferenzen zu retten, sondern durch Taten!
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