Kosten senken, Komfort steigern

Die Anforderungen an die Ener­gie­effizienz von Gebäuden werden immer höher und umfangreicher. Umfangreich sind allerdings auch die möglichen Maßnahmen, die man ergreifen kann, um die Ener­gieeffizienz zu verbessern: Opti­mie­rung der Heizungsanlage, Dämmung der Gebäudehülle, Wärme­rückgewinnung, Lichtsteuerung usw. Doch was soll man tun, was lassen? Schließlich steht nicht für alle denkbaren Maßnahmen das nötige Kleingeld zur Verfügung. Da verhält sich so mancher Gebäude­betreiber und Immobilienbesitzer wie der bekannte Esel, der zwischen zwei Heuhaufen sitzt, sich nicht entscheiden kann,...

Die Anforderungen an die Ener­gie­effizienz von Gebäuden werden immer höher und umfangreicher. Umfangreich sind allerdings auch die möglichen Maßnahmen, die man ergreifen kann, um die Ener­gieeffizienz zu verbessern: Opti­mie­rung der Heizungsanlage, Dämmung der Gebäudehülle, Wärme­rückgewinnung, Lichtsteuerung usw. Doch was soll man tun, was lassen? Schließlich steht nicht für alle denkbaren Maßnahmen das nötige Kleingeld zur Verfügung. Da verhält sich so mancher Gebäude­betreiber und Immobilienbesitzer wie der bekannte Esel, der zwischen zwei Heuhaufen sitzt, sich nicht entscheiden kann, welches Angebot er wahrnehmen soll, und letztendlich verhungert.

Einen Ausweg aus diesem Entscheidungsdilemma boten die „elkona“-Seminare, die im Juni 2008 in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln stattfanden. „elkona“ steht für „elektrotechnische Konzepte für Architektur“. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine Veranstaltungsreihe zum Thema Energieeffizienz, für die sich die Firmen SVEA Building Control Systems GmbH & Co. (www.svea-bcs.de), Warema Renkhoff GmbH (www.warema.de) und TAC GmbH (www.tac.com) zusammengetan haben. Architekten, Fachplaner, sowie Ansprechpartner aus dem Immobilien- und Baumanagement erhielten wertvolle Ideen und Ratschläge, welche Maßnahmen sinnvoll und effektiv angegangen werden können, um in Gebäuden Energie einzusparen. Die Referenten stellten elektrotechnische Konzepte auf Basis der Raumautomation in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, denn diese sind hervorragend geeignet, um den Energieeffizienz-Anforderungen konsequent zu begegnen und Potentiale optimal auszuschöpfen. „Green-Building“ war dabei ein Schlagwort, das sich durch sämtliche Vorträge zog und das für „Energieoptimiertes Bauen“ steht. Durch den Einsatz von intelligent geplanter Gebäude­technik geht man einen großen Schritt in diese Richtung; denn die Gebäudeautomation ist die Schnittstelle aller Gewerke und das „Gehirn“ eines Gebäudes, das energiesparende Maßnahmen vernetzt und aufeinander abstimmt.

So informierte Reimund Jeßberger, Warema, über die Lösungen zur Energieeinsparung durch Fas­sadenautomation. Durch „intelli­gen­te“ Fassadensteuerungen las­sen sich z. B. die Kühllasten im Sommer, die Heizkosten im Winter und der Stromverbrauch für die künstliche Beleuchtung deutlich reduzieren. Moderne Steuerungen greifen dabei auf Wetterstationen, Sonnenstandsberechnungen, Lamellennachfüh­rung, Berechnungen von jahresabhängigen Verschattungen und moderne Antriebstechnik zurück und reduzieren bei schneller Amortisierung der Investitionskosten den Energieverbrauch.

Meik Obrock, SVEA, legte den Fokus seiner Ausführungen auf die Möglichkeiten der LON-Technik. Der Vergleich eines Gebäudes mit und eines ohne Raumautomation zeigte die möglichen Einsparpotentiale: 60 % der elektrischen Energie für künstliche Beleuchtung, 45 % der elektrischen Energie für Klimatechnik und 25 % der Wärmeenergie lassen sich durch den Einsatz von LON-Technik einsparen. Und dabei wird als zusätzlicher positiver Aspekt der Komfort für die Nutzer eines Gebäudes deutlich gesteigert.

Matthias Schäfer, TAC, erläuterte in seinem Vortrag u.a. die großen Vorteile, die der Betreiber eines Gebäudes durch den Einsatz eines neutralen Gebäudemanage­mentsystems hat. Der Betreiber erhält einen detaillierten, gewerkeübergreifenden Überblick über sein Gebäude, kann sämtliche Daten auch im Fernzugriff kontrollieren, kann Sollwerte lesen und verändern, Energiedaten ab­fragen und auswerten und ist über Alarme und Fehlermeldun­gen ständig informiert.

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