Upgrade auf moderne Technologie
Energiekostenoptimierung im GebäudebestandDie Energiebilanz von Bestandsgebäuden ist deutlich schlechter als bei Neubauten. Die hohen Energieverbrauchswerte bieten großes Einsparpotential – bestehende Installationen können durch intelligente Upgrade-Maßnahmen auf modernste Gebäudemanagement-Technologie gehoben werden. Doch wie versetzt man den Gebäudebetreiber durch das „Werkzeug“ Gebäudemanagementsystem in die Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um den Energieverbrauch auf einem Minimum zu reduzieren und auf niedrigen Niveau zu halten, ohne an Nutzungskomfort einzubüßen?
Die Basis für jede Form von...
Die Basis für jede Form von Energiemanagement bildet die Erfassung von Verbrauchswerten. Hierzu muss eine geeignete Zählerinfrastruktur vorhanden sein bzw. geschaffen werden. Diese Zählerinfrastruktur bedarf einer sorgfältigen Planung, die sich daran orientieren muss, welcher Detaillierungsgrad für eine spätere Auswertung und Optimierung benötigt wird. Nur was gemessen wird, kann später zur Auswertung und Optimierung genutzt werden. Die erfassten Informationen sollen nicht nur zur Auswertung genutzt werden, sondern auch, um den Energieverbrauch gezielt zu reduzieren. Der Optimierungsansatz erfordert Eingriffsmöglichkeiten in den Prozess. Dies können im ersten Ansatz Übersteuerungen auf Zeitprogrammebene bzw. Sollwertanpassungen sein. Steuer und Regelparameter sind weitere Größen, die beinflusst werden können.
Die Gesetzgebung hat dies erkannt und entsprechende Rahmenbedingungen mit der neuen EnEV, der EEG-Umlage, dem Spitzenlastausgleich etc. geschaffen. Auch die energetische Bewertung eines Gebäudes ist gesetzlich vorgeschriebenen. Die Herausforderungen stecken – wie so oft – im Detail und in den entstehenden Kosten. Die Ausgaben amortisieren sich aber schnell, wenn man bedenkt, dass 2 % der Investitionskosten für Gebäudeautomation über 25 % der Lebenszykluskosten beeinflussen.
Integration von bestehenden Anlagenteilen
Um die Kosten bei einer Umrüstung eines Bestandsgebäudes zu minimieren und die Investition möglichst schnell zu amortisieren, müssen Bestandsanlagen erweitert und in das Energiemanagementsystem eingebunden werden. Ein effektives Mittel zur Modernisierung ist die Integration von bestehenden Anlagenteilen mit einer Erweiterung von Messstellen für den Energieverbrauch.
Bei der Integration sollten jedoch nicht nur die HLK-Anlagen berücksichtigt werden, sondern alle Gewerke. Dabei kann sich die Integration von Beleuchtungs- und Sicherheitstechnik als besonders nützlich erweisen, da die einzelnen Komponenten oft nur unzureichend energetisch aufeinander abgestimmt sind.
Typische „Problemszenarien“ sind:
Zielsetzung gewerkeübergreifendes Betriebssystem
Die meisten modernen technischen Systeme in Gebäuden sind mit Kommunikationsschnittstellen ausgerüstet. Allerdings gibt es in der Gebäudeautomation eine Vielzahl von Kommunikationsprotokollen wie BACnet, OPC, Lon, Modbus, M-Bus etc., die parallel zueinander weiterentwickelt werden. Zudem unterstützen unterschiedliche Hersteller unterschiedliche Protokolle. Die Komplexität der zu übertragenden Daten hat ebenfalls Einfluss auf das gewählte Übertragungsprotokoll. Der Idealzustand eines homogenen Bussystems über alle Gewerke hinweg kann bisher nur unter ungerechtfertigt hohen Aufwendungen realisiert werden.
Die Anforderungen an die Kommunikation zwischen Gewerken in einem Gebäude leiten sich aus den angestrebten Zielen und Funktionen der Gebäudetechnik ab:
Die Gebäudeautomation schließt alle installierten Gewerke ein – und auch die Optimierung umfasst alle Gewerke. Ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Gebäudeautomation ist die Kommunikation. Eine Integration via Gateway-Lösungen ist aber komplex und kostenintensiv.
Eine bereits heute verfügbare Lösung sind Integrationsknoten wie z. B. der „Hawk“ von CentraLine. Diese Integrationsplattform verfügt über einen integrierten Webserver und ist nicht an einen PC gebunden. Damit fallen keine komplizierten Betriebssystemumrüstungen und Updates an. Aufgrund der webbasierten Lösung können Anlagenverantwortliche jederzeit und von überall mit Standardbrowsern über den Integrationsknoten „Hawk“ oder auch über die Leitzentrale „Arena AX“ auf die angeschlossenen Subsysteme zugreifen. So überzeugt die Plattform mit niedrigen Betriebs- sowie Instandhaltungskosten und hervorragender zeitlicher und räumlicher Verfügbarkeit. Gleichzeitig kann sie problemlos mit PC-basierten IT-Systemen und Datenbanken, wie SAP, Oracle oder den Microsof- SQL-Server, kommunizieren.
Geräte wie diese unterstützen die nötigen Hardware-Schnittstellen und die entsprechende Software, um die einzelnen Protokolle zu integrieren. Dies ist der erste Schritt, um die Gewerke zusammenzuführen, Informationen, wie z. B. Lastanforderungen, auszutauschen oder gemeinsame Zeitprogramme zu nutzen. Messdaten und Alarme laufen ebenfalls in einem System auf und somit kann ein gewerkeübergreifendes Bediensystem umgesetzt werden. Damit gibt es nur eine Hardwareplattform für alle Protokolle. Außerdem wird der Dienstleistungsaufwand durch die Verwendung nur eines Projektierungswerkzeugs gesenkt, wie sich insgesamt die Komplexität verringert bei gleichzeitiger Erhöhung der Transparenz.
Grundsätzlich ist zu empfehlen, offene Kommunikationsstandards für die Integration zu nutzen, d.h. Protokolle wie BACnet, LON, M-Bus und Modbus. Funklösungen bieten interessante Alternativen zu hohen Verkabelungskosten, eine Aufschaltung funkbasierter Zähler ist über M-Bus-Funkempfänger ebenfalls möglich. Proprietäre Protokolle können zwar auch umgesetzt werden, bergen allerdings mehr Risiken in Sachen Langlebigkeit der Integrationslösung, da jeder Hersteller Herr über den eigenen Kommunikationsstandard ist.
Kommunikation als Optimierungsbasis
Die Funktion eines Integrationsknotens beschränkt sich aber nicht nur auf das reine Übersetzen von Informationen, sondern deckt weit mehr ab. Die einzelnen Gewerke müssen in der Lage sein, Informationen untereinander auszutauschen. Dazu gehören:
Für das optimale Zusammenspiel ist möglichst eine gemeinsame Sprache anzustreben. Für bestimmte Gewerke ist aber weiterhin eine Integration anderer Bussysteme erforderlich. Langfristiges Ziel ist sicherlich BACnet.
Eine Vielzahl der klassischen Funktionen von Bedienzentralen wird hiermit abgedeckt. Das ermöglicht einen Schritt-für-Schritt-Ansatz bei der Umsetzung von Integrationsprojekten. Nach der Integration der einzelnen Gewerke in ein Gesamtsystem steht man von der Herausforderung einer „gemeinsamen Bedienphilosophie“. Betrachtet man Installationen mit einem hohen Grad an Integration, stellt man oft fest, dass die Bedienung sehr komplex ist und mitunter für die einzelnen Gewerke voneinander abweicht. Der Gebäudebetreiber bzw. Servicetechniker muss jedoch ebenfalls „integriert“ werden. Auch wenn man von Energiemanagement-Systemen spricht, erfolgen Optimierungsmaßnahmen nicht vollautomatisch, sondern werden vom Betreiber auf Basis von Informationen aus dem Energiemanagementsystem angestoßen.
Das Energiemanagementsystem muss den Prozess ständig überwachen und den Betreiber entsprechend automatisch informieren (Report). Anomalitäten erkennt das System idealerweise automatisch, außerdem sollten Stellmöglichkeiten vorhanden sein, um den Prozess beeinflussen zu können. Energetische Schlüsselindikatoren werden zur Normierung der Prozessinformationen genutzt. Sie vereinfachen die Lesbar- und Vergleichbarkeit der ermittelten Größen. Der Energieverbrauch, normiert auf die Nutzfläche, ist beispielsweise ein typischer KPI, aber auch Größen mit betriebswirtschaftlichem Bezug werden immer beliebter, also der Energieverbrauch bezogen auf die produzierte Einheit.
Umgesetzte Projekte zeigen, dass die Nachrüstung eines Energiemanagement-Systems mit Integrationsansatz nicht nur die Energiekosten positiv beeinflusst hat. Über die neuen Schnittstellen (webbasierter Integrationsknoten) können Service-Aufgaben effizienter und kostengünstiger wahrgenommen werden:
Errichtung und Betrieb eines Energiemanagement-Systems sind ein mehrstufiger und langfristiger Prozess, bei dem es auf die technischen Komponenten und wesentlich auch auf das Know-how und das Vertrauen zwischen Betreiber und technischem Partner ankommt.
Vergleichbare Liegenschaften durch Energiemanagement
Auf dem Markt eingeführte Energiemanagementsysteme wie „Energy Management Essentials“ von CentraLine helfen bei der Erfassung, Archivierung, Auswertung und Visualisierung von Energiedaten eines Gebäudes und können so erheblich dazu beitragen, Energiekosten einzusparen. Die webbasierte Software hilft dabei, Energievergeudung zu erkennen, das eigene energetische Modell zu optimieren, Gebäude und Liegenschaften vergleichbar zu machen, die besten Energieverträge auszuwählen und das Bewusstsein über die Energienutzung und den Energieverbrauch zu schärfen. Dafür werden in regelmäßigen Abständen Daten unterschiedlichster Verbraucher sowie Datenquellen erfasst und umfassende Berichte über die Energieleistung eines Gebäudes erstellt. So wird erkennbar, wie viel Energie wo verbraucht wird. Verbrauchswerte können zudem in Kosten umgerechnet werden.
Nutzerspezifischer Zugriff per mobilen Endgeräten
Smartphones und Tablets können auch beim Zugriff auf Komponenten der Gebäudetechnik wie HLK-Anlagen, Beleuchtungstechnik oder Energiemanagementsysteme assistieren, sofern sie mit der Integrationsplattform „Hawk“ beziehungsweise der Leitzentrale „Arena AX“ ausgestattet sind. Dies geschieht per WebApps. Diese mobilen Webseiten werden von den CentraLine-Partnern je nach Bedarf des Nutzers konfiguriert, so dass jeder nur das zu sehen bekommt, was er will und braucht. Für jede Nutzergruppe ist eine optimale Bedienfreundlichkeit auf allen Endgeräten gewährleistet. Der Zugriff auf Alarme, Zeitprogramme und Trenddaten ist im hohen Maße effizient gestaltet und bietet einen Mehrwert für alle Nutzergruppen.
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