Klimatechnik fürs Gesundheitszentrum

Flexibilität und Komfort mit Einzelraumabrechnung

Die komfortable und energiesparende Klimatisierung von Arztpraxen und Fachgeschäften der Gesundheitsbranche setzt sich immer mehr durch. Vorbildlich umgesetzt wird dies beispielsweise im Rahmen der schrittweisen Modernisierung eines Gesundheitszentrums in Bünde. Mit einer cloudbasierten Softwarelösung zur Steuerung und Überwachung von Klimaanlagen ist der Betreiber in der Lage, auf sich ändernde Miet- und Raumanpassungen der Arztpraxen und Fachgeschäfte zu reagieren, unabhängig davon, wie die kältetechnischen Anlagen und Rohrleitungen ausgeführt und verlegt wurden.

Das Gesundheitszentrum Bünde-Ennigloh ist ein Zentrum für Gesundheitsdienstleistungen in der medizinischen Versorgung an einem zentralen Standort. Hier finden sich 35 Arztpraxen aus 16 Fachrichtungen mit Schnittstellen zu weiteren Leistungserbringern des Gesundheitswesens. Darüber hinaus gibt es verschiedene gesundheitsbezogene Fachgeschäfte wie beispielsweise zwei Sanitätshäuser, einen Optiker und eine podologische Praxis sowie weitere Anlaufstellen für nicht ärztliche Gesundheitsleistungen. Durch die Vielzahl an Fachmedizinern und Gesundheitsdienstleistern ist das Gesundheitszentrum über...

Das Gesundheitszentrum Bünde-Ennigloh ist ein Zentrum für Gesundheitsdienstleistungen in der medizinischen Versorgung an einem zentralen Standort. Hier finden sich 35 Arztpraxen aus 16 Fachrichtungen mit Schnittstellen zu weiteren Leistungserbringern des Gesundheitswesens. Darüber hinaus gibt es verschiedene gesundheitsbezogene Fachgeschäfte wie beispielsweise zwei Sanitätshäuser, einen Optiker und eine podologische Praxis sowie weitere Anlaufstellen für nicht ärztliche Gesundheitsleistungen. Durch die Vielzahl an Fachmedizinern und Gesundheitsdienstleistern ist das Gesundheitszentrum über die Stadtgrenzen von Bünde hinaus bekannt.

Mit der Realisierung des Konzepts des Gesundheitszentrums sollte vor allem das Spektrum der Fachärzte und Spezialisten so erweitert werden, dass ein großes Einzugsgebiet versorgt werden kann und die Mittelzentrumsfunktion der Stadt Bünde gestärkt wird. Mittlerweile umfasst das Gesundheitszentrum einen Komplex von insgesamt acht Gebäuden, die regelmäßig modernisiert und dem aktuellen Stand der Technik angepasst werden. Dazu zählt z.B. eine komfortable und energiesparende Klimatisierung. Neben einem angenehmen Raumklima, legt die Geschäftsführung besonderen Wert auf niedrige und nachvollziehbare Energiekosten sowie eine getrennte Verbrauchserfassung für die einzelnen Nutzer. 

 

Hohe Wärmelasten erfordern Klimatisierung

Um die Wärmelasten aus Gebäudebereichen mit hoher Beanspruchung abzuführen, werden unterschiedliche Arztpraxen und Fachgeschäfte durch VRF-Systeme klimatisiert. Der Kälte-Klima-Fachbetrieb Dieter Kintscher GmbH aus Melle entwickelte dazu ein passgenaues Klimakonzept für die Liegenschaft. Als Lösung kommen mehrere VRF-„Y“-Systeme aus der „City Multi“-Serie von Mitsubishi Electric in unterschiedlichen Leistungsstufen zum Einsatz. „Für alle Situationen im Gebäude, die einen höheren Kühlbedarf erfordern oder temporären Nutzungsbedingungen unterliegen, eignen sich dezentrale Klimasysteme besser als zentrale Anlagen, da den Standortgegebenheiten entsprechend eine bessere Anlagenstruktur bereitgestellt werden kann“, erklärt dazu Uwe Strothmann, Kälteanlagenbauermeister und Geschäftsleiter der Dieter Kintscher GmbH. 

Die Geräte der „Y“-Serie zeichnen sich durch Spitzenwerte bei der Energieeffizienz und eine sehr hohe Betriebssicherheit aus. Beispielsweise verfügen die Wärmetauscher der Außengeräte über eine spezielle Beschichtung, die besonderen Schutz vor aggressiver Luft bietet und so die Effizienz des Geräts nicht negativ beeinflusst wird. Zum Einsatz kommen je nach Leistungsbedarf auch Außengeräte der „Mr. Slim“-Serie für Single-Split-Anwendungen, beispielsweise in der Serverraumkühlung. Darüber hinaus werden ein OP-Bereich sowie eine chirurgische Praxis über eine zentrale raumlufttechnische Anlage klimatisiert. 

Die in das Gebäude einzubringende Frischluft der beiden Zentrallüftungsanlagen wird durch zwei Außengeräte aus der „Mr. Slim“-Serie mit Power Inverter Technologie von Mitsubishi Electric vorkonditioniert. Die reibungslose Kommunikation zwischen den Klimageräten und dem Wärmetauscherregister der Lüftungsgeräte erfolgt über spezielle Anschlusskits vom Typ „PAC-IF013B-E“. Die Anschlusskits (je eins pro Außengerät) übernehmen die Funktion der Schnittstelle und stimmen die Verdichter exakt auf die Leistungsanforderung der Zentrallüftung ab.

 

Passgenaue Lösungen durch große Innengerätevielfalt 

Gut 88 Innengeräte sorgen für die angenehme Temperaturverteilung in den Räumen. Der Hersteller bietet eine große Anzahl an Innengerätevarianten, so dass für jede Anwendung eine passende Lösung gefunden werden konnte. Zum Einsatz kommen beispielsweise je nach Raumgröße und berechnetem Kältebedarf große 4-Wege-Deckenkassetten oder 4-Wege-Deckenkassetten im Euro-Rastermaß. In zahlreichen Sozialräumen und in der Anmeldung befinden sich Wandklimageräte unterschiedlicher Leistungsstufen. In Fluren und Räumlichkeiten, in denen kanalgeführte Drallauslässe eine optimale Luft- und Temperaturverteilung versprechen, sind Kanaleinbaugeräte verbaut. 

Kleinere Serverräume werden je nach abzuführender Wärmelast mit einem oder zwei Wandgeräten abgedeckt. Auch für Sonderanwendungen eignen sich die Außengeräte der „Y“-Serie gut. So werden z.B. die beiden OP-Säle von speziellen, hygienisch geeigneten „OP-Air“-Hygienegeräten gekühlt. Durch die ­Kombination mit den kompatiblen VRF-Außengeräten von Mitsubishi Electric entsteht so ein Verbund höchster Energieeffizienz bei maximaler Betriebssicherheit.

 

Fernzugriff und Verbrauchs­erfassung erwünscht

Die Raumklimatisierung über die VRF-Systeme bietet neben der hohen Wirtschaftlichkeit und der energiesparenden Betriebsweise auch ein erhebliches Maß an Komfort. So können durch moderne IT-Lösungen die Bedienungsfreundlichkeit und die Betriebssicherheit noch einmal deutlich erhöht werden. Unabhängig von der Raumlufttechnik kann die Temperatur in jedem Raum nach Bedarf von den Nutzern individuell gesteuert werden. Dafür verfügt jeder klimatisierte Raum über eine eigene Kabelfernbedienung. Den Mitarbeiterinnen der Arztpraxis steht aufgrund der zahlreichen Geräte in ihrem Bereich zusätzlich eine Zentralfernbedienung vom Typ „EW-50“ zur Verfügung.

Um die Klimatechnik im Rahmen eines Monitorings permanent zu überwachen und relevante Betriebs- und Energiedaten an eine Gebäudeleittechnik zu liefern, kommt im Gesundheitszentrum Bünde auch eine umfangreiche Version des Remote Monitoring Interface (RMI) von Mitsubishi Electric zum Einsatz. Das RMI ist eine cloudbasierte Softwarelösung zur visualisierten Steuerung und Überwachung von Klimaanlagen über Smartphone-Apps oder Webbrowser. Zudem legt der Betreiber hohen Wert auf eine Anbindung mit Energiekostenabrechnung und Verbrauchsdatenanalyse für die einzelnen Nutzungseinheiten. 

Die Cloudlösung ermöglicht die Steuerung und Überwachung der VRF-Systeme unterschiedlicher Größe und Struktur. Sie wird über einen Router – in diesem Fall an die Zentralsteuerung „EW-50E“ – angeschlossen. Das cloudbasierte System überwacht die Steuerungssysteme der angeschlossenen Objekte und erfasst sämtliche Verbrauchs- sowie Betriebsdaten. Die Systemübersicht erfolgt über ein standort- oder projektbezogenes Dashboard mit einer übersichtlichen grafischen Darstellung. Anhand von Karten- und Listenansichten können zahlreiche Kurzinformationen zu Energieverbrauch und Alarmmeldungen jederzeit abgefragt sowie eine schnelle Änderung der Systemparameter vorgenommen werden. 

Zur Verbesserung der Ener­gie­effizienz ermöglicht das RMI umfangreiche Report- und Monitoring-Funktionen wie die Analyse des Energieverbrauchs. Diese werden monatlich abgelegt und in einem Trenddaten-Archiv gespeichert. Die monatliche Ener­gie­daten­erfassung bietet die Möglichkeit der mieterbezogenen Einzelkostenabrechnung. Dabei berechnet die Regelung in Abhängigkeit der Leistungsaufnahme der Innengeräte, der momentanen Heiz- und Kühlleistung sowie der Raumtemperatur den tatsächlichen Stromverbrauch pro Innengerätegruppe.

RMI ist geeignet für Betreiber, Gebäudemanager sowie Service­betriebe und verfügt über weitreichende Funktionalitäten. So konnte z.B. auch ein bereits vorhandener Kaltwassersatz eines Fremdgewerks problemlos in das RMI samt Störmeldungsweiterleitung eingebunden werden. Die RMI-Anbindung erfolgte ohne Vor-Ort-Hilfe durch den Hersteller und konnte mühelos vom Servicetechniker des Fachhandwerksbetriebs mit dem telefonischen Support eingerichtet werden. Auch sind Erweiterungen in Planung, die gegebenenfalls in das vorhandene RMI zusätzlich integriert werden sollen. 

 

Fazit

Das Gesundheitszentrum Bünde stattet seine Liegenschaften nach und nach mit energiesparenden VRF-Klimasystemen aus. Die Technische Gebäudeausrüstung orientiert sich an den Grundsätzen des Betreibers, nach denen neben der Wirtschaftlichkeit auch eine nachhaltige Umwelt- und Qualitätspolitik im Fokus stehen soll. In den Gebäuden des Gesundheitszentrums ist dies vorbildhaft umgesetzt. Als Lösung kommen unterschiedliche Geräteserien von Mitsubishi Electric in verschiedenen Leistungsstufen zum Einsatz. Die Vielfalt der Geräteserienauswahl bietet die Möglichkeit, unterschiedlichste Anwendungen von der technischen über die Komfortkühlung bis hin zu Spezialanwendungen, wie der oben beschriebenen OP-Raumkühlung, über einen einzigen Systemanbieter abzudecken. 

Um die Betriebskosten der Liegenschaft zu reduzieren, ist die Klimatechnik in ein Remote Monitoring Interface (RMI) mit Energiekostenabrechnung und Verbrauchsdatenanalyse für die einzelnen Nutzungseinheiten eingebunden. Das RMI ist eine cloudbasierte Softwarelösung zur visualisierten Steuerung und Überwachung sowie zum permanenten Monitoring von Klimaanlagen über Smartphone-Apps oder Webbrowser, in die Fremdgewerke und weitere Klimasysteme unterschiedlicher Größe und Struktur problemlos integriert werden können. Mit dem RMI ist der Betreiber in der Lage, auf sich ändernde Miet- und Raumanpassungen der Arztpraxen und Fachgeschäfte zu reagieren, unabhängig davon, wie die kältetechnischen Anlagen und Rohrleitungen ausgeführt und verlegt wurden.

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