In Systemen denken
RLT-Anlagen und GebäudeautomationAufgrund der Komplexität der Gewerke innerhalb von Gebäuden, werden Anlagenbereiche von Planern gern in Systeme geclustert. Sie wollen sich nicht mit Schnittstellenproblemen zwischen einzelnen TGA-Komponenten herumschlagen. Deshalb fordert der Markt ganzheitliche, perfekt aufeinander abgestimmte Lösungen für die Raumlufttechnik und im Speziellen für deren Regelsysteme.
Daraus resultierend werden vom RLT-Gerät aus zentrale Vorgaben an die Systemkomponenten übermittelt, z. B. der Betriebsmodus. Die Zahl der Kommunikationsschnittstellen verringert sich dabei durch aufeinander optimal abgestimmte Schnittstellen...
Daraus resultierend werden vom RLT-Gerät aus zentrale Vorgaben an die Systemkomponenten übermittelt, z. B. der Betriebsmodus. Die Zahl der Kommunikationsschnittstellen verringert sich dabei durch aufeinander optimal abgestimmte Schnittstellen zwischen z. B. den Gewerken Brandschutz, Luftverteilung und den Wasserkreisläufen. Das reduziert die Ansprechpartner, Datenpunktübergaben und damit die Kosten.
Aufgrund des Applikations-Know-hows über die Funktionalitäten der Raumlufttechnik, ist eine zuverlässige Kommunikation der Raumluft-Komponenten und Geräte untereinander gewährleistet. Ein wesentlicher Schritt, Planung und Konzeption des Gewerkes Lüftung problemlos zu gestalten. Eine Einbindung in die Gebäudeautomation erfolgt über standardisierte offene Bussysteme, wie z. B. BacNet IP oder Modbus TCP/IP. Das RLT-Subsystem kann aber auch autark in kleineren und mittleren Gebäuden ohne GLT als Leitstelle fungieren.
Raumlufttechnik als Organismus
Das Gewerk Raumlufttechnik muss man sich wie einen Organismus vorstellen, der in mehrere Subsysteme gegliedert ist und über das Nervensystem (Bus) mit der zentralen Gebäudeautomation (GA) verbunden ist:
Im menschlichen Organismus gibt es zahlreiche Überschneidungen und Wechselwirkungen zwischen den Organen. Beispielsweise wird das Verdauungssystem durch die Gefäße des Herz-/Kreislauf-Systems mit Blut versorgt, durch Reizimpulse der Nerven gesteuert und durch die Muskulatur unterstützt.
Wie Rezeptoren im menschlichen Körper melden Sensoren im raumlufttechnischen System die Zustände wie Lufttemperatur, Luftfeuchte, Volumenströme, CO2-Gehalt oder Drücke. Diese Informationen analysiert das RLT-Regelsystem und löst bei den Aktoren, wie Ventilatoren und Volumenstromregler, die sich im ständigen interdisziplinären Austausch befinden, Reaktionen aus. So sorgen sie für eine Selbstregulation der Organe einer RLT-Anlage, z. B. für die bedarfsgerechte Reduzierung der Volumenströme und damit auch für ein effizientes Energiemanagement.
Wege zur vernetzten Intelligenz
Die Randbedingungen beim Betrieb eines Gebäudes ändern sich laufend: Außenklima, Sonnenstand, Belegung und innere Lasten sind nur einige der Parameter. Das RLT-System muss deshalb situativ entscheiden können und in einer konkreten Situation unter mehreren Varianten die jeweils optimale wählen.
Wenn sich Ventilatoren in Abhängigkeit der Klappenstellungen der in der RLT-Anlage verteilten Volumenstromregler, Umluftklappen entsprechend der Raumluftqualität und Wärmeübertrager passend zur gewünschten Raumlufttemperatur regeln, dann ist dies vernetzten Regelungseinheiten zu verdanken, die ins raumlufttechnische Regelsystem eingebunden sind.
Von zentraler Stelle im RLT-Gerät steuern die Regelungseinheiten das Subsystem Raumlufttechnik. „X-Aircontrol“-Einzelraum- und Zonenmodule sorgen für eine optimale und komfortable Luftregelung im Raum und in den Gebäudeabschnitten. Der „X-Aircontrol“-Master wiederum kann bis zu 125 Zonenmodule in einem System zusammenfassen. Seine Funktionalität wird ohne zusätzlichen Aufwand vom „X-Cube“ Controller übernommen.
Auf der Komponentenebene des Gewerks Lüftung geht es um die eine Aufgabe: Räume effektiv und effizient zu belüften und zu klimatisieren. Davon versteht der Spezialist naturgemäß am meisten. Die Kundenwünsche nach einer Vereinfachung der Installation der Regeltechnik haben den Hersteller Trox deshalb veranlasst, ein in sich geschlossenes RLT-System unter Einbindung der Subsysteme zu schaffen.
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