Heizungserneuerung in Hildesheim

Gas-Brennwert-Kaskade mit Frischwasserstationen

30 Jahre lang hat die alte Heizungsanlage im Keller des Wohn- und Geschäftshauses im Hansering in Hildesheim ihren Dienst getan. 30 Jahre, in denen Energie- und Reparaturkosten für Heizung und Warmwasserbereitung stetig gestiegen sind. Gemeinsam mit Junkers hat der Hildesheimer Heizungsfachbetrieb Carsten Holle die Anlage durch einen modernen und effizienten Gas-Brennwert-Kessel der „Suprapur“-Reihe von Junkers erneuert. Der Clou: Das Warmwasser wird nun bedarfsgerecht durch zwei Frischwasserstationen bereitgestellt. Das spart Energie und entspricht den gesetzlichen Vorgaben zur Wasserhygiene.

Irgendwann ist die Zeit einfach reif für einen Wechsel: Die beiden alten atmosphärischen Kessel waren 30 Jahre im Dauer­betrieb. Mit einer Ge­samt­leis­tung von 480 kW versorgte die Anlage 34 Wohnungen, 13 Geschäfte und ein großes Fitness-Studio mit Heizwärme und warmem Wasser. Drei Warmwasserspeicher mit je 300 l sollten dabei die Warmwasserversorgung im gesamten Gebäudekomplex sicherstellen. Wegen eines Installationsfehlers, der dazu führte, dass die drei Speicher nicht richtig beladen wurden, gab es aber häufig Probleme. „Immer öfter kam es zu Engpässen in der Warmwasserversorgung und damit...
Irgendwann ist die Zeit einfach reif für einen Wechsel: Die beiden alten atmosphärischen Kessel waren 30 Jahre im Dauer­betrieb. Mit einer Ge­samt­leis­tung von 480 kW versorgte die Anlage 34 Wohnungen, 13 Geschäfte und ein großes Fitness-Studio mit Heizwärme und warmem Wasser. Drei Warmwasserspeicher mit je 300 l sollten dabei die Warmwasserversorgung im gesamten Gebäudekomplex sicherstellen. Wegen eines Installationsfehlers, der dazu führte, dass die drei Speicher nicht richtig beladen wurden, gab es aber häufig Probleme. „Immer öfter kam es zu Engpässen in der Warmwasserversorgung und damit zu Klagen der Bewohner, Geschäftsleute und auch Kunden“, sagt Lutz Möllerfeld, Hausverwaltung & Immobilien Möllerfeld. „Wegen dem fehlenden Warmwasserkomfort, der steigenden Energie- und Reparaturkosten und der neuen Trinkwasserverordnung mussten wir handeln.“

Mit Planung, Montage und Inbetriebnahme der neuen Heizungsanlage wurde der Hildesheimer Heizungsfachbetrieb Carsten Holle beauftragt. Gemeinsam mit Junkers plante Carsten Holle die komplette Erneuerung des Wärmeerzeugers sowie die Anbindung an die bestehende und intakte Regelung sowie Verteilung der Heizwärme. Die Wahl fiel auf eine Kaskadenlösung, bestehend aus zwei bodenstehenden Gas-Brennwertkesseln der „Suprapur KBR 200-3“ mit einer modulierenden Nennwärmeleistung bis 200 kW von Junkers.

„Die Brennwertkessel der ,Suprapur-KBR‘-Serie mit Leistungen von 120 bis 280 kW sind auf den Einsatz in Mehrfamilienhäusern und im Gewerbe zugeschnitten“, sagt Michael Wuitschick, projektverantwortlicher Vertriebsmitarbeiter bei Junkers. „Wegen ihrer kompakten Abmessungen und der problemlosen Einbindung in bestehende Anlagen eignen sie sich besonders gut für die Sanierung und Modernisierung im Gebäudebestand.“

Doppelkesselanlage für hohe Betriebssicherheit

Gemeinsam erzeugen die beiden Kessel bis zu 400 kW, eine Leistung, die dem Wärmebedarf des Gebäudes entspricht. Die beiden Kessel stehen nicht nebeneinander im nur 20 m2 großen Heizungskeller, sondern Rücken an Rücken. So kommt der Heizungsfachmann bei Wartungsarbeiten von allen Seiten an die einzelnen Komponenten heran. Auch die großen Installationsöffnungen machen die fachgerechte Wartung für den Fachbetrieb einfach. Wesentliche Komponenten des „Suprapur“-Kessels sind ein robuster Aluminium-Silizium-Gusswärmetauscher und ein Edelstahl-Vormischbrenner. „Diese machen den Kessel besonders energieeffizient. Wir erreichen bei diesem Modell einen Normnutzungsgrad von bis zu 108,8 %, und das bei sehr leisem Betrieb“, so Michael Wuitschick. Großer Vorteil: Die Doppelkesselanlage gewährleistet eine hohe Betriebssicherheit. Als Kaskade ist sie die optimale Lösung für die großen Bedarfsschwankungen im Gebäudekomplex. Die beiden Kessel liefern immer nur so viel Leistung, wie gerade angefordert wird. Ein hoher Modulationsbereich verhindert das permanente Ein- und Ausschalten des Brenners, das sogenannte Takten. Erbringt ein Gerät allein nicht die geforderte Leistung, springt automatisch ein weiteres ein. Der Modulationsbereich eines jeden einzelnen Gerätes in der Kaskade bleibt dabei voll erhalten. Dies ist bei Einkesselanlagen nicht gegeben.

Die Schnittstelle zwischen der neuen Kesselanlage und der bestehenden Regelung, die sich in einem Schaltschrank befindet, bildet das Kaskadenschaltmodul „ICM“ von Junkers. Es kann bis zu vier Heizgeräte miteinander verbinden und regelt die Laufzeitverteilung der angeschlossenen Wärmeerzeuger automatisch.


Hygienische Warmwasserbereitung

Bei der Warmwasserbereitung haben sich Heizungsbauer und Eigentümer auf ein neues Prinzip verständigt: Das Warmwasser wird nicht mehr in großen Speichern bevorratet, sondern effizient, hygienisch und bedarfsgerecht im Durchflussprinzip erwärmt. Dafür mussten die drei problembehafteten Warmwasserspeicher mit einem Volumen von je 300 l ihren Platz räumen. Sie wurden durch zwei Frischwasserstationen „TF 40“ von Junkers ersetzt. Diese beliefern als Kaskadenlösung die knapp 50 Wohn- und Ladeneinheiten zuverlässig mit Warmwasser. Mit einer Gesamt-Zapfleistung von 80 l/min bei einer Wassertemperatur von 60 °C decken die beiden Stationen auch in Spitzenlastzeiten morgens und abends problemlos den Warmwasserbedarf ab. Ein 750-l-Pufferspeicher verhindert dabei eine zu häufige Taktung der Kessel.

Die Frischwasserstationen sind für Mehrfamilienhäuser und Großanlagen ausgelegt. Grafische Displays an der Front der „TF-40“-Module machen die Inbetriebnahme und Wartung für den Heizungsbauer einfach. Auf einer animierten Systemdarstellung kann er die einzelnen Serviceschritte leicht nachvollziehen, Betriebsdaten kann er problemlos über eine SD-Speicherkarte auslesen. Dank der Baukastensystematik waren die beiden Frischwassersta­tionen schnell an der Wand des Heizungskellers im Hansering montiert und miteinander verbunden. Im Vergleich zu den alten Speichern benötigen die neuen Komponenten viel weniger Platz – was den beengten Verhältnissen im Heizungskeller sehr zuträglich war.


Große Zufriedenheit

Die positiven Effekte der Modernisierung waren für Eigentümer und Mieter sofort bemerk- und messbar.

„Jetzt kann man wirklich von Warmwasserkomfort sprechen“, sagt Michael Wuitschick. „Die Warmwasserbereitstellung hat sich aufgrund des leistungsstarken Durchflussbetriebs mit unseren Frischwasserstationen stark verbessert.“

Auch bei Energieverbrauch und Wartungskosten überzeugt die neue Anlage: „Mit dem Kaskadensystem erzeugen wir Wärme bedarfsgerecht und müssen uns nicht mehr über eine überdimensionierte Anlage ärgern“, lautet das Fazit von Lutz Möllerfeld, das er noch ergänzt: „Energiesparend ist die Anlage auch deshalb, weil wir mit moderner Brennwerttechnik wirklich fast alles aus dem Energieträger Gas herausholen können.“

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