Halböffentliche Sanitäranlagen
Mehr als Waschplätze und WC-AnlagenBei der Planung von Sanitärausstattungen im halböffentlichen Bereich kommen Anforderungen aus dem privaten und dem öffentlichen Bereich zusammen. Neben den Gemeinsamkeiten gibt es aber auch Unterschiede, die zu beachten sind.
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Bei den Duschen, hier geht der Trend schon lange hin zu den bodenebenen, ist vor allem Platz für den Benutzer gefragt. „Der Trend geht im höherwertigen Bereich eindeutig zur...
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Bei den Duschen, hier geht der Trend schon lange hin zu den bodenebenen, ist vor allem Platz für den Benutzer gefragt. „Der Trend geht im höherwertigen Bereich eindeutig zur Komfort-Dusche mit viel Platz“, formuliert es etwa Bette-Marketingchef Sven Rensinghoff. Folgerichtig liegen die fünf neuen Abmessungen, die Bette ins Angebot aufgenommen hat, im Segment der Komfort-Dimensionen mit Maßen bis hin zu 140 x 80 cm und 160 x 100 cm. Die neuen Duschflächen sind in einer Vielzahl von Sanitärfarben sowie in 22 speziell entwickelten Mattfarben lieferbar und lassen sich so auch optisch an den Boden des Badezimmers anpassen. Dazu sind zwei Beschichtungen im Angebot, die das Ausrutschen unter der Dusche verhindern sollen, die Variante Antirutsch mit dezenter Quarz-Sand-Beschichtung im quadratischen Muster (Rutschsicherheitsklasse R9) oder die vollflächige, nahezu unsichtbare Antirutsch-Pro-Ausführung (Rutschsicherheitsklasse R10).
Anfassen oder anfassen lassen – Armaturentechnik
Das gerade im Bereich der Sanitärarmaturen durch die Verbindung von Sensortechnik, wasserdurchströmten Teilen und durchdachter Software große Potentiale stecken, zeigte Dyson auf der ISH 2015. Waschen und die Hände trocknen an einer Armatur, diese Lösung bietet der „Airblade Tap“-Händetrockner von Dyson durch die Integration in eine Design-Armatur. Sowohl Wasser als auch Luft werden per Sensor gesteuert, so dass die Hände am Waschtisch nicht nur gereinigt, sondern auch getrocknet werden können. So tropft kein Wasser mehr nach dem Händewaschen auf den Boden, da diese bereits in nur 12 s getrocknet werden. So hat es auch das Reinigungspersonal leichter, da sich weniger Wasserflecken am Boden der Sanitärräume bilden.
Egal ob berührungsfrei oder eine zur Berührung verführende Armatur, LED-Beleuchtung und Farbspiele sorgen in beiden Fällen für schicke Effekte und können durch ihre Farbgebung darauf hinweisen, ob kaltes oder warmes Wasser gezapft wird.
Berührungslos bedienbare Armaturen bieten den Vorteil, dass die Oberfläche der Armatur trocken bleibt, da sie nicht von nassen Händen berührt werden muss. So werden auch keine Bakterien übertragen. Eine präzise Steuerung, Vorwahl der Lieblingstemperatur und -dauer sowie Speicherung der bevorzugten Einstellungen mit nur einer Berührung: Diese Funktionalitäten sprechen für die digitale Technologie.
Einen Kontrast dazu bilden Armaturen, die geradezu zum Ergreifen, Begreifen und Angreifen einladen. Dies trifft im gleichen Maß auf die Waschtische zu. So werden in Hotels beispielsweise Aufsatzwaschtische eingesetzt. Hier wird auf die sinnliche Erfahrung von Wasser, Material und Form gesetzt.
Ob berührungsfrei oder nicht, beide Varianten haben Argumente für sich und müssen für den konkreten Anwendungsfall entschieden werden.
Fazit
Eine vorausschauende Planung wird in den Sanitärräumen auch im halböffentlichen Bereich – bei einer Sanierung oder einem Neubau gleichermaßen – immer wichtiger. Denn neben der üblichen Verlegung von Trinkwasser- und Abwasserrohren fällt mit Einzug der Digitaltechnik die Installation von elektrischen Anschlüssen und Kabeln an. Damit die Funkübertragungen frei von Störungen sind, sollte die Wand für den Einbau der Steuereinheit geeignet und Letztere jederzeit für Überprüfungen über einen Revisionsschacht zugänglich sein.
Literatur und Quellen
Presseinformationen von Bette, Dyson, Franke, Kaldewei, Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)Jetzt Artikel freischalten:
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