Gebäudeautomation bei Gelsenwasser

Einzelraumregler für das „Weiße Haus“ in Gelsenkirchen

Für die Gelsenwasser AG als Energie- und Wasserversorger ist beim Betrieb der eigenen Liegenschaft sowohl die Energieeinsparung als auch die Energieverbrauchsoptimierung ein großes Thema. Schließlich möchte man mit gutem Beispiel vorangehen. Im Jahr 2013 wurde die Gebäudeautomation im „Weißen Haus“, einem Trakt der Hauptniederlassung in Gelsenkirchen, modernisiert.

Beim „Weißen Haus“ in Gelsenkirchen handelt sich um ein Gebäude mit sieben Etagen, in dem sich Büros, Besprechungsräume und ein Sitzungssaal befinden. Bei der Auswahl der Gebäudeautomationskomponenten hat man sich für das Fabrikat „Trend“ entschieden.

Jeder der insgesamt 150 Räume wurde mit einem Einzelraumregler vom Typ „IQeco35“ versehen, der eine Optimierung des Energieverbrauchs mithilfe einer zeitabhängigen Sollwertvorgabe (inklusive Kalenderfunktion), einer Fensterkontaktüberwachung und der Steuerung der Jalousien sicherstellt.

Frei programmierbare Einzelraumregler

Die Beheizung der...

Beim „Weißen Haus“ in Gelsenkirchen handelt sich um ein Gebäude mit sieben Etagen, in dem sich Büros, Besprechungsräume und ein Sitzungssaal befinden. Bei der Auswahl der Gebäudeautomationskomponenten hat man sich für das Fabrikat „Trend“ entschieden.

Jeder der insgesamt 150 Räume wurde mit einem Einzelraumregler vom Typ „IQeco35“ versehen, der eine Optimierung des Energieverbrauchs mithilfe einer zeitabhängigen Sollwertvorgabe (inklusive Kalenderfunktion), einer Fensterkontaktüberwachung und der Steuerung der Jalousien sicherstellt.

Frei programmierbare Einzelraumregler

Die Beheizung der Räumlichkeiten erfolgt über die bereits vorhandenen Radiatoren, deren Ventilantriebe über ein 0- bis 10-V-Standardsignal von den „IQeco35“-Einzelraumreglern angesteuert werden. Die „Trend“-Einzelraumregler vom Typ „IQeco“ sind in den Versio­nen „IQeco31“, „IQeco35“ und „IQeco38“ verfügbar. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der physikalischen Ein-/Ausgänge (zehn bis 18 Ein-/Ausgänge). Die Kommunikation erfolgt über das BACnet-MS/TP-Netzwerk. Die Einzelraumregler zeichnen sich durch einen geringen Eigenverbrauch aus, sind frei programmierbar oder mit fester Regelstrategie erhältlich und ermöglichen die Anbindung von EnOcean-Sensorik (über optionalen Transceiver). Somit können sie flexibel auf Kundenbedürfnisse angepasst werden und gewährleisten einen minimalen Energieverbrauch. Weiterhin wurden in jedem Büro ein Raumbediengerät (inkl. Temperaturfühler und Knopf für Sollwertkorrektur) sowie ein Taster für die manuelle Übersteuerung der Jalousie installiert, um eine individuelle Anpassung des Raumklimas zu ermöglichen. Sowohl die Raumbediengeräte als auch die Jalousietaster kommunizieren über die batterielose EnOcean-Funktechnologie, d. h. sie benötigen keine Spannungsversorgung, da die erforderliche Energie über kleine Solarzellen bzw. über Tastendruck erzeugt wird. Somit war für die Anbindung dieser Geräte keinerlei Kabelinstallation erforderlich – ideale Voraussetzungen für eine Modernisierung im laufenden Bürobetrieb und für flexible Raumaufteilungen.

Im Rahmen der Modernisierung wurde auch eine Wetterstation mit einer „Trend“-DDC-Station vom Typ „IQ3xcite“ installiert. Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Regen und Sonneneinstrahlung der jeweiligen Himmelsrichtung werden erfasst und entsprechende zentrale Steuerbefehle für die Jalousiesteuerung an die jeweiligen Einzelraumregler gesendet.

Geregelte Heizung und Frischluft

Zu den Primäranlagen des modernisierten Gebäudes gehören zwei Lüftungsanlagen für die Frischluftversorgung eines Sitzungssaals sowie für die Büro- und Besprechungsräume der 6. Etage.

Außerdem zählen eine Heizungsanlage mit einer 820 kW Doppelkesselanlage und ein BHKW mit 365 kWth und 240 kWel dazu. Die Anlagen sind jeweils mit einer DDC-Station vom Typ „IQ3xcite“ geregelt, die im Netzwerkverbund mit der Wetterstation, den Einzelraumreglern und mit DDC-Stationen in weiteren Gebäuden der Liegenschaft Daten austauschen. 

Zur Analyse von Verbrauchs- und Anlagendaten ist die webbasierte „Trend“-Energy-Manager-Software installiert. Sie ermöglicht ein umfangreiches Monitoring & Reporting, um die Energie-Performance von Gebäuden zu optimieren bzw. Kosten und Schadstoffemissionen zu senken. Die Anbindung der vorhandenen Wärmemengenzähler und Elektroenergiezähler erfolgt über MODbus- und MBus-Schnittstellen.

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