Fußbodenheizung im Sandwichverfahren

Spezialisten in enger Abstimmung mit den Fachplanern

Beim Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in Waldbreitbach wurde die Fuß­bodenheizung im von der EnEV vorgegebenen Sandwichverfahren verlegt. Die zur EM-Gruppe gehörende EM-solution führte die Verlegung der Heizungsrohre auf zwei Ebenen in enger Abstimmung mit den Fachplanern der Juhr Klein Lörsch Architekten und Ingenieure GmbH durch. Auch den Auftraggebern war die Ausführung dieser aufwendigen Arbeiten durch ein erfahrenes Team von Spezialisten sehr willkommen.

Überzeugende Lösung für ein schwieriges Baufeld

Im Zentrum von Waldbreitbach, direkt unterhalb der Kirche Maria Himmelfahrt, zeigt das Projekt Marieneck gleich in mehrfacher Hinsicht, wie man eine Reihe planerischer Herausforderungen überzeugend lösen kann.

Das Hanggrundstück unter­halb der Kirche war kein einfaches Baufeld. Auf dem Grundstück befand sich ein Landschulheim der Stadt Bottrop, das schon Jahrzehnte nicht mehr genutzt wurde und so baufällig war, dass nur ein Abriss noch in Frage kam. Das nun realisierte Projekt zeigt anschaulich, dass auch in kleinen Gemeinden urbane Verdichtung...

Überzeugende Lösung für ein schwieriges Baufeld

Im Zentrum von Waldbreitbach, direkt unterhalb der Kirche Maria Himmelfahrt, zeigt das Projekt Marieneck gleich in mehrfacher Hinsicht, wie man eine Reihe planerischer Herausforderungen überzeugend lösen kann.

Das Hanggrundstück unter­halb der Kirche war kein einfaches Baufeld. Auf dem Grundstück befand sich ein Landschulheim der Stadt Bottrop, das schon Jahrzehnte nicht mehr genutzt wurde und so baufällig war, dass nur ein Abriss noch in Frage kam. Das nun realisierte Projekt zeigt anschaulich, dass auch in kleinen Gemeinden urbane Verdichtung gelebt werden kann und die Nutzung einer Immobile als Wohn- und Gewerbehaus kein Kompromiss aus Funktionalität und Ästhetik sein muss.

Das Gebäude-Ensemble in Waldbreitbach, einem Luftkurort im Naturpark Rhein-Westerwald, besteht aus zwei Gebäuden, die unterschiedliche Volumen und Höhen besitzen und sich gerade deshalb in die umgebende Bebauung harmonisch einfügen. Um nicht zu voluminös zu wirken, wird das größere Gebäude durch ein verglastes Treppenhaus optisch in zwei Teile geteilt, deren jeweilige Proportionen dem kleineren Gebäude sehr nahkommen. Die einheitliche Fassadengestaltung der beiden Gebäude dient als verbindendes Element. 

Beide Gebäude stehen mit dem Erdgeschoss im Hang des Kirchbergs, der vor Beginn der Bauarbeiten aufwendig gesichert werden musste. Das Erdgeschoss des großen Gebäudes wird gewerblich genutzt. Darüber folgen zwei Etagen und ein Staffelgeschoss, die alle als Wohnfläche genutzt werden. Das kleinere Gebäude verfügt im Erdgeschoss ebenfalls über eine Gewerbeeinheit mit großzügiger Verglasung. Darüber befinden sich zwei Wohngeschosse mit ansprechenden Eigentumswohnungen. Trotz der gemischten Nutzung sind beide Gebäude eindeutig als Wohnhäuser erkennbar. Dies war eine Vorgabe der Bauherren an den Architekten, die perfekt umgesetzt wurde.

Rund 650 m2 stehen als Gewerbefläche zur Verfügung. Voraussichtlich eine Bäckerei und ein Fitnessstudio werden dort ihre Geschäfte eröffnen. Die rund 1.700 m2 Wohnfläche teilen sich 20 Wohneinheiten mit einer Größe von 65 bis 124 m2. Alle Wohnungen sind barrierefrei und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse. Das Gebäude verfügt zudem über eine Tiefgarage. 

 

Mit Tackersystem zur Fußbodenheizung

Selbstverständlich sind alle Räume mit Fußbodenheizung ausgestattet. Sie bezieht ihre Wärme aus einer Wärmepumpe, die mit einer Spitzenlast-Gas-Brennwertheizung gekoppelt ist. Bei der Fußbodenheizung kam das „Pur-Therm“-Tackersystem von Empur zum Einsatz. Das Tackersystem ist ein tausendfach bewährtes Flächenheizungssystem, das aus wenigen, perfekt aufeinander abgestimmten Komponenten besteht. Sie werden für jedes Projekt so kombiniert, dass sie den individuellen Anforderungen an eine leistungsfähige Fußbodenheizung überzeugend entsprechen. Das System besteht im Kern immer aus einer „Pur-Therm“-Verbundplatte auf der ein „Klimapex“-Kunststoff-Heizrohr 15 x 1,8 mit der „Pur-Therm“-Tackernadel einfach und schnell befestigt wird. Die speziell für die Befestigung von Kunststoff-Heizungsrohr entwickelte Tackernadel verfügt an ihren beiden Spitzen über Widerhaken, die sich zuverlässig verkrallen, wenn sie durch die aufkaschierte, hochreißfeste Mehrschicht-Verbundfolie in die Verbundplatte gedrückt wird. Dabei umschließt sie das Kunststoff-Heizungsrohr und fixiert es sicher an seinem vorgesehenen Platz. Zur Montage der Tackernadeln wird immer ein Systemtacker verwendet. Für die exakte Positionierung der Rohre ist auf der Oberseite der Verbundplatten ein Verlegeraster inklusive einem Überstand für die überlappende Verlegung aufgedruckt. Bei der Aufbringung des Estrichs halten die Tackernadeln das Kunststoff-Heizungsrohr sicher an seinem Platz. Alle Komponenten des Tackersystems sind von Empur entwickelt und werden in eigenen Werken in Deutschland hergestellt.

 

EnEV fordert die Sandwichverlegung 

Wie jeder Heizungsfachmann weiß: Der Installateur einer Fußbodenheizung muss gemäß EnEV 2014 § 14 Abs. 2 sicherstellen, dass das System eine kontrollierte Wärmeabgabe gewährleistet und auch die Raumtemperatur der Durchgangsräume, wie beispielweise Flure, regelbar ist. Die Regelung gilt für Räume größer als 6 m2. Um aber gerade kleine Räume, wie Abstellkammern, durch die Zuleitungen nicht zu überhitzen, sollte diese Regel auch auf diese angewendet werden. 

 

EM-solution übernahm Verlegung der Heizungsrohre auf zwei Ebenen 

Natürlich wird das Wohn- und Geschäftshaus in Waldbreitbach den Anforderungen der EnEV an die kontrollierte Wärmeabgabe gerecht. Die Sandwichverlegung bei diesem Bauvorhaben wurde von der EM-solution realisiert. Die EM-solution GmbH ist ein Unternehmen der EM-Gruppe, das sich mit seinem geschulten Mitarbeiterteam darauf spezialisiert hat, das SHK-Fachhandwerk bei der Verlegung von Flächenheizungssystemen zu unterstützen. Nach der Vormontage des Heizkreisverteilers in Kombination mit einer Wohnungsübergabestation durch den Heizungsinstallateur, übernahmen die Mitarbeiter der EM-solution die Verlegung der Heizungsrohre. Die Verlegung auf zwei Ebenen gewährleistet zuverlässig die thermische Abschottung der durchlaufenden Zuleitungen. Alle Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit dem Planungs- und den an der Ausführung beteiligten Unternehmen durchgeführt. Die schnelle und effiziente Realisierung der aufwendigen Arbeiten durch ein erfahrenes Team von Spezialisten war allen sehr willkommen. 

Konkret sahen die Arbeiten wie folgt aus: Auf der gesamten Rohdecke wurde die erste Lage der Dämmung so verlegt, dass nur in den Bereichen der Kabeltrassen eine gebundene Schüttung aufgebracht werden musste. Sie gleicht die auf dem Boden geführte Elektroverkabelung aus und dient der Herstellung einer durchgehenden ebenen Fläche. Auf ihr wurden die Empur-Zusatzdämmplatte „EPS DEO 30“ verlegt. Dies ist die Ebene, in der die Zuleitungen zu den Wohnräumen verlaufen. Für jedes Kunststoff-Heizrohr wurde mit dem Heißschneidegerät ein Kanal in die Dämmschicht eingeschnitten. Anschließend wurde das Kunststoff-Heizrohr passgenau eingelegt. Auf der Zuleitungsebene wurde – als weitere Lage – die „Pur-Therm“-Verbundplatte „Turbo Cube EPS-DES 35-3“ verlegt. Die besondere Faltung der Verbundplatte zu einem handlichen Gebinde, dem „Turbo-Cube“, ermöglicht eine außergewöhnlich schnelle und saubere Verlegung von großen Flächen. Auf der Verbundplatte wurde mit Tackernadeln das Heizungsrohr befestigt, das zukünftig alle Räume perfekt temperiert. 

Die Einzelraumregelung aller Wohn- und Geschäftsbereiche wurde ebenfalls durch die Mitarbeiter der EM-solution umgesetzt.

Hier kam die auf einem systemspezifischen Bussystem aufgebaute Regelungstechnik zum Tragen, die es dem Nutzer ermöglicht, die Heizungssteue­rung auch über eine App zu realisieren und damit zu jeder Zeit individuellen Einfluss auf die Temperierung der Wohn- und Aufenthaltsräume zu nehmen.

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