Für Mieter wieder attraktiv

Lüftungsanlage für eine Gründerzeitvilla in Berlin

Den Altbaucharakter bewahren, aber energetisch sanieren und vor allem Vollvermietung ohne ständige Fluktuation sichern; das waren die Ziele, die sich der Bauherr Steven Uckermann von der energiewohnen GmbH im Jahr 2005/2006 für ein Gründerzeit-Mehrfamilienhaus in Berlin-Weißensee gesetzt hatte.

Sichtlich angegriffen war nicht nur die Fassade des im Jahr 1892 erbauten Mehrfami­lienhauses in der Herbert-Baum-Straße in Berlin-Weißensee. Das Haus selbst umfasst eine Wohnfläche von 542 m2, die sich auf insgesamt fünf Wohnungen verteilt.

Die unzureichende Dämmung, aber auch die alten Fens­ter ließen keine wirkliche Heiz­kos­tenein­sparung zu. Eine alte Heizungsanlage, aber auch die zusehends bröckelnde Fassa­de ließ Mieter abwandern und das Haus nach und nach zu einem leer stehenden Gebäude werden.

Die technischen Heraus­forderungen

Bei diesem Objekt stand Steven Uckermann vor zahlreichen...

Sichtlich angegriffen war nicht nur die Fassade des im Jahr 1892 erbauten Mehrfami­lienhauses in der Herbert-Baum-Straße in Berlin-Weißensee. Das Haus selbst umfasst eine Wohnfläche von 542 m2, die sich auf insgesamt fünf Wohnungen verteilt.

Die unzureichende Dämmung, aber auch die alten Fens­ter ließen keine wirkliche Heiz­kos­tenein­sparung zu. Eine alte Heizungsanlage, aber auch die zusehends bröckelnde Fassa­de ließ Mieter abwandern und das Haus nach und nach zu einem leer stehenden Gebäude werden.

Die technischen Heraus­forderungen

Bei diesem Objekt stand Steven Uckermann vor zahlreichen Herausforderungen. Die Fassade musste neu gedämmt und ansprechend gestaltet werden, ohne den Altbaucharakter zu vernichten. Alle Fenster sollten durch neue ausgetauscht werden. Eine umfassende Wärmedämmung, aber auch Brandschutzmaßnahmen mussten umgesetzt werden. Und eine neue Heizungs- und Lüftungsanlage sollten künftig zu einem angenehmen Wohnklima und niedrigen Energiekosten beitragen.

Die energetische Sanierung

Die alte Fassade mit außenbündigen Fenstern wurde komplett neu verputzt, alle Fenster entfernt und durch neue, mit Zwei-Schei­ben-Wärmeschutzverglasung ersetzt. Bei der Dämmung der Giebel­wände entschied sich der Bauherr für Mineralfaser mit einer Stärke von 14 cm. Die Längswände wurden mit Polystyrol-Schaum gedämmt. Die Kellerdecke sowie die Hofdurchfahrt erhiel­ten 20 cm Mineralfaserplatten und das Dach wurde mit 24 cm starker Mineralwolle isoliert. Beim Kernstück der Haustechnik, der Heizungsanlage kam eine hocheffiziente Sole-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz. Sie nutzt die im Boden vorhandene, ganz­jäh­rig relativ konstante Temperatur zur Wärmerzeugung für das gesamte Gebäude. Dazu wurden im Hofgarten sechs Bohrun­gen mit je 99 m Tiefe vorgenommen, die die Wärmepumpe mit Erdwärme versorgt.

Einbau einer mechanischen Lüftung

Ziel einer verbesserten Fassadendämmung als auch neuer Fenster ist die daraus resultierende Luftdichtheit des sanierten Gebäudes. Das ist aus energetischer Sicht sinnvoll und zur Minimierung der Lüftungswärmeverluste sogar gesetzlich gefordert. Die Kehrseite der so entstehenden dichten Gebäudehülle sind häufige Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme, die durch eine unzureichende Lüftung hervorgerufen werden. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Bauherr für den Einbau eines „Vallox/ValloFlex“-Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung (www.heinemann-gmbh.de) in jeder einzelnen Wohnung. So ist sichergestellt, dass ein optimaler Luftaustausch stattfindet, auch wenn die Bewohner tagsüber nicht anwesend sind und die Fenster in dieser Zeit geschlossen bleiben. Ein stetiger kontrollierter Luftaustausch während des Tages baut die Feuchtigkeit in der Wohnung ab, die sich insbesondere in Schlafzimmer, Küche und Bad ansammelt.

Das Ergebnis

Die Kombination aus Sole-Wasser-Wärmepumpe, Dämmung und „Vallox/ValloFlex“-Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bildet eine sehr gute energetische Ausstattung des Gebäudes. Heizung und Dämmung, aber auch die Lüftungsanlagen mit 90 % Wärmerückgewinnung stehen für einen geringen Energieverbrauch. Zusätzlich ermöglicht das Lüftungssystem ein gesundes und allergikerfreundliches Raumklima. Vor der Sanierung betrug der jährliche Primärenergiebedarf des Gebäudes 162,2 kWh/m2a. Heute, nach den o.g. Sanierungsmaßnahmen liegt er nur noch bei 47,6 kWh/m2a. Das bedeutet eine Primärenergieeinsparung von 71 %. Ferner können 33 t CO2/a eingespart werden. Kein Wunder also, dass das Gebäude in kürzester Zeit neue Mieter fand. Vor allem Familien mit Kindern leben heute in dem renovierten Gebäude. Sie genießen zukunftorientierten Komfort und behalten ihre 2. Miete voll im Griff.

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