Firmenzentrale in Freiburg
Ein Neubau für ein Nullemissions-GewerbegebietIm Freiburger Vorzeige-Gewerbegebiet Haid-Süd, das seit Ende 2015 fertig erschlossen ist, hat die Schaub KG einen Firmenneubau erbauen lassen. Freyler Industriebau war als Generalunternehmer damit beauftragt, die neue Firmenzentrale im Effizienzhaus-Standard 70 zu errichten.
Peter Wien, Firmeninhaber der Schaub KG, fand als Freiburger auf der Suche nach einem Standort für den neuen Firmensitz des Sanitätshauses einen passenden Bauplatz im Vorzeige-Gewerbegebiet Haid-Süd. Bei der Wahl seines Baupartners fiel die Wahl auf die Freyler Industriebau. In der Region um Freiburg ist das Bauunternehmen, das seinen Hauptsitz im badischen Kenzingen hat, für seine ganzheitlichen Lösungen bekannt. Peter Wien war daher bereits nach den ersten Gesprächen überzeugt. „Das Team hört zu und erfasst alles im Detail. Es analysiert und optimiert – erst dann wird geplant und gebaut“,...
Peter Wien, Firmeninhaber der Schaub KG, fand als Freiburger auf der Suche nach einem Standort für den neuen Firmensitz des Sanitätshauses einen passenden Bauplatz im Vorzeige-Gewerbegebiet Haid-Süd. Bei der Wahl seines Baupartners fiel die Wahl auf die Freyler Industriebau. In der Region um Freiburg ist das Bauunternehmen, das seinen Hauptsitz im badischen Kenzingen hat, für seine ganzheitlichen Lösungen bekannt. Peter Wien war daher bereits nach den ersten Gesprächen überzeugt. „Das Team hört zu und erfasst alles im Detail. Es analysiert und optimiert – erst dann wird geplant und gebaut“, berichtet er rückblickend. „Und auch während der Bauphase gab es immer ein offenes Ohr bei unserem festen Ansprechpartner.“ Nicht überraschend, dass der Bau zum angesetzten Termin und vereinbarten Budget fertig wurde, zudem optisch und technisch exakt so umgesetzt, wie es sich Bauherr und die Stadt Freiburg vorgestellt hatten.
Über drei Etagen mit insgesamt 2.135 m² Nutzfläche erstreckt sich der Gebäudeteil für Verwaltung und Kundenberatung. Optisch greift der Büroquader die Schaub-Unternehmensfarben auf: Die Metallfassade ist überwiegend in Weiß gehalten, mit Akzenten in Blau und Grau. Charakteristisch sind die vielen Fensterflächen, die sich nahezu über die gesamte Länge durchziehen. Die im 90°-Winkel angeschlossene Werk- und Lagerhalle hat eine Höhe von 8,50 m. Sie wurde ausgeführt mit einem Tragwerk von Freyler Stahlbau, besitzt ein Wärmedämmverbundsystem und ist mit dunkelgrauen Sandwich-Elementen verkleidet. Den kompletten Komplex krönt – getreu der Freiburger Vorschriften – ein begrüntes Flachdach. Anfallendes Regenwasser wird dadurch entsprechend verzögert abgeleitet und versickert.
Vernetzte Gebäudetechnik
Mit dem Budget von heute eine wertstabile Immobilie von morgen zu bauen, setzt Erfahrung und den Blick fürs Ganze voraus. „Grundlage eines energetisch nachhaltigen Gebäudes ist die richtige Kombination aus gut gedämmter Hülle und clever eingesetzter Haustechnik“, weiß Freyler-Projektleiter Michael Kempf. „Der richtige Mix ergibt sich dabei aus den Bedürfnissen des Bauherrn und seiner Mitarbeiter.“ Im Falle von Schaub, mit kommunal vorgeschriebenem Energiegrenzwerten, galt zudem: Eine vernetzte Gebäudetechnik der Fabrikate Sauter und Siemens überwacht, regelt und steuert alle energetisch relevanten Faktoren – trotzdem bleibt Spielraum für eine persönliche Anpassung durch die Mitarbeiter.
Herzstück ist eine Gebäudeautomation. Dabei wurde der KNK-Standard gewählt, der über den kompletten Lebenszyklus der Immobilie hinweg angepasst und erweitert werden kann. Eine benutzerfreundliche Bedienung ermöglicht, alles im Blick zu behalten und bei Bedarf auch individuell zur regulieren – im Gebäude etwa am PC oder Terminal. Ausgewählten Anwendern ist dies sogar mobil übers Smartphone möglich. In das Bussystem sind neben Beleuchtung und Jalousiesteuerung auch die Temperierung mittels Wärmepumpe eingebunden, das Alarmsystem, das zudem direkt zur Sicherheitsfirma aufgeschaltet ist, sowie die Brandmeldeanlage, die im Notfall sofort die örtliche Feuerwehr alarmiert. Nicht zuletzt werden alle relevanten Fenster und Türen mit Schließkontakten überwacht.
Technik im Detail
Eine leistungsstarke Grundwasser-Wärmepumpenanlage mit 2 x 145 kW kann sowohl zur Beheizung als auch zur Kühlung der Räume genutzt werden. Speziell dafür wurden ein Entnahmebrunnen mit einer Bohrlochtiefe von 15 m gebohrt und zwei Rückgabebrunnen mit je 18 m Tiefe. Sommers wie winters ist so nur ein minimaler Energieaufwand nötig. Die Wassergrundtemperatur von 18 °C reicht in der Regel auch im Sommer vollkommen aus, um ein angenehmes Raumklima über die vorhandenen Vektoren zu garantieren. Für extrem heiße Tage ist zusätzlich eine Klimaanlage vorhanden.
Die Wärmeverteilung erfolgt in weiten Bereichen über eine Flächenheizung. So ist das Erdgeschoss im Bürogebäude mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. In den Büros sorgen Niedertemperaturheizkörper mit Querstromgebläse zum Heizen und Kühlen in allen Jahreszeiten für ein behagliches Raumklima. In der Halle wird eine Betonkerntemperierung zum Heizen bzw. zum Kühlen eingesetzt.
Ein praktisches Raumbuchungssystem vermeidet Doppelbelegungen der Besprechungsräume – es ist zudem jederzeit ersichtlich, welcher Raum belegt oder frei ist. Letztlich können die Jalousien individuell reguliert werden – Wind- und Sonnenwächter sorgen für Sicherheit und ein unnötiges Aufheizen der Räume auch an Wochenenden und Feiertagen.
Angenehm für Mitarbeiter und Kunden
Ruhe, wo es eigentlich geschäftig zugeht – vor dieser Herausforderung steht jedes Großraumbüro. Bei Schaub wurde dies exzellent gelöst: „Unsere Schallwerte sind hervorragend. Die Nachhallzeit liegt unter 0,25 s – der Maximalwert gemäß DIN 18041 liegt bei 0,55 s“, berichtet Bauherr Peter Wien. Erreicht wurde dies aufgrund einer Kombination von Akustikdecken mit hochwertigen Teppichböden und hängenden Schallabsorbern, die gleichzeitig attraktive Raumteiler sind.
Attraktiv ist auch der Verkaufsraum gestaltet: Die Glasfassade lässt viel natürliches Tageslicht ins Innere, der Raum wirkt großzügig durch die offene Gestaltung mit maximal 140 cm hohen Regalen. Dort, wo Diskretion angebracht ist, gibt es separate Räume. In den Werkstätten werden Hilfsmittel nach Maß gefertigt.
Ein Großteil der Halle nimmt das Lager ein, die Regale erstrecken sich über die komplette Höhe. „Die Halle ist insgesamt 8,50 m hoch, bis 7 m kann gelagert werden. Dabei haben wir dieses Maß bewusst gewählt – ab einer größeren Höhe wäre eine Sprinkleranlage vorgeschrieben. Eine Investition, die für Schaub definitiv nicht notwendig ist“, erklärt der Freyler-Projektleiter Michael Kempf diese Entscheidung abschließend.
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