Exklusiver Online-Beitrag: Erneuerte Gebäudeautomation

Eine Multifunktionswerkstätte im österreichischen Jedlersdorf

Der funktionierende Schienenverkehr im Großraum Wien ist für hunderttausende Pendler ebenso wie für Gütertransporte von zentraler Bedeutung. Damit sie sich auf „ihren“ Zug verlassen können, sorgen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in ihrem Werk Jedlersdorf für lückenlose Wartung und Instandhaltung von Güterwagen und S-Bahn. Der Gebäudetechniker Cofely hat die Automation des universalen Servicestandorts im Norden Wiens auf neue Füße gestellt, um diesen Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden.

Cofely hat die Gebäudeautomation des ÖBB-Werks auf den neuesten Stand der Technik gebracht und vertraut dabei auf die Technologie des Automationsprofis Priva Building Intelligence (http://privaweb.de). Mit dem Einsatz von Priva-Komponenten können sich die Eisenbahntechniker vor Ort auf das reibungslose Funktionieren der eingesetzten Heiz-, Kühl- und Lüftungsanlagen verlassen. Die Spezialisten von Cofely haben die insgesamt 28 bestehenden MSR-Schaltschränke runderneuert, mit jeweils einem „Compri HX“-Controller ausgestattet und dadurch die Regeltechnik der Großwerkstätte modernisiert. Konkret wurden Controller des Typs HX8E, HX4, HX3 sowie Erweiterungsmodule des Typs XM1 eingebaut. Diese Komponenten lassen 1516 Datenpunkte miteinander kommunizieren.

Lufttechnische Vorgaben eingehalten

Die Belüftung und Beheizung der Werkstatthallen sowie die Warmwassererzeugung wurden auf energieeffiziente Regelungsalgorithmen umgestellt. „Die Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielt insbesondere bei der Beschichtung der Garnituren eine große Rolle. In den Lackierboxen müssen strikte lufttechnische Vorgaben eingehalten werden, damit die eingesetzten Lacke richtig halten und die Lackierergebnisse zufriedenstellend sind“, erklärt Cofely-Projektleiter Benjamin Frank.

Cofely hat nicht nur die Steuerungselemente in den MSR-Schaltschränken mit dem Einsatz von Priva-Technologie erneuert, sondern auch die gesamte Werkstätte einem Reset unterzogen. „Wir haben in Jedlersdorf sämtliche haustechnischen Anlagen kontrolliert und deren ordnungsgemäße Funktion überprüft. Defekte Komponenten wurden identifiziert und im Zuge der Wiederinbetriebnahme ausgetauscht", erklärt Dipl.-Ing. (FH) Florian Kernbauer, Leiter Energiemanagement bei Cofely. So wurden u.a. periphere Geräte wie Rotationswärmetauscher, Lufterhitzer, Luftfilter, Ventilatoren, Pumpen, Ventile und vieles mehr durchgecheckt. Denn: Die eingesetzte Regeltechnik kann nur dann energieeffizient und effektiv genutzt werden, wenn auch die angesteuerten Anlagen einwandfrei und bedarfsorientiert funktionieren.

„Riesen“ auf dem Prüfstand

Beim Werk in Jedlersdorf handelt es sich um eine Multifunktionswerkstätte der ÖBB-Technische Services GmbH. Sie verfügt über weltweit einzigartige Universal-Servicearbeitsstände, auf denen die Züge gleichzeitig in drei Ebenen gewartet werden können – unterhalb, innerhalb und oberhalb der Garnitur. Damit sind die Stehzeiten der inspizierten Schienenfahrzeuge deutlich geringer als in herkömmlichen Zugwerkstätten.

Der Standort Jedlersorf ist für die Servicierung von Güterwagen und der kompletten österreichischen S-Bahn-Flotte zuständig. Diese besteht aus 119 S-Bahn-Garnituren der Reihe 4020 und 188 Talent-Nahverkehrszügen. Ein solcher Nahverkehrszug wiegt in der vierteiligen Ausführung rund 116 t. In Jedlersdorf kann er mühelos gehoben und getrennt werden. Die ÖBB-Techniker untersuchen dabei jede Garnitur auf Herz und Nieren – angefangen bei den Bremsen über die Elektronik bis hin zur Klimaanlage und den WC-Einrichtungen.


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