Ein wohltemperiertes Möbelhaus
Wärmeverteilung im EinkaufszentrumDas Möbelhaus Höffner in Hamburg-Eidelstedt wird mit regenerativen Energien beheizt. Für die Wärmeverteilung in Hamburgs größtem Einrichtungshaus wurde die Zortström-Technologie eingesetzt, um die zu versorgenden Heizkreise ohne zusätzlichen Regelungsaufwand mit ihren jeweiligen Systemtemperaturen und benötigten Massenströmen zu versorgen.
Fünfstufiger Heizungsverteiler
Für eine effiziente Verteilung der Heizwärme war ein hydraulisches System erforderlich, das mehr als nur zwei Temperaturstufen effizient verwalten kann. Die beiden Pellets-Großkessel mit je 360 kW Heizleistung erzeugen Vorlauftemperaturen im Bereich von 70 bis 80 °C, während auf der Abnehmerseite sowohl Hoch- als auch Niedertemperaturheizkreise zu versorgen sind. Die stufenweise Temperaturschichtung im Verteiler bewirkt, dass die Wärmeabnehmer mit ihren jeweiligen Systemtemperaturen versorgt werden. So kann beispielsweise das rücklaufseitige Temperaturniveau von Hochtemperatur-Heizkreisen für den Vorlauf von Niedertemperaturkreisen weiterverwendet werden.
Durch den behälterförmigen Aufbau des Zortström wirkt der Verteiler als hydraulischer Nullpunkt. Das Prinzip dieses patentierten Sammel- und Verteilsystems ist es, auch bei wechselnden Lastsituationen für ausgeglichene Druckverhältnisse zu sorgen, ohne dass sich die angeschlossenen Heizkreise gegenseitig beeinflussen können.
Weniger Pumpenstrom durch hydraulische Entkopplung
Aus dem Verteilervolumen eines Zortström fördern drehzahlgeregelte Umwälzpumpen nur den tatsächlich benötigten Massenstrom, ohne dass durch die benachbarten Verteilerabgänge Druckunterschiede ausgeglichen werden müssen.
Nach Informationen des Herstellers ist die hydraulische Entkopplung eine Voraussetzung dafür, dass mit dem Einsatz von drehzahlgeregelten Hocheffizienzpumpen auch die erwartete Einsparung an Pumpenstrom erzielt wird: „In balkenförmigen Verteilern entstehen durch die unterschiedlichen Wassermengen Strömungsstörungen, durch die sich die Pumpen an den Verteilerabgängen gegenseitig beeinflussen. Drehzahlgeregelte Pumpen versuchen dann, die dadurch entstehenden Druckdifferenzen auszugleichen. Bei Pumpen mit digitaler Watt-Anzeige lässt sich hier sogar ein deutlicher Anstieg der Leistungsaufnahme ablesen“, erläutert Rembert Zortea aus Hohenems in Vorarlberg/Österreich, Entwickler und Hersteller der mehrfach ausgezeichneten Zortström-Technologie.
Durch das Prinzip der hydraulischen Entkopplung und die stufenweise Temperaturschichtung lassen sich mit diesem Sammel- und Verteilsystem die Energieströme aus unterschiedlichen Energieerzeugungssystemen zusammen mit ebenfalls unterschiedlichen Wärmeabgabesystemen zu einem funktionierenden Gesamtsystem vereinen.
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