Bodenentwässerung als Hygienefaktor

Konzepte gegen Keimherde in Kliniken

Resistente Keime kursieren immer häufiger durch die Nachrichtensendungen: Von den rund 20 Mio. Menschen, die in Deutschland jährlich für eine stationäre Behandlung ins Krankenhaus kommen, infizieren sich rund 500.000 während ihres Klinikaufenthalts mit Krankenhauskeimen. Aktuellen Berichten zufolge sterben ca. 15.000 Patienten an den Folgen. In ganz Europa beläuft sich die Zahl der Infektionen einer Studie zufolge auf 2,6 Mio., wovon rund 91.000 tödlich enden.

Die fünf häufigsten Krankheitsbilder, die zusammen etwa 90 % der Krankenhausinfektionen ausmachen, sind Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte, Wundinfektionen nach Operationen, Infektionen mit dem Durchfallerreger Clostridium difficile sowie Blutvergiftungen (Sepsis). Dies zeigt, dass Operationen die größte Infektionsgefahr darstellen: Zwar sinkt die Anzahl der großen Eingriffe; weil aber die Zahl der minimal-invasiven Operationen mit oftmals mehreren (wenn auch sehr kleinen) Schnitten steigt, steigt die Zahl der Gefahrenherde in Form von OP-Wunden.

Experten gehen davon aus, dass sich ein...

Die fünf häufigsten Krankheitsbilder, die zusammen etwa 90 % der Krankenhausinfektionen ausmachen, sind Lungenentzündungen, Harnwegsinfekte, Wundinfektionen nach Operationen, Infektionen mit dem Durchfallerreger Clostridium difficile sowie Blutvergiftungen (Sepsis). Dies zeigt, dass Operationen die größte Infektionsgefahr darstellen: Zwar sinkt die Anzahl der großen Eingriffe; weil aber die Zahl der minimal-invasiven Operationen mit oftmals mehreren (wenn auch sehr kleinen) Schnitten steigt, steigt die Zahl der Gefahrenherde in Form von OP-Wunden.

Experten gehen davon aus, dass sich ein Drittel dieser Infek­tio­nen vermeiden ließe. Zu den wichtigsten Punkten gehört dabei die Krankenhaushygiene. Denn die Tatsache, dass Infektionen mit dem Durchfallerreger Clostridium difficile zu den häufigsten Ursachen zählen, zeigt auch, dass nicht nur im OP-Saal Gefahren lauern, sondern auch auf der Station, auf den Toiletten, in den Zimmern, auf dem Geschirr. Hygiene muss also auch in der Krankenhausküche und in der Krankenhauswäscherei oberste Priorität haben.


Hygienefaktor Boden

Speziell für die hygieneoptimierte Bodenentwässerung in Krankenhausbereichen wie den o.g. und darüber hinaus hat der Entwässerungsspezialist ACO Haustechnik Hygiene-Kastenrinnen entsprechend der allgemeinen Hygienestandards entwickelt. Sie setzen Maßstäbe hinsichtlich Sauberkeit, Sicherheit und Montage­freundlichkeit.

Bei der Entwässerung von Bodenflächen in Krankenhausküchen und -wäschereien vermengen sich Abwasser, Schmutz, Ablagerungen und Mikroorganismen. Entwässerungsgegenstände und -systeme erfordern eine Konzeption und Installation, die hohe Kosten- und Zeitaufwände bei der Wartung, die Gefahr der Verunreinigung von Nahrungsmitteln und die Gefährdung der Arbeitssicherheit verhindern.

Da sich Schmutz in Rundun­gen weniger festsetzen kann als in Ecken und das den Schmutz abtransportierende Wasser in Rundungen besser abfließt, hat ACO Haustechnik seine neuen Hygiene-Kastenrinnen nach der Devise „Radien statt Ecken“ entwickelt.

Zum Tragen kommt das Konzept großer Biegeradien von mehr als 3 mm an buchstäblich allen Ecken und Enden: An den Endstücken, an den Übergängen in die Stutzen, in den Rinnenprofilen, an den Außenkanten und Stegen der Roste und sogar im Geruchverschluss. Die Minimierung der Schmutzhaftung wird gefördert durch die Verwendung von Edelstahl (Werkstoff 1.4301) mit seiner sehr glatten Oberfläche und durch die Vermeidung überlappender Schweißnähte. Die standardmäßige Hohlraumverfüllung der Hygiene-Kastenrinnen erleichtert den Einbau (keine bauseitige Verfüllung erforderlich) und erhöht Standsicherheit sowie Lebensdauer, dient aber ebenso der hygienischen Optimierung: Die verbesserte Anbindung an den angrenzenden Bodenbelag verhindert die Bildung von Keimen und Bakterien in den Schnittstellen.


Standardprogramm und individuelle Lösungen

Das umfangreiche Standardprogramm umfasst drei Profile (Standard, Spezialprofil für Abdichtung im Dünnbettverfahren oder Anschluss von Kunstharzböden sowie Normalprofil mit Fliesenanschlusswinkel für thermische Belastung), Rinnenbreiten von 200, 300, 400, 500, 600 und 800 mm sowie Längen von 530 bis 5.030 mm. Standard heißt bei ACO Haustechnik lagernd ab Werk lieferbar.

Den individuellen Anforderungen bei der Großküchenplanung Rechnung tragend, fertigt ACO Haustechnik die neuen Hygiene-Kastenrinnen auch nach Maß: nicht nur hinsichtlich Länge und Breite, sondern auch in Bezug auf Verbindungen und Geometrie (T-Stücke, L-Stücke bzw. Eck-Verbindungen etc.).

Auch die drei neuen Roste – „Stegrost Comfort“, „Stegrost Classic“ und ein Gitterrost zur Abdeckung der neuen Rinnen wurden mit Hinblick auf gesteigerte Hygiene- und Sicherheitsanforderungen entwickelt: Durchgängig geschweißt statt geheftet, haben sie keine Überlappungen, in denen sich Schmutz ablagern kann. Die elektropolierte Oberfläche ist besonders schmutzabweisend. Die abgerundeten Außenkanten erleichtern das Reinigen und vermindern das Verletzungsrisiko.

Die Roste sind auch mit einer Länge von nur 500 mm lieferbar und eignen sich damit zur besonders gründlichen Reinigung in Industriespülmaschinen. Typische Anwendungsbereiche dieser rutschhemmenden Roste sind Großküchen, Restaurants, Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung, die Nahrungsmittelindustrie, Schlachthäuser und fleischverarbeitende Betriebe ebenso wie Laborräume.

Eine saubere Angelegenheit sind auch die zu den Hygiene-Kastenrinnen passenden Ablaufkörper „ACO Variant-CR 142“, Nennweite DN 70 (für Rinnen mit einer Breite von 200 mm) und „ACO Variant-CR 218“ Nennweite DN 100 (für Rinnen ab einer Breite von 300 mm). Ebenfalls aus Edelstahl (Werkstoff 1.4301) gefertigt, stehen Ausführungen mit Stutzneigung 90° oder 1,5° sowie mit Halterand, mit Klebeflansch oder mit Pressdichtungsflansch zur Verfügung. Bei Verwendung des ACO Brandschutz-Glockengeruchverschlusses mit Hitzeschild erfüllen sie die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse R 30 bis R 120. Konstruktion und Produktion verleihen den Ablaufkörpern sehr gute hygienische Eigenschaften: Der freie Auslauf verhindert stehendes Wasser im Gehäuse, und Schweißnähte ohne Überlappungen verhindern Hinterwanderungen von Schmutzwasser. Beides trägt deutlich zur Minderung von Keimbildung bei. Große Radien im Topf und im Aufsatzstück sowie der Geruchverschluss mit Radien größer 3 mm sorgen für geringe Schmutzanhaftung, bessere Ausspülung von Schmutzresten und damit für eine deutlich bessere und einfachere Reinigung. Und das fördert wieder das eingangs genannte Ziel der Aufrechterhaltung von hygienischen Zuständen.

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