Stabilität oder Stagnation in 2026?

TGA-Branche zwischen Unsicherheit und Aufbruchsstimmung

2025 war für die TGA-Branche ein Jahr voller Spannungsfelder – geprägt von politischen Wechselströmen, technologischen Fortschritten und einer Baukonjunktur im Wandel. Mit der neuen Regierung verbanden viele die Hoffnung, dass der Bau wieder ins Rollen kommt – nicht zuletzt durch das angekündigte 50 Mrd. € Sondervermögen für die Infrastruktur. Während Teile der Branche weiterhin vor großen Herausforderungen stehen, zeigen sich in anderen Bereichen bereits positive Perspektiven. Zudem wurden Programme wie der ‚Bauturbo‘ oder der Gebäudetyp E angestoßen bzw. weiterentwickelt; einzelne Förderungen wurden wieder aktiviert. Doch im Gesamtbild zeigt sich: Für mehr Investitionssicherheit reicht das bisher nicht aus.

Nicklas Paschedag,
Redakteur tab
Bild: Nicklas Paschedag

Nicklas Paschedag,
Redakteur tab
Bild: Nicklas Paschedag
Die wiederkehrenden Forderungen der Branche bleiben eindeutig: sichere und stabile Rahmen- bzw. Förderbedingungen. Darüber hinaus bleibt der Klimaschutz ein zentrales Handlungsfeld – und die TGA-Branche richtet ihre Arbeit längst darauf aus. Kurswechsel in jeder Legislaturperiode gefährden hingegen verlässliche Planungs- und Entscheidungsprozesse. Ein Beispiel dafür ist die Debatte um das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das zunehmend politisch wie medial vereinfacht als ‚Heizungsgesetz‘ instrumentalisiert wurde. Die Folge: spürbare Verunsicherung bei Bürgern sowie fehlende Orientierung bei Unternehmen und Planern – und in vielen Teilen der Branche Unverständnis über den politischen Kurs.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat die Branche gezeigt, dass sie nicht stillsteht. Moderne Planungswerkzeuge, vernetzte Gebäudetechnik und effiziente Anlagenlösungen setzen neue Standards – die TGA ist und bleibt ein wichtiger Hebel für Klimaschutz, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Zudem wird 2026 ein Jahr zahlreicher Fachmessen, auf denen sich die Branche intensiv austauschen und ihre aktuellen Technologien präsentieren wird. Die vielen Fachveranstaltungen, nicht zuletzt unsere Bauverlag Fachforen, unterstützen alle am Bau Beteiligten bei ihrer Arbeit. Diese positiven Signale gilt es auch 2026 zu verstärken und die eigene Innovationskraft sichtbar zu machen.

Auch wenn politische Entscheidungen wichtig bleiben: Der Fortschritt entsteht dort, wo Sie, unsere Leserinnen und Leser, täglich planen, entwickeln und umsetzen. Mit „Deutschland muss ins Machen kommen!“ möchten wir diesen Anspruch unterstreichen und gemeinsam mit Ihnen weiterdenken. TGA-Ingenieure, Planungsbüros und Handwerksbetriebe können entscheidende Impulse setzen, um Bewegung in die Bauwirtschaft und den Markt zu bringen. Nutzen Sie die sich bietenden Chancen – und überzeugen Sie Bauherren und Auftraggeber von der Bedeutung entschlossener Umsetzung Ihrer Projekte. Die tab wird Sie auch im nächsten Jahr mit allen relevanten News, exklusiven Fachbeiträgen und gewerkeübergreifenden Produktneuheiten unterstützen. Behalten Sie dazu stets unsere Webseite, www.tab.de, im Auge – dort erhalten Sie tagesaktuell alle wichtigen Informationen.

Die tab-Redaktion wünscht Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!

Nicklas Paschedag

Redakteur tab

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