Politikmaßnahmen für einen ­klimaneutralen Gebäudebestand

Wie die Ziele der Wärmewende zu erreichen sind

Der Gebäudesektor spielt eine Schlüsselrolle für das Erreichen der deutschen und europäischen Klimaschutzziele. Rund ein Drittel des Endenergieverbrauchs und ein erheblicher Anteil der Treibhausgasemissionen entfallen auf die Beheizung und Warmwasserbereitung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Trotz bestehender Instrumente zur Senkung der Treibhausgasemissionen zeigt der Projektionsbericht 2025 für den Gebäudesektor bis 2030 eine kumulierte Ziellücke von rund 110 Mio. t CO2 (s. Bild 1). Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, mit welchem Politik-Mix ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2045 realistisch erreicht werden kann.

Das in 2024 novellierte Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) definiert verbindliche, sektorübergreifende Jahresemissionsgesamtmengen sowie sektorspezifische Jahresemissionsmengen, so auch für den Gebäudesektor, bis 2030 sowie das Ziel der Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Emissionen des Gebäudebereichs nicht nur direkt, sondern auch indirekt in den Sektoren Energie und Industrie anfallen. Dies ist auf die Bilanzierungsmethodik nach dem sogenannten Quellprinzip zurückzuführen, wonach die Emissionen demjenigen Sektor zugeschrieben werden, in dem sie in die...

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Ausgabe 04/2022

Kommentar

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