Modulare Wärmepumpen-Heizzentrale für Mehrfamilienhaus
Erste „Energy Unit | Wärmepumpe“ in BetriebUm die Dekarbonisierung in Bestandsgebäuden zu beschleunigen, wurde die erste Einheit der modularen Heizzentrale „Energy Unit | Wärmepumpe“ in Oberbayern für ein Wohngebäude installiert. Sie ist seriell vorgefertigt und kombiniert drei Wärmepumpen mit einem Elektro-Wandheizgerät zur Spitzenlastabdeckung als externe Einheit. Mit diesem innovativen Konzept sollen Gebäude ohne größere Umbauten auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung umgestellt werden.
Ein Mehrfamilienhaus im oberbayerischen Penzberg ist die erste Immobilie überhaupt, die mit der modularen Heizzentrale „Energy Unit | Wärmepumpe“ auf Wärmepumpenbasis ausgestattet wurde. Dieses neue System hat Vaillant, Unternehmen für zentrale Heizsysteme mit Hauptsitz in Remscheid, gemeinsam mit dem mittelständischen Energie- und Gebäudetechnik-Spezialisten Alois Müller entwickelt. „Die Premiere ist gelungen“, sagt Markus Schramm, Geschäftsführer der Alois Müller GmbH. Sein Team hat die erste Energy Unit komplett im Werk in Ungerhausen im Allgäu seriell vorgefertigt und dann schlüsselfertig...
Ein Mehrfamilienhaus im oberbayerischen Penzberg ist die erste Immobilie überhaupt, die mit der modularen Heizzentrale „Energy Unit | Wärmepumpe“ auf Wärmepumpenbasis ausgestattet wurde. Dieses neue System hat Vaillant, Unternehmen für zentrale Heizsysteme mit Hauptsitz in Remscheid, gemeinsam mit dem mittelständischen Energie- und Gebäudetechnik-Spezialisten Alois Müller entwickelt. „Die Premiere ist gelungen“, sagt Markus Schramm, Geschäftsführer der Alois Müller GmbH. Sein Team hat die erste Energy Unit komplett im Werk in Ungerhausen im Allgäu seriell vorgefertigt und dann schlüsselfertig auf die Baustelle nach Penzberg geliefert, sodass die SHK-Abteilung des Generalunternehmers Johann Fischer Bauunternehmung GmbH (Hohenbrunn bei München) für Wohnbau Weilheim nur noch anschließen musste.
Einheit mit 36 kW Leistung
In der Penzberger Heizzentrale kommt eine „Energy Unit | Wärmepumpe“ der Größe M für bis zu zehn Wohneinheiten zum Einsatz. Sie ist mit drei Vaillant Wärmepumpen mit jeweils 12 kW bestückt, sodass die Wohnungen des Mehrfamilienhauses mit einer Gesamtleistung von 36 kW komplett regenerativ beheizt werden können. Zur Spitzenlastabdeckung ist die monoenergetische Energy Unit zusätzlich mit einem Elektro-Wandheizgerät von Vaillant ausgestattet. „Dieser effiziente Ansatz der seriellen Heizungssanierung dient als Vorlage für weitere Gebäude in unserem Bestand“, sagt Van Thao Tran, technischer Leiter der Wohnungsbau Weilheim.
„Bei der Premiere hat wirklich alles super geklappt und sich gleich gezeigt, wie einfach es ist, bei der Sanierung von Mehrfamilienhäusern auf regenerative Heizlösungen zu setzen. Wir haben die ‚Energy Unit‘ geliefert, das Team von Johann Fischer hat sie mit dem Kran auf die vorher entsprechend verdichtete Kiesfläche positioniert und angeschlossen. Auch die Inbetriebnahme durch die Kollegen von Vaillant verlief absolut reibungslos. Nach der Befüllung mit Heizwasser ging’s dann auch gleich los“, sagt Kevin Mayer, der verantwortliche Projektingenieur der Alois-Müller-Gruppe. Obwohl die 36-kW-Einheit insgesamt ein Gewicht von elf Tonnen auf die Waage bringt, musste die Standfläche nicht betoniert werden, da die Energy Unit über eine durchgängige eigene Bodenplatte verfügt. „Das vereinfacht und beschleunigt den Installationsprozess enorm“, so Mayer.
Design trifft Funktion
Der Auftakt ist gemacht und aus Sicht von Vaillant und Alois Müller gibt es bereits positive Entwicklungen. „Das Interesse aus der Immobilienwirtschaft ist definitiv da. Direkt nach der Vorstellung auf der Fachmesse IFH in Nürnberg haben wir einige konkrete Projektanfragen erhalten, auch von sehr großen Wohnungsbaugesellschaften. Es scheint so, als ob die Zeit reif ist für die Energie- und Wärmewende“, sagt Markus Schramm. Auch in Penzberg soll der eingeschlagene nachhaltige Weg weitergehen. „Der Gebäudekomplex besteht hier aus mehreren Teilen, die schrittweise saniert werden. Die ersten Wohnungen werden jetzt von unserer Nummer eins versorgt, für den nächsten Gebäudeteil ist die Nummer zwei schon in der Projektierung“, sagt Mayer.
„Mit unserem neuen Konzept können große Wohnanlagen deutlich schneller als bisher energetisch saniert werden. Denn die modulare Heizzentrale wird einfach als separate, externe Einheit angeschlossen, was die Installation deutlich vereinfacht und beschleunigt. Die neue Heizzentrale wird im Vorfeld von uns komplett vorkonfiguriert. Die Zeiten, in denen der Platzmangel im Heizungskeller die Energiewende ausbremst, sind damit endgültig vorbei“, sagt Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois-Müller-Gruppe. Das Besondere: Die „Energy Unit | Wärmepumpe“ lässt sich mithilfe von Fassadenelementen optisch an die Gebäudehülle anpassen und soll sich damit harmonisch in die urbane Umgebung einfügen. „Die moderne Heizzentrale von heute ist kein störender Klotz, sondern vielmehr ein schickes Add-On für die Bestandsgebäude“, so Müller.
„Dekarbonisierung des Gebäudestandes“
„Egal, ob Wohnungsbaugesellschaften, Projektentwickler, Bauträger oder Investoren: Sie alle profitieren nicht nur von den kurzen Installationszeiten, sondern auch von einem geringen Planungsaufwand und natürlich der hohen Qualität, die wir durch die serielle Vorfertigung der regenerativen Heizzentralen erreichen. Bei einem Heizungstausch im Rahmen einer Sanierung reduziert sich die Ausfallzeit deutlich. Das freut natürlich auch die Mieterinnen und Mieter“, sagt Schramm und führt weiter an: „Mit der Energy Unit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudestandes. An der Wärmepumpe führt dabei kein Weg vorbei. Denn Wärmepumpen sind die umweltfreundlichste und effizienteste Lösung für die Wärmeversorgung von Gebäuden und das Konzept Energy Unit zeigt: Sie können eben auch ohne größere Umbaumaßnahmen ideal für Wärme und Warmwasserkomfort sorgen. Die konsequente Nutzung regenerativer Energien ist auch ganz im Sinne der großen Player in der deutschen Wohnungswirtschaft, denn viele möchten zukünftig einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand erreichen“.
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