Ingenieurbüro setzt auf erneuerbare Energien

Energieversorgung mit Wärmepumpe und PV-Anlage

Ein Ingenieurbüro in Gladenbach hat für seinen 1.300 m² großen Neubau eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit 38 kW Leistung planen lassen. Die Anlage verfügt über zwei Kompressoren, mit denen sich die Wärmepumpen-Anlage passend auf den Wärmebedarf einstellen kann. In Kombination mit einer PV-Anlage und einem Pufferspeicher lassen sich so die erneuerbaren Energien im Projekt ideal einbinden.

Das Ingenieurbüro Happel ist für gewerbliche und private Kunden Anlaufstelle im mittelhessischen Gladenbach und Umgebung, wenn es um die Wertermittlung beschädigter oder auch intakter Fahrzeuge geht. Der Geschäftsführer und gelernte KfZ-Mechaniker- und -Elektromeister Gerolf Happel ist Experte auf diesem Gebiet, sein Unternehmen besteht seit rund 30 Jahren. Das bislang genutzte Gebäude wurde aufgrund der steigenden Nachfrage zu klein – weshalb nur wenige Kilometer entfernt vom bisherigen Standort in Bad Endbach der Spatenstich für einen Neubau stattfand.

Nachhaltige Wärmeerzeugung

Der Neubau war...

Das Ingenieurbüro Happel ist für gewerbliche und private Kunden Anlaufstelle im mittelhessischen Gladenbach und Umgebung, wenn es um die Wertermittlung beschädigter oder auch intakter Fahrzeuge geht. Der Geschäftsführer und gelernte KfZ-Mechaniker- und -Elektromeister Gerolf Happel ist Experte auf diesem Gebiet, sein Unternehmen besteht seit rund 30 Jahren. Das bislang genutzte Gebäude wurde aufgrund der steigenden Nachfrage zu klein – weshalb nur wenige Kilometer entfernt vom bisherigen Standort in Bad Endbach der Spatenstich für einen Neubau stattfand.

Nachhaltige Wärmeerzeugung

Der Neubau war zugleich die passende Gelegenheit, in eine zukunftssichere und nachhaltige Wärmeerzeugung zu investieren. „Bei der Planung haben wir eine innovative und umweltschonende Gebäudetechnik gleich mitgedacht“, sagt Gerolf Happel. Die Anforderung: Wärme und Strom sollten mit erneuerbaren Energien erzeugt werden. Als Teil des Konzepts der technischen ­Gebäudeausrüstung liefert deshalb eine PV-Anlage Solarstrom für den Wärmepumpenbetrieb und für die Eigennutzung im Gebäude. Wird der vom Unternehmen selbst produzierte Solarstrom oder optional Ökostrom für den Betrieb des Wärmeerzeugers verwendet, erzeugt das System keinerlei Emissionen. Um das fachgerecht umzusetzen, holten sich die Auftraggeber mit dem Planungsbüro Rehling Energie-Technik aus Herborn und dem SHK-Fachbetrieb Demotec Klein aus Rauschenberg zwei erfahrene Partner an die Seite.

Zweistufen-Technologie für effiziente Betriebsweise

Die neue Kfz-Prüf- und Schätzstelle wartet mit modernen Büros sowie drei Prüfstraßen für bis zu 18 m lange Fahrzeuge auf. Vor dem Gebäude findet sich neben dem Parkplatz das technische Herzstück für die Wärmeerzeugung: Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe „Logatherm WLW286 A“ von Buderus. Die vor dem Neubau installierte Außeneinheit bringt eine Leistung von 38 kW (bei A -7/W35).

„Die Wärmepumpe hat zwei Kompressoren, die je nach aktueller Wärmeanforderung des Heizsystems geschaltet werden“, erklärt Thorsten Thierbach von Buderus. Der Vorteil: So lassen sich das Erdgeschoss und die beiden Obergeschosse des Ingenieurbüros, jeweils mit einer Nutzfläche zwischen 412 und 450 m2, jederzeit bedarfsgerecht versorgen. Die Wärmepumpe eignet sich mit ihrer Leistungsgröße von 38 kW optimal für größere gewerbliche Objekte und Bürogebäude. Ein hoher Wärmekomfort ist dabei das ganze Jahr über sichergestellt, denn sie versorgt das Gebäude auch im Winter bei Außentemperaturen von bis zu -20 °C zuverlässig mit Wärme wie der Hersteller hervorhebt.

Die Wärmepumpe arbeitet mit einem SCOP von 3,93 bei 35 °C und 3,33 bei 55 °C. Die Auslegungstemperatur für die Fußbodenheizung in den Räumen beträgt 35/28 °C, eignet sich so ideal für den energieeffizienten Betrieb des ­Wärmeerzeugers. Praktisch: Sollten später noch Heizsystem-Komponenten dazu kommen, lässt sich die „Logatherm WLW286 A“ mittels Systemtechnik individuell und flexibel erweitern – sie ist auf das Zusammenspiel mit weiteren Wärmeerzeugern im System vorbereitet. Darüber hinaus kann sie auch in Kaskade betrieben werden, sollte einmal mehr Leistung gefragt sein. Bis zu vier Wärmepumpen dieses Typs lassen sich zu einer Kaskade zusammenschalten. Bei der Aufstellung der Außeneinheit kam dem Fachbetrieb die kompakte Rahmenbauweise der Wärmepumpe entgegen, so ließ sie sich gut an die endgültige Position transportieren. „Trotz der Leistungsgröße braucht die Außeneinheit lediglich eine Stellfläche von rund 1,9 m2“, betont Thorsten Thierbach.

Flexibler und kompakter Wärmepumpenregler

Die Regelung der Luft/Wasser-Wärmepumpe erfolgt über den Buderus Wärmepumpenregler „WPM100“. Dieser eignet sich für alle bivalenten, monovalenten oder monoenergetischen Wärmepumpenheizungsanlagen. Alle Parameter lassen sich über einen integrierten 4‘‘-Touch-Bildschirm auf Betreiber- oder Fachbetriebsebene einstellen. Über die geführte Inbetriebnahme „EasyOn“ des Reglers wurden alle anlagenspezifischen Parameter abgefragt und von den SHK-Experten dem Objekt, den Anforderungen und den spezifischen Kundenwünschen sowie dem Nutzungsverhalten entsprechend angepasst.

Die vorinstallierte Inbetriebnahmefunktion bietet die Möglichkeit, die Wärmepumpe erstmalig zu konfigurieren und auf das System abzustimmen. Konnektivität ist ebenfalls möglich: Anlagenbetreiber können den Regler bei Bedarf per Modbus RTU und KNX jederzeit in eine übergeordnete Gebäudeleittechnik integrieren. Ein Pufferspeicher mit 1.000 l Fassungsvermögen vervollständigt das Heizsystem. Er nimmt überschüssige Wärme auf und entkoppelt die. Wärmeerzeugung und -abnahme voneinander. Die Wärmepumpe kann so konstanter und effizienter arbeiten und durch die geringeren Taktzyklen erhöht sich ihre Lebensdauer.

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