Wärmerückgewinnung als Sparmodell

Abwärme transportieren, lagern und nutzen

Elektrische Maschinen, die Kälte erzeugen, geben bei ihren Prozessen zwingend Wärme ab. Diese Abwärme lässt sich speichern und innerbetrieblich dorthin transportieren, wo sie effektiv eingesetzt werden kann. Hier bieten sich für Industriebetriebe neue Möglichkeiten zur Energieeffizienzsteigerung an.

Effizienz als Sparmodell

Um bei wachsendem Kostendruck konkurrenzfähig zu bleiben, müssen moderne Unternehmen Abläufe optimieren. Insbesondere energieintensive Prozesse sollten dabei auf dem Prüfstand stehen, denn hier bieten sich ungenutzte Poten­tiale. Zum Beispiel bei elektrisch betriebenen Kältemaschinen, die Wärme an die Umgebung abgeben. Ein System wie „Thermotract“ der Westfalen-Gruppe gewinnt diese zurück und speichert sie wie eine überdimensionierte Wärmflasche. Bei Bedarf führt sie die Wärme wohldosiert weiter – dorthin, wo sie sinnvoll unterstützen kann: bei thermischen Prozessen,...

Effizienz als Sparmodell

Um bei wachsendem Kostendruck konkurrenzfähig zu bleiben, müssen moderne Unternehmen Abläufe optimieren. Insbesondere energieintensive Prozesse sollten dabei auf dem Prüfstand stehen, denn hier bieten sich ungenutzte Poten­tiale. Zum Beispiel bei elektrisch betriebenen Kältemaschinen, die Wärme an die Umgebung abgeben. Ein System wie „Thermotract“ der Westfalen-Gruppe gewinnt diese zurück und speichert sie wie eine überdimensionierte Wärmflasche. Bei Bedarf führt sie die Wärme wohldosiert weiter – dorthin, wo sie sinnvoll unterstützen kann: bei thermischen Prozessen, Warmwasser oder Heizung. Das System ist vielseitig geeignet: Für Schlachtereien und bei der Fleischverarbeitung, bei der Herstellung von Gefrier- oder gefriergetrockneten Produkten oder in milchverarbeitenden Betrieben. Brauereien können das Sparmodell ebenso nutzen wie Krankenhäuser und Hotels. Einsatzmöglichkeiten gibt es außerdem in der Kühl- und Kälte­logistik und allen Produktionsprozessen mit hohem Kälteeinsatz.

 

Energiehunger dämpfen

Voraussetzungen für die Nutzung des Rückgewinnungssystems sind eine installierte Kälteleistung ab 20 kW mit einer täglichen Betriebszeit von mehr als 8 h sowie ein Wärmebedarf von mindestens 150.000 kWh. Zwischen Kälteanlage und Heiztechnik sollten zudem nicht mehr als 50 m Abstand liegen.

Wie sich der gedämpfte Energiehunger in Zahlen auswirkt, weiß Carsten Schmidt, Produktmanager Regenerative Energien bei der Westfalen-Gruppe. „In einem Krankenhaus mit etwa 700 Betten lassen sich mit ‚Thermotract‘ bei einer angenommenen Energiepreissteigerung von jährlich 3 % in 15 Jahren mehr als 244.000 € an Wärmekosten einsparen“, rechnet er vor.

 

Ein Nebeneffekt, der sich auszahlt

Doch das ist noch nicht alles. Als lohnenswerter Nebeneffekt wird der Verbrauch von Strom beim Einsatz von „Thermotract“ ebenfalls deutlich gesenkt, denn das Wärmerückgewinnungssystem entlastet Kompressor und Kondensator der Kälteanlage. Bei einer angenommenen Strompreissteigerung von 3 % pro Jahr fallen dadurch etwa 73.500 € weniger Stromkosten bei der Kälteerzeugung an. Unterm Strich entlastest das System die Finanzmittel des Krankenhauses also um rund 318.000 € in 15 Jahren.

 

Optimieren, ohne zu investieren

Energieeinsparmodellen gehen im Normallfall hohe Investitionskosten voraus. Nicht so bei „Thermotract“: Hier haben Im­mo­bi­lien­betrei­ber keinerlei Ausgaben. „Alles was wir brauchen sind 4 m2 Freifläche für den Wärmespeicher. Sonst nichts“, erklärt Carsten Schmidt. Die Westfalen-Gruppe stellt die komplette Technik, das nötige Know-how und den Wartungsservice. Bei einem Ortstermin wird die Einbindung der Anlage detailliert abgestimmt und spätestens acht Wochen nach Vertragsabschluss ist die Technik installiert und einsatzbereit. „Der Kunde spart quasi vom ersten Tag an“, betont Carsten Schmidt.

 

Verbrauch jederzeit im Blick

Per Fernüberwachung behält Carsten Schmidt die Anlage im Blick, überwacht und optimiert, wenn nötig. „Aber der Kunde kann die Leistungsdaten auch selbst jederzeit online einsehen“, so der Produktmanager.

Die Wärmemenge wird direkt am Übergabepunkt erfasst und kann hier online abgerufen werden. Das bietet Transparenz, denn bezahlt wird nur die tatsächlich genutzte Wärme. Und dies zu einem vertraglich festgelegten Preis, der eine langfristige Kosten- und Planungssicherheit ermöglicht. Wie lange dieser Vertrag läuft, lässt sich individuell bestimmen. Nach Vertragsende kann die Anlage komplett zurückgebaut werden. Auch eine Übernahme ist möglich.

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