Wärmepumpe im Industriebetrieb

Eine Heizungsanlage für ein Glaswerk

Das „Thiele Glas Werk“ existiert seit dem Jahre 2002. Von Anfang an standen neben höchsten Qualitätsanforderungen an Material und Verarbeitung auch stets der Anspruch an innovative technische Lösungen im Fokus der Firmenphilosophie. Im größten Werk der „Thiele Glas Gruppe“ im sächsischen Wermsdorf standen 2007 umfassende Ausbauarbeiten an, im Zuge derer auch eine Heizungsmodernisierung anfiel. Beim Austausch der alten Gasheizung wurde besonderer Wert auf eine ökologisch-innovative Technik gelegt, so dass man sich schließlich für eine moderne Wärmepumpenanlage entschied.

2007 wurden das Werk von „Thiele Glas“ in Wermsdorf ausgebaut und erneuert. „Im Zuge dieses Bauvorhabens wurde auch gleich die Modernisierung bei der Wärmebereitstellung für die Gebäudetemperierung mit eingeplant“, erinnert sich der zuständige Heizungsplaner Hartmut Fix vom Wärmepumpenspezialisten Dimplex aus Kulmbach. „Die alte Gasheizung, die bis dahin das komplette Werk versorgte, war schlicht unwirtschaftlich im Betrieb geworden. Zum einen verursachte sie unverhältnismäßig hohe Kosten durch den Gaspreis und Wartungsaufwand, zum anderen war sie nicht in der Lage, die Abwärme sinnvoll zu...

2007 wurden das Werk von „Thiele Glas“ in Wermsdorf ausgebaut und erneuert. „Im Zuge dieses Bauvorhabens wurde auch gleich die Modernisierung bei der Wärmebereitstellung für die Gebäudetemperierung mit eingeplant“, erinnert sich der zuständige Heizungsplaner Hartmut Fix vom Wärmepumpenspezialisten Dimplex aus Kulmbach. „Die alte Gasheizung, die bis dahin das komplette Werk versorgte, war schlicht unwirtschaftlich im Betrieb geworden. Zum einen verursachte sie unverhältnismäßig hohe Kosten durch den Gaspreis und Wartungsaufwand, zum anderen war sie nicht in der Lage, die Abwärme sinnvoll zu nutzen, die hier in der Produktion in großen Mengen anfällt.“

Gerade aus diesem Anforderungsprofil heraus stellte sich jedoch die moderne Wärmepumpentechnologie als ideale Heizalternative für den Industriebetrieb dar. Zunächst kann mit Luft/Wasser-Wärmepumpen die Wärmeenergie der Umgebungsluft für die Gebäudetemperierung nutzbar gemacht werden. Zudem ist das System auch hervorragend dazu geeignet, die Abwärme aus den Produktions­prozessen aufzunehmen und als Heizenergie dem Wärmeverteilsystem zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus gestaltet sich die Umstellung zur Wärmepumpe generell als äußerst kostensensible Heizalternative, weil Wärmepumpen den Großteil ihres Energiebedarfs aus der Umgebungsluft beziehen und nur etwa ein Viertel der im Heizbetrieb zur Verfügung gestellten Wärmeenergie in Form von Strom eingebracht werden muss. Und in Bezug auf diesen Stromanteil profitiert die Thiele Glas Werk GmbH zusätzlich von den besonders günstigen Wärmepumpen-Stromtarifen für gewerbliche Betriebe.

Ein weiteres Plus stellte noch die Option der Wärmepumpen dar, sie im Sommer zur Kühlung der Räume einzusetzen und damit künftig auch auf eine Klimaanlage verzichten zu können.

 

Umstellung auf Wärmepumpentechnologie

Nachdem die Entscheidung zur Umstellung auf eine Luft/Wasser-Wärmepumpentechnologie gefallen war, konnte die Heizungsmodernisierung im Zuge des Aus- und Umbauvorhabens auf dem Firmenareal äußerst einfach und schnell durchgeführt werden. Innerhalb von nur zehn Tagen waren die Installationsarbeiten komplett abgeschlossen. „Wir entschieden uns für die Verwendung von zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen vom Typ LI 28 TE aus dem Hause Dimplex, da sowohl ich als auch viele Kollegen nur positive Erfahrungen mit diesem Fabrikat verbinden und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis äußerst günstig ausfällt,“ erklärt der zuständige Installateurmeister Mathias Burkhardt. „Dabei ist die eine Wärmepumpe ausschließlich für den Heizungsbetrieb abgestellt, die andere übernimmt primär die Warmwasserversorgung und kann bei Spitzenlasten auch in den Heizkreis zugeschaltet werden.“ Die Wärmepumpe, welche die Hauptheizlast übernimmt, steht im übrigen nur einen Meter „Luftlinie“ von einem Fertigungsofen entfernt, dessen anfallende Abwärme sie somit ideal für den Heizbetrieb nutzen kann. Über die eingebauten Verdichter bringt die Wärmepumpe dabei mit einer Leistung von 28 kW die Wärmeenergie der angesaugten Luft mit rund 10 °C auf ein Niveau, welches für den Heizkreislauf bzw. die Warmwasserbereitstellung genutzt wird. Hierbei kühlt die durchströmende Luft ab und wird auf der anderen Seite der Wärmepumpe wieder vertikal in die Produktionshalle ausgeblasen. Dadurch erfolgen eine sinnvolle Nutzung der Abwärme im Produktionstrakt für andere Gebäudeteile und eine effiziente Kühlung der gesamten Werkshalle. Im Betrieb erweisen sich die Wärmepumpen wie geplant als äußerst preiswert. So versorgen sie den Warmwasserkreislauf für die Sanitär- und Duschanlagen und ermöglichen die Wärmeverteilung für das gesamte Anwesen. Die Wärmeverteilung erfolgt im Neubau über eine Energie sparende Fußbodenheizung und im Altbestand weiterhin durch Heizkörper, nun aber für einen Bruchteil der ehemaligen Gaskosten. Zwar existiert als „Notfallaggregat“ weiterhin eine neue Gasheizung, die zugeschaltet werden könnte, wenn z. B. der Betrieb ruht, dies war allerdings bislang noch nicht notwendig.

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