Schornsteine als Gestaltungselement
Optik und Funktion vereint
Foto: Fachabteilung Abgastechnik VSE im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V., Köln
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Wird für ein Gebäude ein Schornstein benötigt, steht zunächst die Funktion im Vordergrund. Doch das Bauteil kann zum „herausragenden“ gestalterischen Element avancieren. Dies trifft vor allem auf die modernen Edelstahl-Abgassysteme zu. Für einen hohen Sicherheitsstandard der Abgasanlage garantieren Hersteller, die in der Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH organisiert sind.
Kamen Abgasanlagen aus Edelstahl ursprünglich hauptsächlich in der Industrie- oder Gewerbebetrieben zum Einsatz, finden sie heute immer häufiger auch in Wohnobjekten Verwendung. Moderne Schornsteinkonzepte aus Edelstahl können an der Außenwand oder, unter Berücksichtigung der Feuerungsverordnungen der Länder, auch im Gebäudeinneren sichtbar installiert werden. Auch Kombinationsmöglichkeiten mit gemauerten und bereits bestehenden Schornsteinen sind denkbar. Sollen besondere Blickfänge oder Farbgestaltungen erzielt werden, bietet die Industrie auch farbige Schornsteinkonzepte. Sie kommen vor allem in gehobenen Gestaltungen oder zur Anpassung an die Konzeption der Fassade zum Einsatz. Für derartige Fälle sind auch spezielle Oberflächen in elektrochemisch gefärbter, gebeizter, gestrahlter oder gebürsteter Edelstahloptik erhältlich. Falls gewünscht, werden außerdem Schornsteine mit Kupferoberflächen gefertigt.
Hoher Qualitätsanspruch und Langlebigkeit
Die Vorteile des Werkstoffes Edelstahl liegen in seiner hohen Korrosionsbeständigkeit, der damit verbundenen Langlebigkeit und in seinem geringen Gewicht. Darüber hinaus überzeugt die Modellvielfalt der Schornsteinsysteme. Gleich, ob ein- oder doppelwandig, für jeden Wärmeerzeuger und jede Brennstoffart sind passende Modelle vorhanden. Hinzu kommt außerdem eine äußerst hohe Fertigungspräzision.
Seinen Siegeszug im Schornsteinbau begann der Werkstoff Edelstahl ursprünglich mit der Produktion starrer Rohrelemente. Sie wurden zunächst in erster Linie bei der Sanierung und bei der Querschnittsverminderung von Hausschornsteinen eingesetzt. Da sich der Edelstahl einfach und mit handelsüblichen Werkzeugen direkt auf der Baustelle bearbeiten und schneiden lässt, verläuft die Montage üblicherweise problemlos. Ebenfalls positiv wirkt sich das geringe Gewicht auf die Verarbeitung des Materials aus. So wiegt ein Element von 1 m Länge, einem Durchmesser von 130 mm und einer Wandstärke von 0,6 mm ca. 2,1 kg. Bei der Herstellung der hochwertigen Schornsteinsysteme kommen modernste Laserschweiß-, Fließ- und Pressverfahren sowie plastische Umformprozesse zum Einsatz. Da die Arbeitsgänge automatisch erfolgen, ist die Wiederholgenauigkeit und damit die Dichtigkeit der Bauteile sichergestellt. Diese Arbeitsweise erhöht außerdem die Stabilität und die Korrosionssicherheit der Werkstücke.
Neben hohen Temperaturen sind Abgasführungen auch chemischen Belastungen, namentlich Säuren, ausgesetzt, die in den Rauchgasen enthalten sind. Diese wirken insbesondere bei Taupunktunterschreitung (durch Kondensation) aggressiv auf die Abgasführungen ein. Dadurch kann sogar einfacher „rostfreier“ Edelstahl innerhalb kurzer Zeit Korrosionsschäden aufweisen. Die heute verwendeten Metalle (Werkstoffnummern 1.4571 oder 1.4404) zeichnen sich durch eine Stabilisierung mit Molybdän und Titan aus. Sie sind auf diese Weise weitestgehend gegen die aggressiven Bestandteile im Rauchgas und Kondensat geschützt und verkraften deshalb auch die kondensierende Betriebsweise der heute eingesetzten Heizungsanlagen problemlos.
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