Quasi ein bestandener Wärmepumpen-Feldtest

Eine Wärmepumpen-Kaskade nach dem „Zubadan“-Prinzip mit Waterkotte-Regelung sollte in einem KfW-40-Objekt für Klimakomfort sorgen. Temperaturen bis unter -15 °C machten aus der Installation einen realen Kältetest – an den heizungstechnischen Grenzen einer Maschine mit Außenluft als Energiequelle. Die Kaskade aus dem Hause Waterkotte mit vier Geräten à 14 kW lieferte im Wohn/Gewerbe-Komplex mit 18 Wohneinheiten, zwei Arztpraxen und einem Ladengeschäft problemlos jeden gewünschten Sollwert, auch in den zurückliegenden kalten Wintermonaten.

Die Kaskade des Typs „WPQLK“ ist von Haus aus reversibel und damit für die aktive Kühlung einsetzbar. Sie arbeitet mit einem COP nach VDI 4650 von 4,22, bei 100 % Heizleistung, einer Außentemperatur von plus 7 °C und einer Wassertemperatur von 35 °C. Die Kühlleistung bei einer Außentemperatur von 35 °C und einer Wassertemperatur von 7 °C beträgt 50 kW. Waterkotte konzipierte das Innenteil der Split-Version als eine einzige Einheit. Unter der Verkleidung verbergen sich folglich vier Wärmetauscher (je nach Funktion Verdampfer oder Kondensator), vier Umwälzpumpen und sämtliche Peripherie. Die Stellfläche bleibt auf diese Weise gering. Sie beträgt bei 56 kW nicht mehr als 0,5 m2.

Die Zubadan-Technologie zum ganzjährigen Heizen und Kühlen mit Luft als Wärmequelle brachte Mitsubishi vor etwa drei Jahren auf den Markt. Sie unterscheidet sich von den klassischen Verfahren dadurch, dass sie bis -15 °C 100 % Nennleistung liefert. Die Konstanz erreicht das Verfahren mit einer zusätzlichen Kältemittel-Einspritzung über einen Bypass. Erst unter dem genannten Grenzwert muss auch dieses Gerät Abstriche am Wärmeangebot hinnehmen.

Die ausreichende Heizleistung während der Frostperiode bestätigte den Beteiligten – Architekt, Projektentwickler, Hersteller, Planer, Anlagenbauer –, mit dieser Technik alle Bedarfsfälle in Neu- und Altbauten abdecken zu können.

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