Präsenzmelder in Unterrichtsräumen

Einsatz fachgerecht planen

Präsenz- und Bewegungsmelder steuern angeschlossene Verbraucher so, dass zum richtigen Zeitpunkt die jeweils benötigte Menge an Kunstlicht vorhanden ist. Sie ermöglichen es außerdem, das vorhandene Tageslicht optimal auszunutzen und so – energie­effizient – den Komfort für die Nutzer zu erhöhen. Um diese Produktvorteile von Meldern umfassend zu nutzen, ist es jedoch unerlässlich, sie exakt und dem jeweiligen Bedarf entsprechend auszuwählen und zu positionieren.

Bei der Planung von Meldern, wie Präsenz- und Bewegungsmeldern, spielen variable Parameter, wie die raumseitigen Anforderungen, die Nutzungsbedingungen sowie die Ziele für Effizienz, Sicherheit und Komfort eine wichtige Rolle. Das folgende Beispiel verdeutlicht die wesentlichen Planungsprinzipien für einen energieeffizienten Einsatz von Präsenzmeldern in Schulen und Lehrräumen. Hier ermöglichen es ausgewogene Lichtverhältnisse nicht nur, die Energiekosten zu senken – sie fördern darüber hinaus eine rasche Aufnahme der Information bei Lernenden und tragen so wesentlich zum Lernerfolg bei.

Aufg...

Bei der Planung von Meldern, wie Präsenz- und Bewegungsmeldern, spielen variable Parameter, wie die raumseitigen Anforderungen, die Nutzungsbedingungen sowie die Ziele für Effizienz, Sicherheit und Komfort eine wichtige Rolle. Das folgende Beispiel verdeutlicht die wesentlichen Planungsprinzipien für einen energieeffizienten Einsatz von Präsenzmeldern in Schulen und Lehrräumen. Hier ermöglichen es ausgewogene Lichtverhältnisse nicht nur, die Energiekosten zu senken – sie fördern darüber hinaus eine rasche Aufnahme der Information bei Lernenden und tragen so wesentlich zum Lernerfolg bei.

Aufgabenstellung

In einem Klassenzimmer soll die Beleuchtung bedarfsgerecht, d.h. tageslicht- und anwesenheitsabhängig, automatisch geregelt werden. Die Planungsanforderung setzt voraus, das vorhandene Tageslicht sowie die zwei raumseitig vorhandenen Lichtbänder und eine separate Tafelbeleuchtung so zu kombinieren, dass ein stets gleichbleibendes Beleuchtungsniveau im Raum vorhanden ist. Ziel ist es, einerseits die Betriebskosten signifikant zu senken und andererseits eine angenehme und effiziente Lernatmosphäre zu schaffen.

Raumseitige Voraussetzungen

Die Grundfläche des Raumes beträgt 90 m2, die Deckenhöhe 3 m. Durch eine Fensterfront von 10 m an der Längsseite des Raumes gelangt Tageslicht in den Raum. Im Klassenzimmer sind zwei nebeneinander liegende Lichtbänder vorhanden, die parallel zur Fensterseite verlaufen (Bild 1). Die Tafel befindet sich zwischen Fensterfront und Wandlängsseite und verfügt über eine separate Beleuchtung, die mit einem Taster geschaltet werden kann. Die Arbeitsplätze sind vertikal zur Fensterfront angeordnet.

Planungsempfehlung

Um alle Bereiche des Raumes optimal mit nur einem Gerät erfassen zu können, empfiehlt es sich, einen Deckenmelder mit einem Erfassungsbereich von 360° bei einer Reichweite von 24 m auszuwählen. Da in dem Lehrraum zumeist sitzende Tätigkeiten ausgeführt werden, ist ein Präsenzmelder zu nutzen, da er – im Gegensatz zum Bewegungsmelder – bereits kleinste Regungen erfasst. Damit sich sowohl die Tafel als auch die Sitzreihen im Erfassungsbereich des Melders befinden, muss dieser in der Mitte des Raumes platziert werden. Für die tageslichtabhängige, separate Steuerung der beiden Lichtbänder und der Tafelbeleuchtung wird ein Melder mit drei Relais und drei Tastereingängen benötigt. Dieser kann bis zu drei Leuchtenreihen schalten und darüber hinaus zwei der Reihen zusätzlich dimmen. Den Wunsch nach einem positiven Umfeld für die Lernenden und Lehrenden realisiert ein Melder, der den Tageslichtanteil des Klassenzimmers über zwei Kanäle misst und so das Beleuchtungsniveau an zwei unterschiedlichen Stellen im Raum bestimmt. Dadurch schaltet und dimmt er bei sich veränderndem Tageslicht die Beleuchtung an der Fensterseite früher, als das Lichtband an der Wandseite und schafft ein konstantes Lichtniveau im Raum. ­

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