Normenvorschlag zur Wohnungslüftung

Lüftung zum Feuchteschutz mit Außenluft – Teil 2

Seit der Neuausgabe der bauaufsichtlich eingeführten DIN 4108-2 [1] wird unter der Ziffer 4.2.3 nicht mehr ein durchschnittlicher Luftwechsel von 0,5 h-1 während der Heizperiode gefordert. Stattdessen verweist die Norm für den ausreichenden Luftwechsel aus Gründen der Hygiene, der Begrenzung der Raumluftfeuchte sowie gegebenenfalls der Zuführung von Verbrennungsluft auf den DIN Fachbericht 4108-8 [2], welcher Pla­nungs- und Nutzungshinweise zur Vermeidung von Schimmelpilzwachstum in Wohn­gebäuden gibt. Die im Fachbericht enthaltenen Empfehlungen zur notwendigen Feuchteschutzlüftung mit Außenluft sind aufgrund der getroffenen Annahmen nur eingeschränkt anwendbar. Der zweite Teil des Beitrags ergänzt die vorgeschlagene Berechnungsmethode und gibt ein Auslegungsbeispiel an.

Thermische und feuchtetechnische Simulation

Für die Durchführung einer Jah­res­simulation bietet sich in der Planungspraxis ein Kühllastprogramm an, welches nach der Richtlinie VDI 2078 [13] rechnet. Diese Algorithmen sind auch für eine instationäre Heizlastberechnung und für die Ermittlung der sich einstellenden Raumluft- und Strahlungstemperatur geeignet. Für die Überprüfung des Schim­melpilzkriteriums sind die Algo­rithmen jedoch um folgende Punkte zu erweitern:

Mit den raumseitigen Eingangsgrößen Raumluft- und Strahlungstemperatur ist eine parallele Simulation ausgewählter Bauteile...

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