Modernisierung in der Spielzeugfabrik
Gebäudeautomation bei geobra BrandstätterWährend das Unternehmen geobra Brandstätter weniger bekannt ist, spielen seine Produkte in den Kinderzimmern weltweit eine wichtige Rolle. Rund 2,4 Mrd. Playmobilfiguren bevölkern die Wohnungen. Damit der Nachschub an interessanten Figuren nicht ausgeht, wurde die Produktionsstätte in Dietenhofen modernisiert und erweitert. Eine wichtige Rolle spielte die Gebäudeautomation
Gebäudeautomation für die Produktion
So wurde das Werk Lechuza 2008 mit einer umfassenden Steuerung und Regelung von Neuberger ausgerüstet, die sowohl die Wärmeerzeugeranlagen mit Weishaupt-Brennern (1,1 MW) als auch die Wärmerückgewinnung von Kälte- und...
Gebäudeautomation für die Produktion
So wurde das Werk Lechuza 2008 mit einer umfassenden Steuerung und Regelung von Neuberger ausgerüstet, die sowohl die Wärmeerzeugeranlagen mit Weishaupt-Brennern (1,1 MW) als auch die Wärmerückgewinnung von Kälte- und Druckluftanlagen sowie die gesamte Wärmeverteilung im Werk umfasste. Zusätzlich wurde der Bürotrakt mit Einzelraumreglern sowie den zugehörigen Raumfühlern und Stellantrieben ausgestattet. In den Produktionshallen wurde eine Zonenregelung umgesetzt, die Deckenstrahlplatten und Lufterhitzer einschloss. Das Aufgabenspektrum von Neuberger erstreckte sich dabei von der Ausarbeitung der Kabellisten, der Stromlaufpläne und des Netzwerkes über die Lieferung der Feldgeräte bis hin zur Montage und Inbetriebnahme der Schalt- und Regelanlagen. Dazu kam der Aufbau einer Gebäudeleittechnik als Bedien- und Alarmmanagement mit Visualisierung aller gebäudetechnischen Prozesse.
Für geobra Brandstätter war die Visualisierung von herausragender Bedeutung. Nur durch eine gute Visualisierung ist es möglich, die gewünschten Prozesse zu überwachen und entsprechende Eingriffe vorzunehmen. Weiterhin stellt die Visualisierung und Archivierung die Grundlage für Analysen und Optimierungen dar, was vor allem bei der effizienten Nutzung der Abwärme und der Verschiebung der Wärme innerhalb des Firmengeländes notwendig ist. Des Weiteren ermöglicht die Visualisierung ein transparentes Stör- und Alarmmanagement. Durch dieses Stör- und Alarmmanagement ist der Betreiber in der Lage, die Konditionen in den Produktionshallen für Wärme, Lüftung und Kälte über Grenzwertüberwachung und entsprechender Archivierung ständig im Griff zu haben.
Aufbauend auf dem Projekt für das Werk Lechuza ergab sich 2011 ein Folgeauftrag für das Playmobil-Werk in Dietenhofen. Dazu sollte das Werk, das um die neue Spritzerei 3 ergänzt wird, ähnlich ausgestattet werden, wie schon im Auftrag 2008. Dazu kamen einige neue Aufgabenstellungen. So wurde eine Wetterstation aufgebaut und eine Wettervorhersage-Steuerung für die Beschattung des Gebäudes eingerichtet. Zudem mussten vorhandene Schalt- und Regelanlagen rückgebaut und erneuert werden.
Auch die Zisternenanlage zur Speisung der Kühltürme erhielt eine Steuerung und Regelung. Zudem wurden die Feuerlöschanlage und die Sprinkleranlage in das Gebäudeautomationskonzept eingebunden.
Abwärme nutzen
Auf dem Werksgelände gibt es mehrere Energiezentralen. In diese Energiezentralen wird die Abwärme aus den Produktionsanlagen eingespeist. Damit diese Abwärme zukünftig effizienter genutzt werden kann, wird ein Energieverbund eingerichtet, der es erlaubt, momentan anfallende Energieüberschüsse in Anlagen mit einem Energiedefizit zu verschieben.
Offene Schnittstellen
Offene Schnittstellen spielen in der Gebäudeautomation eine wichtige Rolle, da sie von Anfang an einen fairen Umgang auf Dauer garantieren. Für Neuberger sprach zudem, dass das Unternehmen eine Versorgung mit Ersatzteilen für 20 Jahre und länger anbietet. Bei der ständigen Neuentwicklung von z. B. Reglern und dem Leitsystem wird darauf geachtet, dass ältere und neuere Systeme (Eigenentwicklungen) zusammenarbeiten. Dies bedeutet für den Auftraggeber letztlich, dass er eine nachhaltige Investition tätigt, die es ihm ermöglicht, seine Gebäudeautomation für viele Jahre zu nutzen.
Fazit
Mit den durchgeführten Maßnahmen wird die Energienutzung im Werk weiter optimiert. Zudem erhalten die für die Technik verantwortlichen Mitarbeiter stets einen optimalen Zugriff auf die Anlagen und dank der Visualisierung auch mit Überblick. Neuberger versteht seine Kundenbeziehungen als Partnerschaft und strebt stets den zufriedenen Kunden als Ziel an. Somit versteht es sich von selbst, dass Neuberger auch nach der Inbetriebnahme des Systems weiter Unterstützung leistet.
Der Erfolg zeichnet sich auch in diesem Fall ab. So befindet sich ein weiterer Folgeauftrag bereits in Arbeit. Das neue Playmobil-Werk „Lechuza 2“ befindet sich derzeit in Bau und soll im ersten Quartal 2013 in Betrieb gehen. Die Anlagenvisualisierung wird mit dem neuen Projekt um diesen Leistungsumfang erweitert. Die Gebäudeautomation stammt auch in diesem Fall von Neuberger.
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