Licht für einen Zukunftsstandort

Erweiterungsbauten für einen Großhändler

Zusätzlich zur Erweiterung des Lagers um rund 18 000 m2 entstanden auf dem Gelände des Fachgroßhändlers Unimet West in Hachenburg ein neues Verwaltungsgebäude und eine auf 3000 m2 neu konzipierte Ausstellungsfläche. Neben modernster LED-Beleuchtungstechnik, einer Heizungsanlage mit Brennwertkessel und einer Klimaanlage mit Wärmerückgewinnung kommt am Standort auch eine Solaranlage zur Erzeugung von Warmwasser zum Einsatz. Lohnende Investitionen für die Betreiber: Sie profitieren zukünftig von deutlich niedrigeren Unterhaltskosten.

Mit 13 Mio. € hat die mittelständische Unimet Gruppe Ende 2011 ihre größte Investition seit 18 Jahren abge­schlos­sen.

Der Zeitpunkt für den Ausbau des Zentrallagers West in Hachenburg und die Durch­führung von Energiespar- bez­iehungs­weise Energieeffizienz­maß­nahmen wurde günstig gewählt, denn der deutsche Mit­tel­stand sieht sich durch die Ener­gie­wende in Zukunft mit er­heb­lichen Kosten konfrontiert [1].

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Die gesamte technische Planung für die Erweiterung der Unimet West oblag dem Ingenieurbüro Poly­plan aus Bremen. Die Ar­bei­ten umfassten neben der...

Mit 13 Mio. € hat die mittelständische Unimet Gruppe Ende 2011 ihre größte Investition seit 18 Jahren abge­schlos­sen.

Der Zeitpunkt für den Ausbau des Zentrallagers West in Hachenburg und die Durch­führung von Energiespar- bez­iehungs­weise Energieeffizienz­maß­nahmen wurde günstig gewählt, denn der deutsche Mit­tel­stand sieht sich durch die Ener­gie­wende in Zukunft mit er­heb­lichen Kosten konfrontiert [1].

Nachhaltigkeit auf allen Ebenen

Die gesamte technische Planung für die Erweiterung der Unimet West oblag dem Ingenieurbüro Poly­plan aus Bremen. Die Ar­bei­ten umfassten neben der Hei­zungs-, Lüftungs- und Sanitär­technik die gesamte Elektro- und Beleuchtungstechnik mit Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage sowie die Installation einer Wasserlöschanlage für den gesamten Standort. Die Projektplanung erfolgte in enger Abstimmung mit dem für den Hochbau zuständigen Büro Nutzbaudesign aus Bremen sowie dem Brandschutzfachplanungsbüro Abraham aus Hannover. Ziel war es, ein Gebäudekonzept zu erschaffen, das optimale Nutzungsmöglichkeiten für die Logistik der Unimet bietet, niedrige Folgekosten für Wartung und Instandhaltung beinhaltet und einen effizienten Umgang mit Energie und Ressourcen ermöglicht.

 

Stromeinsparungen im Fokus

Das Thema Stromeinsparung war bei den gesamten Planungen präsent. So wurden alle Antriebe für Pumpen und Ventilatoren mit hocheffizienten drehzahlgeregelten Motoren ausgestattet. In der Beleuchtung kommt das bereits an anderen Standorten erprobte Konzept der bedarfsabhängigen Schaltung über Präsenz- und Helligkeitsmelder zum Einsatz. Zudem wurden die Lager­hallen und Büros mit treiberloser LED-Technologie des Schwes­ter­unter­nehmens GT BiomeScilt ausgestattet. Durch die Umrüstung auf eine energieeffiziente LED-Beleuchtung soll es zukünftig gelingen, den Stromverbrauch von 365 139 auf 138 856 kWh/a zu senken. Das entspricht einer Reduzierung der Energiekosten um rund 40 600 € und einem verringertem CO2-Ausstoß um ca. 114,5 t/a. Bereits nach 3,2 Jahren haben sich die Anschaffungskosten für die Beleuchtung amortisiert. Neben einer erheblichen Reduzierung der Energiekosten profitieren die am Standort beschäftigten Mitarbeiter von einer deutlich höheren Lichtleistung und einer verbesserten Qualität der Beleuchtung. So kommen die eingesetzten LED-Röhren dem Tageslicht erheblich näher als die bisher eingesetzten Leuchtstoffröhren.

 

Heizungs-, Kälte- und Sanitärtechnik

Durch die Umsetzung eines hohen Dämmstandards unterschreitet der Neubau die Anforderungen der EnEV 2009 zukünftig um mehr als 15 %. Durch den Einsatz ei­nes effizienten Brennwertkessels und kon­se­quente Wärmerückgewinnung im Bereich der Lüftungstechnik reduziert sich der Energieverbrauch weiter. Die Lagerhallen werden mit Hilfe einer Deckenstrahlungsheizung beheizt. Durch die Nutzung des Strahlungseffektes kann die Raumlufttemperatur gesenkt werden, was ebenfalls zur Senkung des Wärmeverbrauchs beiträgt. Für die Warmwasserversorgung des Verwaltungsgebäudes kommt eine thermische Solaranlage zum Einsatz. Und auch für die Sanitäranlagen wurde eine nachhaltige Lösung gefunden: Sie werden zukünftig mit Regenwasser versorgt, das vom Dach des Verwaltungsgebäudes aufgefangen wird.

 

Fazit

Jede einzelne durchgeführte Maßnahme wird in Zukunft dazu beitragen, die laufenden Kosten der Gebäudetechnik zu verringern und dem Anspruch eines energieeffizienten und nutzerfreundlichen Standortes gerecht zu werden.


Literatur

[1] Quelle: Forsa Institut

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