Kollegialität und Kooperation

Im Bauwesen muss sich etwas ändern

In den letzten Wochen gingen in der tab-Redaktion vermehrt Anrufe ein, in denen Leser beklagten, dass es im Bauwesen immer häufiger um ein Gegeneinander gehe. „Es macht so manches Mal kein Spaß mehr, TGA-Planer zu sein“, lautete eine Aussage. Ursachen dafür sind, wie am Telefon zu hören war, vorrangig gegenseitige Schuldzuweisungen. Das ist bedauerlich. Denn die täglichen Herausforderungen am Bau verlangen ein kooperatives Miteinander.

Dass sich im Bauwesen einiges ändern muss, dringt inzwischen langsam bis in die politischen Gremien vor. Der Publizist und Brancheninsider Jürgen Lauber hatte vor Kurzem die Möglichkeit, im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsrunde im Bundestag, auf Missstände im deutschen Bauwesen aufmerksam zu machen. Dass es dabei durchaus zur Sache ging, darüber berichtet er auf Seite 4.

Ob sich schon in den nächsten Jahren die rechtlichen Rahmenbedingungen und insbesondere die Rahmenbedingungen im öffentlichen Bauwesen ändern werden, ist allerdings noch offen.

Immerhin zeigen sich mit Ent­wicklungen wie Building Infor­mation Modeling (BIM) Aus­sichten, wie ein Miteinander organisatorisch und softwaretechnisch verbessert werden kann. Die passenden Richtlinien sind bereits in Arbeit. Das gibt Platz für Optimismus.

Das Bauwesen, das bislang mehr von einem Nebeneinander als vom Miteinander geprägt ist, wird einen Umbruch erleben (müssen), um zukunftsfähig zu bleiben.

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