2,2 Jahre Amortisationszeit

KWKK-Anlage modernisiert

In Vilsbiburg werden fünf Bürogebäude ganzjährig mit Wärme aus einer KWKK-Anlage versorgt. Im Sommer und in der Übergangszeit wird die Wärme mit einer Absorptionskälteanlage mit LiBr (Lithiumbromid) als Arbeitsmittel in Kaltwasser umgewandelt. Nach 13 Jahren stand eine Modernisierung des 13 Jah­re alten, vorhandenen BHKW an. Ein wichtiger Grund für die Modernisierung waren die steigenden Betriebs- und Wartungskosten des BHKW. Zudem erlaubt der Stand der Technik heute höhere elektrische Wirkungsgrade und somit eine effektivere Ausnutzung des Brenn­stoffes. Die 14 Jahre alte...

In Vilsbiburg werden fünf Bürogebäude ganzjährig mit Wärme aus einer KWKK-Anlage versorgt. Im Sommer und in der Übergangszeit wird die Wärme mit einer Absorptionskälteanlage mit LiBr (Lithiumbromid) als Arbeitsmittel in Kaltwasser umgewandelt. Nach 13 Jahren stand eine Modernisierung des 13 Jah­re alten, vorhandenen BHKW an. Ein wichtiger Grund für die Modernisierung waren die steigenden Betriebs- und Wartungskosten des BHKW. Zudem erlaubt der Stand der Technik heute höhere elektrische Wirkungsgrade und somit eine effektivere Ausnutzung des Brenn­stoffes. Die 14 Jahre alte Absorptionskälte­anlage wird jedoch weiterhin genutzt. Die Planung zur Modernisie­rung und Einbindung ins bestehende Netz übernahm die Delta ImmoTec GmbH (www.delta-gruppe.de). Nach zweimonatigen Umbau- und Erneuerungsarbeiten durch die Delta Gebäudetechnik GmbH ist die Anlage seit Oktober 2012 im Dauerbetrieb. Das gasbetriebene BHKW verfügt über eine elektrische Leistung von 401 kW. Knapp die Hälfte der am Standort notwendigen Grundlast wird so selbst produziert. Der Lastgang bzw. der Bezug aus dem Netz wird deutlich gesenkt. Dazu kommt eine thermische Leistung von 548 kW unter Volllast. Jährlich werden so etwa 3 Mio. kWh Strom erzeugt, etwa 25 % des Gesamtverbrauchs des gesamten Standortes sowie 4 Mio. kWh Nutzwärme für Heizzwecke, im Sommer für die Bereitstellung von Klima­kälte (Kaltwasser). Der Wärme­nutzungsgrad beträgt im Jahresmittel 90 %, die jährliche Nutzungsdauer liegt bei etwa 8400 h in denen etwa 400 Teillaststunden enthalten sind. Im Vergleich zur konventionellen Energieversorgung (Wärme über Kessel, Kälte über konventionelle Kälteanlage mit Schraubenverdichter, Strom durch Zukauf) ergibt sich eine Primärenergieeinsparung von 34 %, bzw. eine CO2-Einsparung (bezogen auf Erdgas) von 780 t/a. Es ergeben sich Stromgeste­hungskosten von 15,9 Cent/kWh. Diese resultieren überwiegend aus Brennstoff- und Kapitalkosten. Durch Ausschöpfung der KWK-Umlage nach KWK-Gesetz sowie der Energiesteuerermäßigung nach § 53 Energiesteuergesetz verbleiben 10,6 Cent/kWh. Dazu kommt je nach Wärmenutzungsgrad eine Wärmegutschrift durch die Nutzung der Abwärme. Die Eigennutzung von BHKW-Strom entlastet zusätzlich das Stromnetz. Für die Ermäßigungen bei der Brennstoffsteuer beziehungsweise über die KWK-Umlage (Laufzeit 30 000 Bh), werden die Ergebnisse monatlich an die BAFA gemeldet. Ferner wird jährlich eine Nutzungsgradberechnung durchgeführt und von einem Wirtschaftsprüfer testiert. Die bisher erreichten Betriebs­daten lassen eine Amortisationszeit von etwa 2,2 Jahre erwarten. Wäre die Gesamtanlage mit Absorptionskälteanlage ersetzt worden, würde die Amortisationszeit bei 3,7 Jahren liegen.

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