Heizungswasseraufbereitung im Bypass

Geschlossene Kreislaufwassersysteme und Wärmenetze

Innerhalb der Anlagenhydraulik großer Heizungsanlagen und in den Verteilnetzen von Energieanlagen verursachen Kalk und Korrosionsprodukte verschlammte Wärmetauscher und Schäden an sensiblen Bauteilen wie Umwälzpumpen und Regelarmaturen. Ein wesentlicher Faktor für die Betriebssicherheit in industriellen Heizungsanlagen und in den Wärmenetzen regenerativer Nahwärmesysteme ist das richtig aufbereitete Kreislaufwasser.

Kreislaufwassersysteme in Industrieanlagen transportieren Wärmeenergie für Gebäude­beheizung und für Produktionsprozesse. Nahwärmenetze liefern – immer häufiger mit regenerativen Energien – Heizwärme zu Verbrauchern wie Privathaushalten, Industrie und Gewerbe sowie kommunale Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Schwimmbäder.

Im Verhältnis zu Verteilsys­temen wie z. B. in Wohngebäuden sind dort weitaus größere Wassermengen im Umlauf, so dass auch ein höheres Potential für Verunreinigungen des Wärmeträgermediums gegeben ist. So führen etwa Korrosion und Kalkablagerungen zur...

Kreislaufwassersysteme in Industrieanlagen transportieren Wärmeenergie für Gebäude­beheizung und für Produktionsprozesse. Nahwärmenetze liefern – immer häufiger mit regenerativen Energien – Heizwärme zu Verbrauchern wie Privathaushalten, Industrie und Gewerbe sowie kommunale Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Schwimmbäder.

Im Verhältnis zu Verteilsys­temen wie z. B. in Wohngebäuden sind dort weitaus größere Wassermengen im Umlauf, so dass auch ein höheres Potential für Verunreinigungen des Wärmeträgermediums gegeben ist. So führen etwa Korrosion und Kalkablagerungen zur Ver­schlammung von Wärmeübertra­gern. Die Folgen machen sich erst bemerkbar, wenn trotz hoher Durchflussleistung die gewünschten Heizleistungen nicht erreicht werden oder hinter den Wärmeübertragern der Druck stark abfällt. Wenn es nicht an der Förderleistung der Umwälzpumpen liegt, ist die Ursache meist auf nicht aufbereitetes Kreislaufwasser zurückzuführen.

Kalkablagerungen und Korrosion vermeiden

Rost und Schmutz im Kreislaufwasser verschlechtern nicht nur den Wärmeübergang, sondern führen auch zu Schäden an Umwälzpumpen und stören die Funktion von Regelarmaturen. Wurde das System mit nicht aufbereitetem Wasser befüllt, verursachen die enthaltenen Härtebildner Kalkablagerungen in Rohrleitungen und Wärmetauschern. Erforderliche Nachbefüllungen durch Kleinstleckagen, Entlüftungsvorgänge oder aufgrund von Umbauten führen dazu, dass immer wieder Sauerstoff in das Anlagensystem gelangt. Kommt zu diesen Faktoren noch ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert hinzu, beschleunigt dies die Korrosionsvorgänge zusätzlich. Die Folge ist in vielen Anlagen, dass bereits nach wenigen Betriebsjahren die Wärmeübertragung nicht mehr sichergestellt werden kann.

Um die Betriebssicherheit von Wärmenetzen und Kreislaufwassersystemen sicherzustellen, gilt es Korrosionsprodukte und Kalk aus dem Umlaufwasser zu entfernen. Wie dies zuverlässig und dauerhaft verhindert werden kann, beschreibt die Richtlinie AGFW 510 (VdTÜV 1466). Nach dieser Richtlinie sollen täglich 1 bis 3 % des Kreislaufwasservolumens im Teilstrom aufbereitet werden. Für Fernwärmenetze und industrielle Wärmeversorgung werden der Betrieb mit salzarmem Kreislaufwasser und die Einstellung des pH-Wertes auf einen Wert zwischen 9,0 und 10,0 empfohlen. Je niedriger der Salzgehalt ist, desto geringer ist die Gefahr von Korrosionen und Ablagerungen. Für die verwendeten Eisenwerkstoffe ist bei einem pH-Wert von 9,3 ein optimaler Korrosionsschutz gegeben.

Aufbereitung ohne Betriebsunterbrechung

Um in bestehenden Heiz- und Kühlkreisläufen sowie in geschlosse­nen Wärmenetzen von Energieanlagen die effiziente Wärmeübertra­gung wiederherzustellen und Störungen zu vermeiden, ist die Auf­bereitung des Wärmeträgermediums Wasser eine notwendige Maßnahme. Eine von Grünbeck entwickelte Teilstromfilteranlage übernimmt die Aufbereitung des Umlaufwassers in zwei Schritten und bewirkt dadurch eine kontinuierliche Verbesserung des Kreislaufwassers. Die Ausführung als Teilstromanlage bedeutet für den Anlagenbetreiber, dass parallel zum Hauptvolumenstrom permanent ein Teil des Kreislaufwassers durch die Aufbereitungsstufen geführt wird.

Einfacher und kostengünstiger Anlagenbetrieb

Die Teilstromfilteranlage „Geno-Vario 3000“ wird in einem Bypass zum Heiz- oder Kühlkreislauf eingebunden. Eine Filterstufe entfernt zunächst alle ungelösten Bestandteile wie Kalk, Rost und Schmutzpartikel. In einer nachgeschalteten Ionenaustauscheranlage wird das Kreislaufwasser vollständig enthärtet.

Um den Wartungsaufwand zu minimieren, sorgt eine vollautomatische Steuerung für die Rückspülung der Filteranlage und die Regeneration der Enthärtungsstufe. Die rückspülbare Filter­ein­heit erspart somit den Austausch von Filtermaterialien. Mit dem Verfahren der Teilstromfiltration und -enthärtung kann ohne Aus­tausch des Anlageninhalts eine Wasserqualität entsprechend AGFW 510 (VdTÜV 1466) erzielt werden.

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